Öz Urfa Kebap Salonu - Steindamm 43

Dönerpreis: 3,50 Euro - Veggi-Tipp: Linsensuppe (3,00 Euro)

Auf den ersten Blick sieht der Fa­mi­lien­be­trieb neben dem Polittbüro aus wie ein Fast-Food­-Ketten-Ableger: Grün-gelb uni­for­mier­te Mitarbeiter begrüßen uns mit einem Lä­cheln, während sie routiniert  den Dönersäbel schwingen. Doch schon nach einem kurzen Ge­spräch mit dem gerade mal 23-jährigen In­ha­ber Hasan Karateke wird klar, dass hier trotz weitläufiger Ladenfläche und zwei wie­te­rer Filialen in Harburg und Hannover viel Wert auf Individualität gelegt wird. Herz­stück des Restaurants ist eine beeindruckende Bil­derwand, die an den Besuch zahlreicher tür­kischer Popstars erinnert. "Das hier zum Bei­spiel ist Ibrahim Tatlises", erklärt uns Ha­san sichtlich stolz und deutet auf eines der Fo­tos: "Der ist in der Türkei so berühmt wie Michael Jackson in den USA." Das eigentliche Highlight bleibt aber kuli­na­ri­scher Art: Im Gegensatz zu allen anderen Test­teilnehmern wird uns hier 100-pro­zen­ti­ges Kalbsfleisch (ohne Hackzusatz) serviert, was man auch schmeckt: Es ist zart, am Rand knus­prig und ausgewogen gewürzt. Ab­ge­run­det durch drei unterschiedliche Soßen (Tza­tzi­ki, Chili, Joghurt) lässt dieser Döner seine Kon­kurrenten auf Steindamm und Ree­per­bahn weit hinter sich!

 

Gaziantep Ülbaba - Reeperbahn 143

Dönerpreis: 3,50 Euro - Veggie-Tipp: Vegetarischer Teller (6,00 Euro)

"OXMOX? Kenn ick sehr gut. Ick kenne alle Zeit­schriften!", Mirza Artes ist völlig aus dem Häuschen. Seit 1999 führt er seinen Dö­ne­r­imbiss auf der Reeperbahn - neben Blicker, einem Schuhgeschäft, das sich of­fen­sichtlich auf Plastik-Highheels spe­zia­li­siert hat. Auch Mirza heizt seinen Gästen or­dent­lich ein: Mit selbstgemachter scharfer So­ße aus Tomaten und Peperoni sowie lau­ni­gen Erzählungen. So erfahren wir bei­spiels­wie­se, dass er jeden Morgen extra um 2 Uhr für seine frischen Zutaten auf den Großmarkt fährt. Das bringt ihm viele Stammgäste, von de­nen wir einen hautnah erleben dürfen. Ge­gen 17 Uhr betritt Piotr den Laden, setzt sich nach kurzer Würdigung der "netten" Ge­sell­schaft neben uns und plaudert unverhofft aus dem Nähkästchen: "Ich bin einer der Tromm­ler aus 'König der Löwen'. Jeden Tag vor der Show komme ich her und esse. Ich spiel ja afrikanische Trommeln und da braucht man Schmackes in den Knochen, also kräf­tiges Essen. Ich hab schon viel ausprobiert, aber hier schmeckt's mir einfach am besten." Dem bleibt - zumindest was die Reeperbahn be­trifft - nichts mehr hinzuzufügen...

 
 
 






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