POGO-PARTEI - Anarchie in der Bürgerschaft
Die am 6. November `05 gegründete Partei um den selbsternannten Lordprotektor Vincent Burmeister umfasst etwa 250 Anhänger in Hamburg und ca. 2000 Mitglieder Bundesweit. Warum der Punker ins Rathaus will, liegt auf der Hand: Ruhm, Geld, Ehre und Frauen sind die Gründe, so der 24jährige, der sich die Zeit mit Dauerfernsehen, Computerspielen und Schundromanen vertreibt. Programmpunkte der engagierten Anarchisten sind u.a. ?Die totale Rückverdummung der Menschheit?, ?Das Recht auf Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich? sowie ?Sex auf Krankenschein?. Wie sich diese Pläne durchsetzen lassen, erklärt die Pogo-Partei, deren Zentrale sich in Burmeisters Zimmer in einem heruntergekommenen Haus am Brandshofer Deich befindet, wie folgt: "Die Pogo-Partei ist der Anwalt des Pöbels und der Sozialschmarotzer! Wir sind fest entschlossen, das bekannte pogo-anarchistische Konzept zu neuen bizarren Höhenflügen zu führen!" Eine anarchistische Partei ist doch ein Widerspruch in sich: Anarchisten gründen keine Parteien... "Richtig! Glücklicherweise sind wir aber keine Anarchisten, sondern Pogo-Anarchisten. Wir berufen uns nicht auf den klassischen Anarchismus, sondern auf die verkommene, lustvolle und arbeitsscheue Lebensweise, die im Zuge der Punk-Bewegung Ende der 70er entstand. Pogo-Anarchie hat mit der Anarchie der Polit-Hippies so viel zu tun wie Nationalsozialismus mit Sozialismus: Rein gar nichts!" Seid ihr links oder rechts? "Die Pogo-Partei ist weder links noch rechts. Sie steht in der Mitte und ist das asoziale Zentrum!" Wo soll denn das ganze Geld herkommen, wenn niemand mehr arbeitet? "Wir schaffen die Arbeit nicht ab, wir verteilen sie nur unter denen, die arbeiten wollen! Das sind nach Studien des Instituts für sozialforschung (IfA) etwa 95% der arbeitsfähigen Bevölkerung. Das sollte reichen!" Meint ihr alles wirklich ernst? "Ja, selbstverständlich!"
Quelle:
www.pogo-partei.de


PIRATEN-PARTEI - Segel setzen Richtung Rathaus
Die 25 Mitglieder der Piratenpartei Hamburg (bundesweit ca. 500) haben ihr Leben den Bits und Bytes gewidmet ? zum Großteil arbeiten sie in der IT-Branche. Dementsprechend haben Vorsitzender Martin Gehrdau (30) und seine Freibeuter ihre Ziele gesetzt. U.a.: Informationelle Selbstbestimmung - "Das Recht des Einzelnen, die Nutzung seiner persönlichen Daten zu kontrollieren, muss gestärkt werden."Urheberrecht und nicht-kommerzielle Vervielfältigung - "Nichtkommerzielles kopieren, zugänglich machen, speichern und nutzen von Werken nicht nur legalisieren, sondern explizit fördern, um die allgemeine Verfügbarkeit von Information, Wissen und Kultur zu verbessern." Transparenz - "Der Einblick in die Arbeit von Verwaltung und Politik auf allen Ebenen der staatlichen Ordnung ist ein fundamentales Bürgerrecht." Open Access - "Aus dem Staatshaushalt wird eine Vielzahl von schöpferischen Tätigkeiten finanziert, die als Produkt urheberrechtlich geschützte Werke hervorbringen. Da diese Werke von der Allgemeinheit finanziert werden, sollten sie auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen." Eine Parteizentrale haben Spitzenkandidat Bernhard Schillo (39) und seine Genossen noch nicht - einmal pro Woche treffen sie sich in der Margaretenkneipe um an ihrem Programm zu feilen. Die Fünf-Prozent-Hürde halten die Piraten (Parteigründung am 10. September `06 in Berlin) für unrealistisch. Die Hoffnung der Internetspezialisten ist ein Direktmandat. Ihre Begrün­dung: Hamburg braucht die Piraten, da die Politiker der großen Parteien teilweise so alt sind, dass sie nicht mal mit dem Internet umgehen können!
Quelle: www.piratenpartei.de


PARTEI BIBELTREUER CHRISTEN - Im Auftrag Jesus an die Macht
Knapp 5000 Mitglieder bundesweit und 90 Hamburger fühlen sich seit Grün­dung der gläubigen Kleinpartei am 22. November 1989 für die Verteidigung der Christlichen Werte berufen. Die PBC sieht sich als Partei der politischen Mitte und vergleicht ihre Berechtigung mit dem Wirken bekannter Gottesmänner von Moses über Nehemia bis hin zu Daniel und seinen Freunden. Landesvorsitzender Volker Hanl (58) und sei­ne Genossen ziehen mit Plakatslogans vom Schlage ?Ohne Gott geht alles kaputt. Jesus macht alles neu? ins Rennen und besinnen sich auf alte Weisheiten der Bibel, wie z.B. den Erhalt des Lebens "Wir sagen JA zum Schutz des Lebens vom Tag der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Wir sagen NEIN zur Tötung von Kindern im Mutterleib! Daher fordern wir, dass die Abtreibung in Deutschland nicht mehr erlaubt ist." Abschaffen möchten die Gläubigen nicht nur die Studiengebühren, sondern auch die Homo-Ehe: "Homosexualität steht im Widerspruch zur Bibel. Wir wenden uns nicht gegen den Homosexuellen als Betroffenen, aber gegen das Hoffähigmachen homo­sexueller Beziehungen, da dieses einen starken Nach­ahmereffekt bewirkt und damit die Desorientierung der Heranwachsenden för­dert." Außerdem: "Homosexualität ist nicht biologisch erklärbar und kann erfolgreich thera­piert werden." Ferner sagen die katho­lisch, evangelisch und freikirchlich agierenden Christen NEIN zur Einrichtung neuer Moscheen, da ?die Anzahl der Moscheen in Hamburg ausreicht, um die gläubigen Moslems zu versorgen.? So Gott es will, werden die Christen ihr Programm künftig in der Bürgerschaft predigen. Na dann, Amen!
Quelle: www.pbc.de

 
 
 






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