OXMOX Interview: FLORIAN DAVID FITZ – „Ich lasse niemanden sterben“

8. April 2017

Als Dr. Marc Meier lernte das deutsche Pub­likum den charmanten Münchner 2008 in der Krankenhaus-Serie „Doctor‘s Diary“ ken­nen. Seitdem arbeitet Fitz erfolgreich als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur – all diese Talente vereint er u. a. in Filmen wie „Vincent will Meer“, „Jesus liebt mich“ oder „Der geilste Tag“. Seit 2012 findet sich der Beruf des Synchronsprechers ebenfalls im Lebenslauf des 42-Jährigen wieder … Im Interview mit OXMOX berichtet der Wahl-Berliner von seiner aktuellen Arbeit und ver­rät erste Details zu kommenden Projekten …

Was hilft dir bei der Ideenfindung?

Mit offenen Augen durchs Leben zu gehen! Das Schöne an meinem Beruf als Schau­spieler und Autor ist, dass alles, was mir im Alltag passiert, einen Wert hat – irgendwann sprudeln die Ideen aus mir heraus und ich weiß manchmal gar nicht, wo genau ich sie her habe.

Was für Filmprojekte sind geplant?

Der nächste Streifen soll von zwei Jungs han­deln, die miteinander wetten, ob man ohne sein ganzes Hab und Gut zurecht kommt – dieses wird dann in einer Garage verstaut. Die beiden müssen so 100 Tage lang den All­tag bewältigen, haben aber die Möglichkeit, sich täglich je eine Sache zurückzuholen … Matthias Schweighöfer wird wieder mit an Bord sein.

Man sieht dich überwiegend in Filmen mit ernsterem Inhalt (u. a. „Der geilste Tag“) – warum?

Weil mich so etwas am meisten interessiert. Gerade, weil ich die Herausforderung so spannend finde, die Zuschauer z. B. bei dem Thema Tod zum Lachen zu bringen, ohne da­bei zynisch zu werden. Da das auf Dauer auch anstrengend werden kann, lasse ich in meinem kommenden Film niemanden ster­ben. (lacht)

Was sagst du zu dem Video, das von den Dreharbeiten zum Hundefilm „Bailey – ein Freund für‘s Leben“ aufgetaucht ist?

Ich war nicht dabei und kann und will das nicht verteidigen – das, was das Video zeigt, gefällt mir allerdings überhaupt nicht. Ge­nerell finde ich aber, dass es gerade beim Thema Tierschutz wichtig ist, bei sich selbst anzufangen. Wenn ich die Ausschnitte im Internet sehe und mich darüber aufrege und dann fünf Minuten später im Supermarkt ein Kilo Hack für 99 Cent kaufe, gibt es da einen Widerspruch in meinem Leben.

Justine Stock

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