Rock im Park

Rock im Park 2017

12. Juni 2017

02.-04.06., Nürnberg

Bereits am Donnerstag enterten zehntausende Fans die Stadt in den Franken, um ihre Domizile rings um das Zeppelinfeld aufzuschlagen …

Den musikalischen Start des ausverkauften Rock im Park Festivals gabs am Freitag mit Lower Than Atlantis auf der Zeppelin-Stage. Es folgte ein toller Mix aus u. a. den Donots, den Punkrockern von Sum 41 und den Beatsteaks. Auf der Beck‘s Park Stage sorgten die Hamburger von 187 Stra­ßenbande sowie die Beginner für ausgelas­sene Stimmung.

Um 21:00 versammelte sich ein Großteil vor der Hauptbühne, um mit den Toten Hosen den ersten Headliner zu empf­angen. Der Auftritt verzögerte sich allerdings, vorher wurden die Park-Rocker von der Ter­rorwarnung inkl. Unterbrechung des Zwilling-Festivals Rock am Ring informiert. Die Stim­mung ließ man sich nicht vermiesen, sodass bei den Worten „Hey Ho, Let‘s Go“ (Ra­mones) kräftig mitgesungen wurde. Mit „Ur­knall“ betraten die Düsseldorfer um Front­mann Campino (55) die Bühne. Es folgte eine zweistündige Zeitreise, die aus Krachern wie „Bonnie & Clyde“ „Pushed Again“, „Steh Auf, …“, „Hier Kommt Alex“ oder „Jägermeister“ bestand – Mosh-Pits durften hier nicht fehlen. Neue Hits wie „Laune Der Natur“, „Wannsee“ oder “Die Schöne Und Das Biest” wurden ebenso euphorisch ange­nommen. Mit insgesamt drei Zugaben-Blöcken, die aus u. a. „Bommerlunder“ „Tage Wie Diese“, „You‘ll Never Walk Alone“ oder „Paradies“ (gesungen vom DTH-Fan Sarah) bestanden, wurde das Publikum in die Nacht entlassen – oder zu Kraftklub, die auf der zweiten Bühne ordentlich Gas gegeben haben.

Der Samstag stand im Zeichen des Oldschool- und Deut­sch-Rock: Während Henning Wehland und Feine Sahne Fischfilet auf der Beck‘s Park Stage einheizten, machten sich die Jungs von Alter Bridge auf der Zeppelin-Stage für ihr­en Gig bereit. Nach 1 ½ Stunden purem Rock, standen Prophets Of Rage (Crossover aus Rage Against The Machine, Public Enemy & Cypress Hill) für ihre Show in den Start­löchern. Neben Klassikern wie „Killing In The Name“, sorgte das für Chris Cornell gespielte „Like A Stone“ für Aufsehen, denn der Gesangs-Part wurde von Serj Tankian (49, System Of A Down) übernommen.

Dem Sänger wurde eine kurze Verschnaufpause ge­gönnt, ehe er mit seiner Hauptgruppe als zw­eiter Headliner vom Publikum auf die Bühne gebeten wurde. Es folgte eine Reise durch alle fünf Alben – besonders „Hypnotize“, „Chop Suey!“ und „B.O.Y.B.“ wurden gefeiert. Da­nach veranstalteten Macklemore & Ryan Le­wis auf der Beck‘s Park Stage eine riesige Hip Hop-Party: „Thrift Shop“, „Can‘t Hold Us“, „And We Danced“ und „Downtown“ sorgten für viele glückliche Gesichter. Direkt nach dem Gig kam das große Gewitter, bei dem kaum einer trockenen Fußes sein Zelt erreichte.

Der abschließende Sonntag hatte wieder einen blauen Himmel inkl. Sonnenstrahlen im Gepäck

fuhr mit einem astreinen Metal-Paket auf: So heizten u. a. die Schweden von In Flames ordentlich mit u. a. „Cloud Connected“ oder „Take This Life“ ein, ehe Five Finger Death Punch übernahmen. Mit einem astreinen Set, das aus u. a. „Lift Me Up“, „Bad Company“, „Jekyll & Hyde“ und „The Bleeding“ bestand, wurden zehntausende Metalheads zum moshen und headbangen angeregt. Al­len, denen das zu hart war, wurde auf der zweiten Bühne ein entspanntes Programm geboten, das aus u. a. Liam Gallagher, Simple Plan und dem Rag N‘ Bone Man bestand. Nachdem die Broilers auf der Zeppelin-Stage ablieferten, versammelte sich quasi ganz Rock im Park vor dieser, um gemeinsam auf das wohl größte High­light des Festivals zu warten: Rammstein!

Die Vertreter der neuen deutschen Härte um Till Lindemann (54) mussten terrorbedingt ihren Auftritt bei Rock am Ring canceln – umso energiegeladener war der Auftritt im Park. Mit einem Countdown, der in einem lauten Knall inkl. Pyro endete, betraten die Berliner mit der neuen Single „Ramm 4“ die fulminant aufgebaute Bühne. Daraufhin folgte ein 1 ½-stündiges Set der Extra­klasse: Fast vergessene Hits wie „Hallelu­jah“ oder „Zerstören“ wurden ebenso eu­phorisch angenommen, wie die bekannten „Keine Lust“, „Feuer Frei!“, „Ich Tu Dir Weh“ oder „Mein Herz Brennt“.

Neben der großartigen Musik, ist es die Pyro- und Feuer-Show, die jedes Konzert von Ramm­stein zu einem fulminanten Spektakel wer­den lässt. So vergessen die Fans vor lauter Staunen und Mitgröhlen fast das Feiern … Beim Intro von „Links 2-3-4“ konnte das Publikum endlich zeigen, wie toll es klat­schen kann. „Ich Will“ sorgte für einen Dialog zwischen Fans und Frontmann Till („Könnt Ihr uns hören?“ – „Wir hören euch“). Spätestens bei „Du Hast“ ist auch die Person aus der allerletzten Ecke aufge­wacht, um zu demonstrieren, wie toll diese singen/brüllen kann. Nach einer kurzen Pause gabs eine Zugabe, in der sich alle Klassiker vereinten: „Sonne“ – inkl. heißer Feuershow – „Amerika“ – inkl. Konfetti-Regen – und „Engel“ – inkl. Lindemann an riesigen, pyro-spuckenden Engelsflügeln – besiegelten das Ende des Konzertes eines würdigen, dritten Headliners. Wer noch genug Puste hatte, konnte sich auf der zwei­ten Bühne den Gig von Marteria an­schauen, der am selben Tag sogar noch seinen Auftritt bei Rock am Ring nach­holte. Mit ihm endete ein großartiges Festival!

Justine Stock

Campino & Kuddel – Die Toten Hosen

Campino – Die Toten Hosen

Die Toten Hosen

System Of A Down

System Of A Down

Serj Tankian – System Of A Down

Macklemore & Ryan Lewis

Till Lindemann – Rammstein

Rammstein

Till Lindemann – Rammstein

Rammstein

Five Finger Death Punch

Five Finger Death Punch

Five Finger Death Punch

In Flames

In Flames

In Flames

In Flames

In Flames

Die Toten Hosen Konfetti

Kraftklub

Kraftklub

Macklemore

Rammstein

Rammstein

Rammstein

Rag N Bone Man

Prophets Of Rage

Rag N Bone Man

Prophets Of Rage

Myles Kennedy & Alter Bridge

Riesenrad

Serj & Prophets Of Rage

Serj & Prophets Of Rage

System Of A Down

System Of A Down

System Of A Down

System Of A Down

Rammstein – Till Lindemann

Rammstein – Till Lindemann

Die Toten Hosen + Sarah (Fan)

Die Toten Hosen

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