.gif)


Hamburgs großes Studi-Mag bietet Informationen rund ums Studentenleben von A bis Z. Außerdem erfahrt Ihr Neues vom ASta, wo man am Besten frühstücken kann und welche neuen Bücher es gibt.
Der unsterbliche „King Of Pop"
Für Fans wird dieses Weihnachten ein Fest - die zahlreichen postumen Veröffentlich-
ungen sind so bunt, wie das Leben des wohl „größten Künstlers der Welt“: Das neue Album „Michael“ wird..


>>>
OXMOX EXKLUSIV: FATIH AKIN

Hamburgs neuer großer Heimatfilm
(Ausgabe 12/09)
„Soul Kitchen“ heißt der neue Klassiker der Heimatfilme. Und Heimat Hamburg sieht man hier nicht nur in authentischen Stadtteilen: Das ist vor Allem hanseatische Lebensart, das sind die unterschiedlichen Menschen, die sich hier finden…und durchaus zusammen passen können.
OXMOX Exclusiv-Interview
Wen wir am Hafen trafen: FATIH AKIN
„Ich hatte das Gefühl: Ich bin dieser Stadt noch einen Film schuldig“, so Fatih Akin („Gegen Die Wand“) über seinen neuen Regie-Streich „Soul Kitchen“ (Start:25.12.). „Der Film transportiert ein besonderes Lebensgefühl, wie wir es selbst in Adam Bousdoukos (35, spielt Zinos Kazantsakis) Laden zelebriert haben: Anfang 2000 hatte er die Taverna Sotiris in der Barnerstraße in Ottensen übernommen - vorher hat er dort selbst gekellnert. Ursprünglich wurde der Laden von Exil-Griechen, die auf der Flucht vor der Junta waren, in den 70er Jahren gegründet. Als das Restaurant zum Verkauf stand, hat Adam das Geld zusammen gekratzt - er hatte noch etwas von der „Kurz Und Schmerzlos“-Gage übrig. Den Rest haben seine Familie, Freunde und ich ihm geliehen. Erstmal blieb der Laden das, was er bis heute ist: Eine Griechische Taverne. Dann hat Adam irgendwann zwei Turntables aufgestellt und Musik von Bob Marley über Soul bis hin zu HipHop gespielt. Die Gäste haben bis 23 Uhr gegessen - ab dann wurde ausgeschenkt, gefeiert und getanzt. Später kam die Live-Musik hinzu: Mittwochs spielten die Leute aus der benachbarten Flamenco-Tanzschule von Iris Caracol, Donnerstags war Jazz-Abend mit dem brasilianischen Kreuzfahrt-Pianisten Don Pi und Freitags war Bouzouki-Abend.“
„Das alles tauchte nie in der Tagespresse auf. Es war viel inoffizieller - obwohl wir zu Spitzenzeiten mit rund 100 Leuten gefeiert haben. Auch Aftershow-Partys von Bands, die in der Fabrik gespielt haben. Zum Beispiel die Begleitgruppe von Maceo Parker. Da hat Keiner drüber geschrieben - aber wir haben es erlebt, und der Film gibt diese Atmosphäre wieder. Gut, manchmal übertreibt er - aber teilweise war die Realität auch krasser. Ein Beispiel? Also, es kam schon vor, dass in dem Laden gevögelt wurde. Einer aus dem Bekanntenkreis, der leicht pornofixiert ist, musste einfach noch `ne Alte klar machen. (lacht) Nebenan gab es einen Imbiss, Babylon, und die müssen um den Müll rauszubringen an der Taverna vorbei. Die standen an den Mülltonnen und haben große Augen gemacht, was da los war… (lacht) Ab und zu kamen auch die Leute vom Thalia Theater (Anm.: Hier war Akin Mitglied einer Off-Theatergruppe) nach Feierabend vorbei. Klar, Adam ist Schauspieler, ich hing da auch immer ab - das war schon ein Hauch Hollywood. (lacht) Eines Abends war ein bekannter Hamburger Immobilien-Investor mit seiner Freundin da. Die ist ein bisschen wie Kim Basinger in dem Film mit Bruce Willis („Blind Date“). Nach dem Motto: Ein Schluck Alkohol und durchdrehen! Was uns inspiriert hat, ihr den Auftritt in „Soul Kitchen“ zu geben. Diesen Lifestyle führten wir neun Jahre lang - dann waren wir zu alt. Die Gastronomie ist knallhart und Adam hatte seinen Laden sieben Tage die Woche geöffnet. Das hat genug eingebracht, um davon zu leben - wenn auch nicht in Saus und Braus. Dazu kam das ganze Rauchen und Alk, Alk, Alk… Irgendwann machen Körper und Geist das nicht mehr mit. Wir sahen am Ende auch nicht mehr gut aus! (lacht) Eigentlich ist „Soul Kitchen“ ein Abschiedsfilm, von dem Laden und von dem Lebensgefühl.“
Akins neuestes Werk ist ein lebhafter, schmutziger Heimatfilm. Zwar ist die Welt nicht heil, wie sonst im Genre üblich, aber auch hier geht es um Freundschaft, Liebe und Gemeinschaft. „Wir haben „Soul Kitchen“ in Anlehnung an „Rocker“ (1971) und „Nordsee Ist Mordsee“ (1976) gedreht. Der Anspruch war, einen Film zu machen, der für Hamburger etwas Klassisches hat. Gerade weil es einige Drehorte schon nicht mehr gibt (z.B. das Mandarin Kasino oder die Astra Stube). Wir wollten die Stimmungen und Atmosphären Hamburgs einfangen. Dafür war ich mit meinem Ausstatter Tamo Kunz in mehreren Antiquariaten. Wir haben versucht, anhand von Bildeindrücken einen Look zu kreieren. Schließlich haben wir uns an Fotos orientiert und die Kamera eins zu eins positioniert, um die Stimmung des Bildes einzufangen - zum Beispiel bei den Elbbrücken, oder der Kreuzung an der Sternbrücke. In vorangegangenen Filmen haben wir immer sehr konzeptlos gearbeitet. Bei „Soul Kitchen“ haben die Vorgaben einen größeren Raum eingenommen. Es kommt allerdings auch auf die Schauspieler an: Moritz Bleibtreu (38, spielt Illias Kazantsakis) ist zum Beispiel ein Führunsspieler, wie Michael Ballack. Der weiß sehr viel. Ähnlich wie Wotan Wilke Möhring (42, spielt Thomas Neumann). Ein großartiger, sehr autarker Schauspieler!“
Qualität, die ihren Preis hat: „Das war der teuerste Film von allen!“, erklärt Akins Partner und Produzent Klaus Maeck (die Beiden gründeten vor fünf Jahren mit Andreas Thiel († 2006) die Filmproduktionsfirma Corazón International). „Man benötigt gute 4 Millionen Euro - wir haben uns bei jedem Film um eine Million gesteigert. Das liegt daran, dass wir „Soul Kitchen“ nur in Hamburg gedreht haben - die anderen Filme sind zum Teil in der Türkei entstanden, das ist eine andere Preisklasse. Dann hatten wir zahlreiche Darsteller und Statisten. Außerdem haben wir viel Musik verwendet und die ist leider sehr teuer. Die benötigten Gelder finanzieren sich durch die Filmförderung Hamburg und unseren Haussender NDR - die jeweils ein Viertel geben. Dann gibt es weitere lokale Förderungen, wenn wir außerhalb Hamburgs drehen, und nationale Fördertöpfe. Schließlich muss man noch eine gewisse Summe (ca. 10 %) eigenes Geld in das Projekt einbringen“, so der 55jährige Hamburger. Und Akin? „Ich arbeite schon wieder an drei Sachen gleichzeitig - aber an was, das wird noch nicht verraten!“ (lacht)
Klaus M. Schulz / Stefanie Ohl
soul-kitchen-film.de

UPDTAE - DEUTSCHLANS EINZIGES
KULTUR-MAGAZIN MIT SATIRE-TEIL

UNI-EXTRA: HAMBURGS STUDI-MAG
IN KOOP MIT DEM ASTA
| Get the Flash Player to see this player. |
(1).gif)
(9).gif)
OXMOX EVENTKALENDER
| Mai 2012 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| So | Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | |||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | |||||
| 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | |||
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | |||
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | |||
| 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | |||||
OXMOX WEIß WAS LÄUFT!!!!
- Interview CÄTHE EXKL.
- Leser-Report: Das wurde aus meiner Kleinanzeige
- Serie Live-Clubs: Grüner Jäger
- Top Open Airs
- HAMBURG-BANDCONTEST: Das wurde aus den Winnern 2011
- 7.000 Termine
- CDs, Filme & Konzerte
Im neuen OXMOX - ab sofort im Handel. Nur 1,90 Euro
