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REVIEWS MÄRZ 2011

  



USHER

5.3., o2 World Hamburg

Es gab keine Plei­te à la Berlin! Usher lieferte eine über­zeu­gen­de Show. Diese bestand aus viel Technik, viel Tanz (8 Tänzer/-innen) und beein­druck­en­­dem Licht - da geriet die Musik zur Ne­ben­sache (die Band blieb unsichtbar, gele­gent­lich durfte mal jemand in den Vorder­grund). Sehr berührend: Der 32-jährige holte ein Mä­del aus dem Publikum auf die Bühne. Sie dur­fte es sich auf einer Liege gemütlich ma­chen und er besang sie - der Saal kreischte geschlossen auf (Frequenz etwa 15 kHz)...

              RaiMer

Usher Aftershow @ H1 Club

Entspannt und gut gelaunt kam Usher nach seinem Konzert in der o2 World zu seiner Aftershowparty in den prall gefüllten H1 Club. Erst einmal winkte sich der R`n`B-Star ein paar Mädels aus dem Publikum heraus, um mit ihnen in der gut einsichtbaren VIP-Lounge anzustoßen. Und nicht nur, dass er da war, er hat auch paar Titel performt. Was für eine Einweihung für die gerade fertig gewor­dene Live-Bühne im Club! Erst gegen 4h ver­ließ Usher das H1, um direkt nach Hol­land zu einem weiteren Auf­tritt zu fahren.


MY CHEMICAL ROMANCE

14.3., Große Freiheit 36

LostAlone brachten als Vorgruppe die über­wiegend weiblichen Teenies auf Betriebstem­pe­ratur, so dass My Chem-Frontman Ger­ard Way (33) kaum was tun musste, um seine Darbietung mit heftigem Gekreische
quit­tiert zu bekommen. „Na Na Na“, „Give Em Hell“, „Planetary“ - ein Best-of brachte die Besucher zum mitsingen und -hüpfen. 1 1/2 Stunden Vollgas!                                           
RaiMer


ROBYN

15.3., Studio Hamburg

Moin, Moin, Dancefloor: Robyn lieferte für 800 begeisterte Gewinner eine beatgewaltige Show! OXMOX verloste Tickets. Gekleidet in hautengen Leggings, Korsage und Kurz-Shirt rockte Robyn auf 20 cm hohen Plateauschuhen das TV-Studio. Für Action sorgte die schwedische Ausnahme­künst­lerin mit ausgelassenen Tanzmoves und Songs wie „Dancing On My Own“ oder den neuen Titeln „Time Machine“ und „Fembot“.



AXEL ZWINGENBERGER, BEN WA­TERS, CHARLIE WATTS & DAVE GRE­EN

15.3., St. Pauli Theater

 Vier Großmeister spielten Boogie-Woogie (fast) ohne Ende. Der ausverkaufte Saal bebte, Charly Watts strahlte und swingte. Ein Abend der Freude – was will man mehr!


ROGER HODGSON

18.3., Laeiszhalle

Seit einigen Jahren tourt Roger Hodgson (61, Ges., Git., Key.) über­wiegend mit dem Saxo­pho­nisten Aaron McDonald. Viele waren gekommen, und auch für mich sind Roger und Aaron Super­tramp - basta! Der Opener „Take The Long Way Home”, danach „Give A Little Bit” - was will man mehr? Dreamer“, „Fools Overture“, „School“ und ein Solostück („Along Came Mary“) lösten Be­geis­terungsstürme aus. Nach 2,5 Stunden wurden die
Künstler mit Standing Ovations verabschiedet.
              RaiMer



JAMIROQUAI

21.3., o2 World Hamburg

Funk-Magier Jay Kay (40) hat den Groove: Nach 5-jähriger Auszeit kamen die britschen Acid Jazzer zum Auftakt ihrer Deutschland-Tour nach Ham­burg. Knapp zwei Stunden ga­­ben der feder-behütete Frontmann und sei­ne rollende Rhythmus-Formation Titel vom neuen Album „Rock Dust Light Star“, sowie Klassiker („Cosmic Girl“, „Deeper Under­ground“) zum Besten. Der Hit „Virtual In­sa­ni­ty“ wurde von den rund 7.000 Fans ver­misst…                                                                                          Stefanie Ohl


THE LAST & LOST BLUES SURVIVORS

22.3., Fabrik

Die Music Maker Blues Foundation hatte mit Ardie Dean (Dr.), Nashid Abdul (B.) und den Solisten Albert White, Pat Wilder, Dr. Burt, Eddie Tigner, Pat Cohen und Alabama Slim eine hoch­karätige Truppe zusammengestellt. Leider konnte Hamburg kein adäquates Publikum bieten. Egal, die Akteure lieferten eine ordentliche Vor­stel­lung ab. Beeindruckend waren Ardie beim Zele­brie­r­en seiner Schlagzeugkunst, Wilder mit ihrer Les Paul und Cohen, die sich ins Publikum begab und alle zum Mittanzen animierte. 1,5 Stunden, die zeigten: der Blues lebt!                                                  RaiMer


PETE BROWN

23.3., Downtown Bluesclub

An der CD-Release-Party wollten nur einige Einge­weihte teilnehmen - voll war es nicht! Als Pete Brown, Phil Ryan & Co. nach 100 Minuten Schluss machten, gab es nur zaghafte "Zu­­gabe"-Rufe... RaiMer


KT TUNSTALL

24.3. Uebel & Gefährlich

Ausverkauft und eine Vorgruppe - nein, ein Al­lein­unterhalter, der mit massivem Elektronikeinsatz versuchte, die Massen in Stimmung zu bringen - das war die Mischung, die mehreren Mädchen Kreis­lauf­probleme brachte. Als KT die Bühne betrat, hatte sich die Lage entspannt. 90 Minuten mit über­wiegend neuen Songs („Tiger Suit“) entlockten nicht jedem Zuhörer Begeisterungsstürme. RaiMer

 


THE LOW ANTHEM

25.3., Uebel & Gefährlich

Eher ruhig präsentierte sich der Saal beim Konzert der US-Indie-Folk-Gruppe. Zunächst hatten The Head And The Heart die Bühne übernommen - eine Vorgruppe, die gerne auch mal als Hauptact nach Hamburg kommen darf. Quicklebendig, mit Geige, mehrstimmigen Gesang und Stücken, die an Coldplay erinnerten, überzeugten die Körperteile. The Low Anthem, die Meister der leisen Töne, ähnliches Konzept (mehrstimmiger Gesang) aber breiter aufgestellt, boten sehr differenzierte Musik, die durch exotische Instrumente (singende Säge) glänzte. RaiMer


CLUESO

26.3., N-Joy Radiohaus

200 Gewinner kamen in den Ge­nuss dieses Wohn­zimmer-Konzerts: Die Büh­ne hatte Clu­­eso mit Accessoires geschmückt, die er morgens auf dem Flohmarkt gefunden hatte: Ein Porzellanhund, ein 3D-Wackelbild, sowie ein Akkordeon - mit dem der 30-jährige das einstündige Konzert eröffnete. Begleitet von Antonio (Sax.) gab es alte Stücke („Pizza­schach­teln“), bekannte Hits („Chicago“), Son­gs vom neuen Album („An Und Für Sich“), sowie ein Udo Lindenberg-Cover („Cello“) und die unveröffentlichte Hym­ne „Viva Con Aqua“. Großartig!                                                        Stefanie Ohl 


MOGWAI

28.3., Gruenspan

Volle 90 Minuten kam man in den Genuss des oft melancholischen aber auch explosiven Sounds vom neuen Album („Hardcore Will Never Die But You Will“) der schottischen Post-Rock Band - der begleitet von Visuals und Kurzfilmen, in seiner vollen Schönheit erblühte. Mit einer langen Zugabe beendete die Gruppe den Abend und hinterließ bei dem einen oder anderen einen Hörschaden - Mog­wai in Bestform!              Milena Rizo Blandon

 


JAMES BLUNT

 

28.3., o2 World Hamburg

8.000 sollen lt. Veranstalter dagewesen sein, als der 37-jährige zum Schmuseabend lud. Blunt hatte Julian Perretta als Vorgruppe mitgebracht. Mit gefälligen Popsongs und Latin-Lover-Aussehen, be­diente er das gleiche Klientel, wie der Hauptact. So war das Publikum vorbereitet, als James die Büh­ne übernahm. Mit seiner neuen Scheibe („Some Kind Of Trouble“) überzeugte er, mit „You`re Beautiful“ und „Goodbye My Lover“ brachte der Brite die Emotionen zum Kochen. 90 Minuten ging`s - es hätte gerne länger sein können. RaiMer


 


CHIL­DREM OF BODOM

29.3. Grosse Freiheit 36

Die Haare kreisen, die Nackenwirbel knacken und die Trommelfelle hüpfen. Als die Children Of Bo­dom beginnen, ist der gemeine Metalfan durch­ge­schwitzt - also auf Betriebstemperatur. Die Band um Alexi Leiho hatte ihr siebtes Album „Ugly“ mit­gebracht. Die neuen Stücke waren noch gewöh­nungs­bedürftig, was dem Headbanging keinen Ab­bruch tat. Als später noch crowdgesurft wurde, war die Metalparty komplett - 1,5 Stunden COB. RaiMer


ALPHAVILLE

30.3., Gruenspan

Forever Young“ - um den Titel zu bedienen, hatte Marian Gold junge Musiker mitgebracht. An ihm ist die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen (die macht ja bekanntlich nur vor dem Teufel halt). Das neue Album klingt wie gewohnt - Elektropop mit eingängigen Melodien. Ob Alphaville an die Erfolge vergangener Tage anknüpfen kann, ist allerdings die Frage.                                                 RaiMer


MAGNUM

31.3., Fabrik

Alleine wegen der Vorgruppe The Two Men Blu­es Army hätte sich das Kommen schon ren­tiert: Es war prima, was Gwyn Ashton und sein Drummer Kevin Hickman auf die Bühne zauberten. Etwas ungewöhnlich (hatten sie den Bassmann zu Hause vergessen?), aber feines Gitarrenspiel mit `nem fingerfertigen Schlagzeuger. Als Magnum auf die Bühne kamen, waren die Erwartungen hoch. Die Mannen um Bob Catley hatten das Publikum so­fort im Griff; sie überzeugten mit geradem, schnör­kel­losen, soliden Rock.                                        RaiMer

The Love Bülow

31.3. Headcrash

Groove, Beats und intelligente Texte: The Love Bülow feierten und tanzten zusammen mit etwa 60 Fans im Headcrash. Mit sympathischen Ansagen und kleinen Späßen brachte Frontmann Falk-Arne Goßler die Zuschauer in Bewegung und zum Mitsingen.












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