Lupe
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REVIEWS MAI 2011

  

17 HIPPIES

04.05., Fabrik

17 Hippies waren angekündigt - es wurden aber bedeutend mehr: 12 auf der Bühne und über 1000 (es war ausverkauft!) im Zuschau­er­raum. Was geboten wurde, war ein Misch­masch aus vielen Musikrichtungen (Klezmer, Folk…) - fröhliche, tanzbare Musik. Ent­sprech­end gut war auch die Stimmung. RaiMer

 

REVOLVER IM KLAVIER

04. - 05.05., Markthalle

Ein Gangster-Musical aus Hamburgs 20ern mit Happy End. 12 Sänger/Schauspieler, da­runter Jessy Martens (23) als Nacht­club­säng­er­in Paula, Christopher Noodt (Ohr­booten) als Pianist Franz und Sascha Gluth (Störtebeker Festspiele) als ame­rika­ni­scher Gangsterboss James Dolan. Begleitet von einer 10-köpfigen Band, mit All­round-Bläser Matthias Clasen. Ein Erzähler führ­te durch die Story um Geld, kommunistische Rotfrontkämpfer und Liebe.        Ina Breckwoldt

4TH HAMBURG SURFFESTIVAL

12.-15.05., Goldbekkanal u.a.

Zur Eröffnung wurde die Europapremiere des Surffilms „First Love“ in den Zeise-Kinos ge­zeigt. Darauf folgte der Surfcontest „King of the Küste“ im Snowdome Bispingen. Am Abend wurde im Terrace Hill mit der Ham­burger Electro-Größe Dirty Dis­co Youth abgefeiert. Das Wochenende ging im Gold­­bek­haus mit vielen (nicht ganz wasser­fes­ten!) Aktionen weiter. Beim Tarp-Surfing und Stand-Up Padling konnten sich Groß und Klein selbst versuchen…                 Jasmin Sarwoko   



JOHNNY WINTER

05.05., Fabrik

Die Granate lieferte die Vorband - Hundred Seventy Split sagt wohl kaum jemanden etwas. Auf die Bühne kamen aber alte Be­kannte: Leo Lyons und Joe Gooch (Ten Years After) bildeten mit einem jüngeren
Schlagzeuger ein high energy Blues / Rock Power-Trio! Johnny Winter (66) musste leider auf einem Stuhl sitzend spielen - er lieferte aber trotz seiner offensichtlichen Ge­brechlichkeit ein gutes Konzert ab!
       RaiMer




BUDDY WHITTINGTON

11.05., Downtown Bluesclub

Bekannt durch sein Engagement bei John Mayalls Bluesbrakers gab Buddy Whit­tington mit seiner eigenen Band ein mit­tel­prächtig besuchtes Konzert. Für den Mu­sik­freund ein echter Leckerbissen - es gab zwei Stunden ehrlichen, handgemachten Blues ohne Schnick-Schnack. Klasse!              RaiMer




TARJA TURUNEN

13.05., Große Freiheit 36

Als Tarja im Rahmen ihrer „What Lies Be­neath“-Tour Station in Hamburg machte, war Metal-Großkampftag angesagt. Zwei her­vor­ragende Begleitbands - Markize und Le­a­ves´ Eyes - brachten das Publikum auf Be­triebstemperatur. Tarja begann mit neuen Stück­en ihrer dritten Solo-CD. Spä­testens mit den bekannteren Titeln hat­te sie den Saal komplett hinter sich. Mit diesem Konzert trat die 33-jährige wohl endgültig aus dem Ni­ghtwish-Schatten heraus!            RaiMer




STREET MAG SHOW

14. - 15.05., Heiligengeistfeld

Fast 2.000 chromglänzende Cadillacs, Mus­cle Cars, Hot Rods, Lowrider und röhrende Harleys protz­ten Stoßstange an Stoßstange um die Wette. Während auf der großen Show­bühne die bes­ten Modelle prämiert wur­den, tummelten sich unter den Besuchern zahlreiche Pin-Ups und Rockabillys. Die heißen Girls funktionierten das Meeting auf­grund des wechselhaften Wetters auch gleich zum Carwash um…                             Stefanie Ohl 




DAVID HUHN

17.05., Lilli Su

Farina Pätz eröffnete den Abend mit ge­fühl­­vollen Songs. Das Publikum quetschte sich nur wenige Zen­ti­meter vor ihr, weil im­mer mehr Gäs­te ins Café kamen. Der Singer-Songwriter David Huhn („Hätt Ich Doch“) überzeugte mit wundervollen bekannten und neuen Songs. Größtenteils Liebeslieder zum Träumen, und zum Nachdenken. Als Zugabe improvisierten David und Farina nach zwei Stunden einen plattdeutschen Klassiker.                   Ina Breckwoldt

STACEY KENT
19.5., Fabrik
Oben geschlossen, unten bestuhlt, der Raum locker gefüllt - typische Jazzatmosphäre, bei Stacey (43, „Raconte-Moi“) mit ihren vier Mitstreitern. Knapp zwei Stunden jazziger Chanson, teils sehr leise, sehr differenziert - schön!
RaiMer


DAVID GARRETT

21.5., o2 World Hamburg
Ca. 10.000 Fans wollten die Show des sym­pa­thischen Turbo-Geigers sehen. Sie beka­men viel geboten: Pyrotechnische Effekte, Konfettikanonen, Hebevorrichtungen - und neben der Technik auch viel "menschliches". Nette Stories zwischen den Stücken oder direkter Kontakt mit den Fans (der 30-jährige setzte sich Geige-spielend in den Zuschauer­raum). Die Musik - Bolero, Sorbas Dance, Medley aus Michael Jackson-Stücken - ein Gemischtwaren­la­den, in dem jeder etwas finden konnte.
RaiMer

 


PETER MAFFAY

22.5., Freiluftbühne Bad Segeberg
Hatten die Zuschauer am Vortag noch Kai­ser­wetter, kam pünktlich als die Show be­gin­nen sollte ein kräftiger Schauer. Ein richtiger Motorradfreak fährt bei jedem Wetter - also kam Peter mit einer Harley den Zuschauer­raum hinunter auf die Bühne gefahren. Der Star und die 11.000 Zuschauer im Mistwetter vereint - beste Voraussetzung für einen tollen Abend. Und das wurde er auch: Maffay spielte mit Symphonie Orchester eine ähnliche Setlist wie im letz­ten Jahr - aber viel spontaner: Man neckte sich auf der Bühne (Pascal Kravetz spielte das "falsche" Riff), Peter performte „Über 7 Brücken" mit einem Jungen aus dem Pub­likum und schenkte ihm seine rote Gitarre - sehr menschlich, sehr emotional, klasse!
RaiMer






DICK BRAVE & THE BACKBEATS
24.5., Gruenspan

Ausverkauft, überfüllt, stickig, klasse Show! Das Konzert begann mit einem Video, wie es gelang Dick Brave in der kanadischen Einöde aufzuspüren und zur Rückkehr auf die Bühne zu bewegen. Dick gab alles - völlig durchgeschwitzt mit akrobatischem Oberarmstand und integrierter Rolle auf dem Klavier zum Besten - musikalisch ging`s von Chuck Berry bis Michael Jackson in bester 50er-Jahre-Manier. Knapp zwei Stunden Sauna! RaiMer


ELBJAZZ
27. + 28.5., Blohm &
Voss u.a.
Die überdachten Spielorte waren gut besucht, während sich vor den Freiluftbühnen überwiegend Regenschirme zeigten. Musikalische Leckerbissen gab`s reichlich. Mein Favorit waren Nighthawks, die ein Superkonzert auf der Blohm&Voss - Hauptbühne ablieferten!
RaiMer


MADISON BOW
28.5., Bierstein Ahrensburg

Einst erfolgreich an der Stormarn Schule gestartet, verflogen sich „die ersten Rockmusiker Schleswig  Holsteins“, später in alle Richtungen der Welt, aus denen sie nun, nach 20 Jahren, für ein vorerst einziges intimes Reunion-Konzert zurückkamen. Julle Ahrens (Bass, Voc.), Matti Klatt (Voc.., Git.), Hans-Jürgen „Wauwie“ Hynding (Voc., Git.), Bernd „Bimbo“ Knispel (Key), Ben „Mucker“ Ahrens (Drums) und „Käptn Kaos“ Klaus Schulz (Git, Voc.), der mit genialen Soli begeisterte und die Truppe zusammenzuhalten schien. Bei harmonischer, fast familiärer Klassentreffen-Stimmung wurden die legendären Ur-Mitglieder im ausverkauften Bierstein bis in die Nacht gefeiert. Was an Übung fehlte, wurde durch gute Laune ausgeglichen. Es wurde getanzt, gejubelt, gesungen und eine Zugabe nach der anderen gefordert. Bei zeitlos genialen Cover-Versionen von Blues-Rock Klassikern wie„Heartbreaker“ oder „Just A Littlle Bit“ sowie eigenen Songs, wie „Showman“ von Klaus Schulz warfen selbst Lahme ihre Krücken weg, um das wohl herzlichste Comeback aller Zeiten zu feiern. Ein riesen Erfolg, an den die Ur-Ahrensburger hoffentlich bald anknüpfen.
EddyMatzner



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