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30 SECONDS TO MARS (0210)

 

Man sagt, Was dich nicht umbringt, macht dich stärker, und 30 Seconds To Mars wissen das. 2008 begann für die Band eine auszehrende Schlacht mit ihrer Plattenfirma EMI von der sie auf Grund eines angeblichen Vertragsbruchs auf die wahnsinnige Summe von 30 Millionen Dollar verklagt wurden. Für einen Moment sah es so aus, als würde das heiß erwartete dritte Album niemals zustande kommen, aber wie Frontmann und Stehauf-Männchen Jared Leto schon zuvor erklärt hat, liegt es nicht in der Natur des Trios, sich still und leise zu verdrücken. Auch wenn dies sicherlich einfacherer gewesen wäre. 30 Seconds To Mars, die zu dieser schweren Zeit von bösen Zungen auch 30 Millions To Mars genannt wurden, waren bereit, sich ihren Weg zu erkämpfen.

Jared: „Es hat uns noch weiter angetrieben und uns enger miteinander und der Musik verschweißt. Wenn du in eine Ecke gedrängt bist, kämpfst Du umso stärker. Und so haben wir uns tatsächlich oft gefühlt. Es gab Tage an denen wir gar nicht an den drohenden EMI Prozess gedacht haben und dann wieder solche, an denen uns das Ganze total ausgezehrt hat. Es war ein langer Prozess und wir hatten noch nie zuvor so eine Schlacht zu kämpfen.“

Glücklicherweise wurde der Konflikt gelöst und sie blieben ein Teil der Virgin/EMI Familie.

„Wir waren als Band an einen Punkt gelangt, an dem wir das Gefühl hatten, dass sie unsere Bedenken genug ausgeräumt hatten, so dass wir weitermachen konnten. Wir haben um Gerechtigkeit gekämpft und fest an das geglaubt, für das wir gekämpft haben. Ich denke, dass sie das letztendlich verstanden und eingesehen haben. Es gibt Zeiten, in denen man Krieg führen muss und Zeiten, in denen es Frieden geben muss und wir befinden uns nun in einer Zeit des Friedens. Zeitweise wussten wir nicht, ob das Album überhaupt erscheinen wird. Wir dachten: Werden wir jetzt gestoppt? Wird es eine Art Unterlassungsverfügung geben? Was wäre, wenn wir verloren hätten? Wir hätten denen 30 Millionen Dollar geschuldet. Was wäre dann passiert? All diese Sachen schwirrten in unseren Köpfen herum, aber wir blieben fest dabei für das zu kämpfen, an das wir glauben und ich denke, das ist ein wichtiger Bestandteil dieses Albums, so der 38-jährige Sänger und Gitarrist, der sich mit Bruder/ 30STM-Schlagzeuger Shannon ein Haus in den Hollywood Hills teilt. Das erste, das er je gekauft hat. Denn auch hier setzen die, seit 2005 fast durchgehen tourenden, Letos auf Beständigkeit. Vielleicht gerade, weil sie mit Mutter Constance, die sie schon früh zu Rockkonzerten und künstlerischen Vorführungen mitnahm, eine herumreisende Kindheit durchlebten. Von Lousiana zu einen Kommune in Colorade, nach Brazilien und Alaska. Ihr Vater fehlte und sie waren essensmarken-arm, so Jared. Wir sind nicht mit G.I. Joe im Fernsehen aufgewachsen, wir trommelten auf Töpfen und Dosen und spielten auf Gitarren, die den Hippie-Freunden unserer Mutter gehörten. Wir sind in dem Glauben aufgewachsen, Künstler zu sein, ergänzt Shannon.

Da Jared, Shannon, und Gitarrist Tomo Milicevic trotz allem stets aufs Schärfste entschlossen waren, scheint es, als habe ihr Kampf aus dem wirklichen Leben sie in ihrer Kreativität nur noch bestärkt.

Die komplette Story im OXMOX 02/10!



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