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THOMAS JENSEN - EXKLUSIV



FASTER, HARDER, LOUDER, WACKEN!

 

Im Gespräch mit Thomas Jensen 

 

Seit Thomas Jensen (44) und Holger Hübner (44) vor über 20 Jahren aus einer Bierlaune heraus ihr Metal-Festival ins Leben riefen, ist in dem kleinen Ort bei Itzehohe nichts mehr so, wie es einmal war…

 

1990 ging das erste Wacken Open Air mit knapp 800 Besuchern über die Bühne - heute ist das Festival mit 75.000 Besuchern seit Monaten ausverkauft. Erschreckt dich diese gewaltige Entwicklung?

 

Nein, mich erschreckt höchstens mit wie viel Naivität wir vor 21 Jahren angefangen haben, als der ganze Wahnsinn seinen Lauf nahm: Ich trat als Bassist mit meiner damaligen Band Skyline auf, und Holger legte im Anschluss als DJ auf. Irgendwann hatten wir die Idee, ein Open-Air-Konzert zu organisier­en. Beim ersten Wacken-Festival spielte ich mit meiner Band und zapfte nebenbei Bier…

 

Welche Wacken-Bands gehören in diesem Jahr zu deinen persönlichen Highlights?

 

Natürlich ist es großartig Iron Maiden, die neben Metallica wohl die größte Metal-Band überhaupt sind, ein zweites Mal ver­pflich­ten zu können. Aber auch eine Band wie Orphaned Land, die eine ganz beson­dere Metal-Musik verkörpert, ist ein absolu­t­es Highlight. Mich begeistert in diesem Jahr, dass wir einen unglaubliche Bandbreite an unterschiedlichen Bands auf dem Acker ha­ben. Vom 70ies Pionier Alice Cooper über Mötley Crüe, die in den Staaten Stadien füllen, bis hin zu der eher düsteren Fraktion wie Endstille oder Immortal.

 

Wie verbringst du das Festival?

 

Viel laufen! Im Ernst, mittlerweile haben wir ein Top-Team an allen Position aufgebaut, so dass neben vielen Interviews auch noch Zeit bleibt, mit dem ein oder anderen Künstler zu schnacken. Das geht selbstverständlich nur, wenn alles läuft - wenn es schwierig wird, ist das Produktionsbüro unser Platz.

 

Was war dein verrücktestes Wacken-Er­leb­nis?

 

In den letzten 21 Jahren ist natürlich viel pas­siert, viel verrücktes, viel schönes und auch viele absurde Sachen. Bei uns haben schon Fans auf der Bühne geheiratet. Es kommen auch jedes Jahr die Headbanker, eine Grup­pe Bankangestellter aus dem Raum Lever­kusen…

 

Sind noch Wacken-Wünsche für die Zu­kun­ft offen?

 

Klar! Gerade die jungen Bands, die wir über den Metal Battle und die Wacken Foun­da­tion fördern, wünsche ich mir irgend­wann ein­mal auf den großen Bühnen. Wir ha­ben gerade das 20. Jubiläum hinter uns. Ziel ist es, die 50 voll zu machen ;o)

 

Wie belohnst du dich nach dem Festival?

Für uns ist Wacken im August noch nicht vor­bei. Frühestens im September ist an Ur­laub zu denken. Den verbringe ich dann ganz entspannt mit Sonne, einem guten Buch, leck­erem Essen und ganz viel Ruhe!



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