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Der unsterbliche „King Of Pop"
Für Fans wird dieses Weihnachten ein Fest - die zahlreichen postumen Veröffentlich-
ungen sind so bunt, wie das Leben des wohl „größten Künstlers der Welt“: Das neue Album „Michael“ wird..


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ASTRA STUBE -
Der Soul Train rollt weiter
(Ausgabe 03/10)

Die Sternbrücke an der Ecke Stresemannstraße / Max-Brauer-Allee ist die angesagteste Kreuzung der Stadt. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der lebhafte Knotenpunkt zwischen St. Pauli und Altona das Zuhause einer bunten Subkultur. Wo sich die Hauptstraßen kreuzen und der Bahnverkehr rattert, zog vor zwölf Jahren das Fundbureau als erster Club in die Kasematten unter den Gleisen - gefolgt von der winzigen Astra Stube und dem coolen Waagenbau. Rund 2000 Musik- und Partyfreunde lockt die lauteste Kreuzung Hamburgs jedes Wochenende mit einem bunten Kultur-Programm - und wäre dabei fast selbst überrollt worden…
„Seit die Astra Stube existiert, gibt es eine Klausel im Mietvertrag, die besagt dass die Bahn jederzeit die bauliche Substanz überprüfen darf. 2009 war im Gespräch, die Statik der Sternbrücke zu überarbeiten - und tatsächlich flog uns (sowie dem Waagenbau und Fundbureau) im Sommer die Kündigung zum Jahresende ins Haus“, erinnert sich Bruno, der neben seinem Germanistik- und Geschichtsstudium seit fast drei Jahren für die Pferdestall Kultur GmbH tätig ist. „Es war klar, dass irgendwann eine Sanierung kommen würde. Dennoch hat uns die Entwicklung überrascht und kam vor allem sehr kurzfristig. Mit einem Planungshorizont von einem halben Jahr Ausweichlocations für drei Clubs zu finden - das ist Unmöglich! Entsprechend haben wir mit dem Fundbureau und Waagenbau versucht, eine gemeinsame Lösung zu finden: Wir haben bei Gremien vorgesprochen und mit Bahnvertretern diskutiert. Von politischer Ebene gab es relativ schnell ein positives Feedback - wozu auch die verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit beigetragen hat. Das Hamburger Clubsterben ist aktueller denn je. Dadurch war bereits eine gewisse Sensibilität bei den entsprechenden Zielgruppen vorhanden. Es gab diverse Internet-Plattformen, Unterschriftenaktionen und sogar einen Flashmob auf dem Rathausmarkt. So richtig Lust hatte die Bahn dann wohl auch nicht, den Schwarzen Peter zu spielen: Die Verlängerung der Mietverträge bis Ende 2013 ist durch!“

Und das wird gefeiert: An sechs Tagen lädt der Sternbrückenclub zu einem Festival, das einen Querschnitt durch das Programm der 50 Quadratmeter großen Live-Location bietet. Von der Konzertreihe „Songs & Whispers“ am 30. März, über den coolen Disco-Abend am 1. April, die legendäre „Silly Walks Selection“ am folgenden Tag, oder den Club „All You Can Dance“, der am 3. April die Stroboskope flackern lässt. Ihren Abschluss findet die Feierwoche am Ostersonntag und -montag mit nationaler und internationaler Live-Musik (u.a. Faraday, Many Arms, Mimas, Satan The Van). „Die Stube ist sehr speziell - besonders was das Programm angeht“, erklärt Christian, der in Lüneburg Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Musik studiert hat, dort u.a. das Lunatic Festival mitbegründete und seit 2008 das Booking-Team im Pferdestall leitet. „Was das angeht, ist unser Team ziemlich mutig - wir suchen sehr gezielt aus, welche Bands wir spielen lassen möchten und gehen nicht davon aus, dass der Laden 30x im Monat ausverkauft wird.“ Mit Eintrittspreisen, die bei Konzerten um die 6 Euro liegen, platzt der kleine Laden, mit seiner auf die Strasse gerichteten Bühne, häufig aus allen Nähten. „Dazu fällt mir Jan Delay ein, der sagt, dass die Astra Stube für ihn einer der soulfullsten Orte Hamgburgs ist.“ Nicht umsonst setzte der Chefstyler der Stube mit dem Cover seines aktuellen Albums „Wir Kinder Vom Bahnhof Soul“ ein Denkmal. Und auch Regisseur Fatih Akin machte die rettungslose Kneipenromantik unter der Sternbrücke zum Gaststar in seinem Heimatfilm „Soul Kitchen“. Ein Astra kostet hier übrigens 2,20 Euro…
Astra Stube
Max-Brauer-Allee 200
www.astra-stube.de
Who-is-who: Die Pferdestall Kultur GmbH
PKG existiert seit 2003 und ging aus einer Kulturinitiative hervor, die die Errichtung eines Kulturzentrums im sog. Pferdestall am Allendeplatz 1 verfolgte. Nach Erfahrung mit Großevents (u.a. Campus Open-Air) eröffnete das Team um Geschäftsführer Falk Hocquel 2004 das Kultur-Cafe Pony-Bar, und 2005 die Kunstgalerie 14 Dioptrien. 2006 übernahm der Pferdestall die Astra-Stube und eröffnete das Kulturhaus III&70. Pro Jahr werden in diesen Locations über 800 Veranstaltungen realisiert.

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