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Fucking massive! - MACHINE HEAD

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 13.01.2012
Story >>

Benannt nach einer Laune des auf Platz 11 der "Sexiest People In Rock" ge­wählten Sängers Robb Flynn - entgegen der landläufigen Meinung der Bandname stamme vom gleichnamigen Werk der britischen Hard­­­rocker Deep Purple ab - veröffent­lich­en Machine Head 1994 ihr Debütalbum „Burn My Eyes“, das einschlägt wie die sprich­­wörtliche Bombe. Schnell avancieren die jungen Nachwuchs-Metaller unter dem Begriff Neo-Trash zu Trendsettern ihres Gen­res. Während die Platte als bestverkauftes De­büt des Labels in die Geschichte eingeht, droht Frontmann Flynn eben jenes selbst zu tun: Mit Glück überlebt der gebürtige Law­rence Matthew Cardine (der Name Ro­bert Flynn kommt von seinen Adoptiveltern, die ihn im Alter von sechs Monaten zu sich nahmen) eine Überdosis Heroin.

Mit einer erfolgreichen Tour im Rücken, soll 1996 im Zeichen des zweiten Albums stehen. Leider läuft nicht alles wie geplant. Gestohlene Instrumente, auf mysteri­öse Weise gelöschte Stimm- und Gitarren­spuren sowie ein unglücklicher Autounfall von Drummer Dave McClain, dessen zer­trüm­mer­tes Knie ihn für Monate arbeitsun­fähig macht, verzögern das Erscheinen von „The More Things Change“ (1997). Dafür chartet die Platte erneut und glänzt auf der Limited Edition mit Cover­ver­sio­nen von Ice T und Discharge. Auf ein neues Hoch folgt ein weiteres Tief: Während der umfassenden Tour zum Album kommt es bei Flynn zu ersten Problemen mit Alkohol, Drogen und Bulimie - die ihn später in eine Therapie zwingen. 

 

 

Nach mehr als 200 Konzerten weltweit geht die Band - den Schrecken der vergangenen Monate noch im Hinterkopf - 1998 wieder ins Studio, um den dritten Long­player „The Burning Red“ einzuspielen. Das ein Jahr später veröffentlichte Album stößt nicht überall auf Gegenliebe, und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, einige HipHop-Elemente zu viel zu verwenden - was der Güte der Scheibe keinen Abbruch tut. Generell lassen sich Machine Head nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen. Weitläufig werden sie dem Thrash Metal zugeschrieben - als Anhaltspunkte hierfür gelten die Einflüsse des Bay Area-Thrash der 80er Jahre (Metallica, Exodus oder Tes­ta­ment), sowie das schnelle Riffing und der besondere Gesang. Die Einordnung in ein bestimmtes Subgenre hat für die Band­mit­glieder selbst kaum eine Bedeutung: „Grundsätzlich haben wir Spaß daran, ein hundertprozentiges Metalalbum zu schreiben. Nicht diesen oder jenen Metal oder was für Metalstile es da draußen gibt. Es ist einfach Metal!“, äußert McClain.


Nach ausgedehnten Touren be­gin­nen Machine Head Anfang des neuen Jahr­tausends mit der Arbeit am vierten Album „Supercharger“. Trotz einiger Nu Metal-An­klänge kracht die Scheibe 2001 mit einer gesunden Härte aus den Boxen. Es folgt die erste Live-CD „Hellalive“, deren Name ein Fan auf der Homepage der Band vorschlug - und dafür im Booklet zur CD vermerkt wur­de. Während die Gruppe den rasanten Erfolg genießt, kämpft Robert Flynn weiter mit seinen Dämonen: Zwischenzeitlich wird sich der 1968 geborene Kalifornier darüber klar, dass sein Alkohol- und Drogenkonsum lang­sam aber sicher aus dem Ruder läuft und unter­zieht sich einer weiteren Therapie. Diese erweist sich als ausgesprochen wirkungsvoll - positiv gestimmt macht man sich an die Ar­beit für das nächste Album. Doch die Zeiten sind hart - der Plattenvertrag ist ausgelaufen und so recht will kein anderes Label an­beißen. Zwischenzeitlich spielt Robb sogar mit dem Gedanken, bei
Drowning Pool als Sänger einzusteigen. Schließlich erscheint  „Through The Ashes Of Empires“ 2003 -  und macht Machine Head so erfolgreich, wie nie zuvor! Neben den Shows bei Rock Am Ring und Rock im Park stehen sie als Headliner auf der Bühne des Rock Hard Festivals und spielen zusammen mit Sepultura auf dem ersten, großen Open Air in Dubai.


Waren die Songs des Vorgängers schon relativ lang, so stellen die Nummern des 2007 veröffentlichten Albums alles in den Schatten: „
The Blackening nennt sich das neueste Werk der Band aus San Fran­cisco. Von acht Titeln knacken zwei die 10-Minuten-Marke! Nach dem Release ihres Grammy-nominierten Meisterwerks spielen die Metal-Helden mehr als 300 Shows, auf denen sie sich die Bühne u.a. mit Metallica, Slipknot, Slayer und Mari­lyn Manson teilen. Jüngst pflügten die vier Kalifornier die Felder des legendären Wack­en Festivals um, wo sie als Headliner vor 85.000 Menschen spielten. Jetzt kehren Ma­chine Head für ein von OXMOX prä­sen­tiertes Konzert nach Deutsch­land zurück und haben am 26. Januar in der Grossen Freiheit 36 drei harte Brocken im Gepäck: Hate­breed, Bleeding Throu­gh und All Shall Perish werden sich im Rahmen der „The Black Procession“-Tour mit den Headlinern die Bühne teilen. „It`s going to be fucking massive!“, freut sich Robb Flynn, der in­zwischen verheiratete Vater zweier Söhne. Für alle Fans wird es die letzte Chance, Machine Head nochmal in vol­ler Power zu erleben, bevor sich die Band ins Stu­dio zurückzieht, um an ihrem nächsten Trash-Metal-Kracher zu zaubern. In der tur­bu­lenten Geschichte der unkaputtbaren Aus­nahme-Rocker muss es einfach mit Magie zugehen…                                                            Stefanie Ohl


 machinehead1.com

Zuletzt geändert am: 13.01.2012 um 14:27:12

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