Lupe
+++ Alle Festivals im neuen OXMOX +++ Leser-Report: Lebenslänglich - Das wurde aus meiner Kleinanzeige +++ HAMBURG BANDCONTEST: Das wurde aus den Siegern 2011 +++ Exklusiv-Interview mit Käthe im neuen OXMOX +++ Cartoon: Didi & Stulle im neuen OXMOX +++ Serie Club-Special: Grüner Jäger +++ Film des Monats: Marley +++ Kleinanzeigendschungel im neuen OXMOX +++ rund 7.000 Termine im neuen OXMOX +++ Alle Flohmärkte +++ Top neue CDs +++ Der Gastro-Führer ist da! +++


 

 



DAS NEUE OXMOX IST DA!!!


HAMBURG GEHT US! 
DER GROßE GASTRO-GUIDE. NEU!!!


UPDTAE - DEUTSCHLANS EINZIGES
KULTUR-MAGAZIN MIT SATIRE-TEIL



UNI-EXTRA: HAMBURGS STUDI-MAG
IN KOOP MIT DEM ASTA




HAMBURG BANDCONTEST 2012
JETZT BEWERBEN!!!

 

 

Mittelmeer-Feeling in St. Georg

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 13.01.2012
Story >>

O’Pote

 

 

 

Seit sieben Jahren ist Toni Zargaran selbstständig und widmet sich ganz der Bewirtung seiner Gäste. „Vorher war ich gegenüber bei Casa Nostra angestellt. Jetzt arbeite ich nicht mehr für andere, sondern für mich selbst.“, strahlt er. Ein Italiener, der auch anders kann. Zu den italienischen Spezialitäten kommen portugiesische hinzu. Ebenso international ist die Kundschaft. „Die Gastronomen leben hier vom Tourismus. Im Sommer ist die Stimmung am besten. Auch sonst ist diese Ecke immer lebendig und jeder entspannt. Abgesehen von der Bürokratie. Wenn jemand einen Stuhl meldet, der um x Zentimeter falsch steht, kommt gleich jemand von der Behörde. Und ab 23 Uhr müssen wir unsere Gäste hochscheuchen um die Tische reinzuräumen. Das war schon schlimmer, die DEHOGA hat vor kurzem immerhin diese eine Stunde mehr für uns rausgehandelt.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Lange Reihe 83

 

 

 

 

 

 

 

Eiscafé Triboli

 

 

 

„Ich bin schon viel zu lange in Deutschland“, platzt es gleich zu Anfang aus dem gemütlichen Herrn Triboli, stolzem Eisdielenbesitzer, heraus. „Man kommt hierher, macht Familie, macht Kinder, und nun bleibt man eben.“ Nach inzwischen 11 Jahren hat er sich in Deutschland eingelebt. „Die Menschen in St. Georg sind gemischt und funktionieren toll zusammen, es gibt keinen Streit, keine Probleme und keinen Rassismus. Dieses Viertel ist eine Stadt in der Stadt, in welche die Leute gezielt kommen, weil das Zentrum um 20 Uhr dicht macht.“ Und in der man es sich bequem machen kann, denn Konkurrenz hat er keine. „Hier kam mal ein amerikanischer Mitbewerber vorbei, der sich als „Konkurrent“ vorstellte. Nach einem Jahr war die Kette wieder weg.“ Ein Lob an die große Auswahl und angemessene Preise. Auch im Winter läuft das Geschäft unter dreimonatiger Vermietung an einen Kunstverein gut. „Zwanzig Künstler stellen hier ihre Werke zur Schau und zum Verkauf. Die Aktion ist beliebt und die Künstler stehen Schlange für einen Platz.“

 

 

 

 

Lange Reihe 47 

 

Casa Nostra

Tamin Ahrad Nagschbandi ist nicht unbedingt der Name, den man dem Eigentümer eines italienischen Restaurants zuschreiben würde. Tatsächlich hat dieser das Casa Nostra als bereits dritter Besitzer übernommen. Einziger Italiener des großräumigen Lokals ist der hoch gewachsene Maurizio, der vor 20 Jahren aus Stuttgart hergezogen ist. Viel mehr erfahren wir jedoch nicht über ihn, die Gäste rufen. Eine kleine Anekdote kann er uns trotzdem bieten: „Vor ein paar Jahren kam überraschend Liza Minelli zu uns und machte kurzerhand den kompletten Laden dicht. Sie blieb bis morgens um 4. Das Beeindruckenste an diesem Erlebnis waren die Massen an Bodyguards, die sie allein zum Essen gehen um sich scharte.“ Neben Schauspielern und anderen Prominenten kommen viele normale Leute, um das Angebot zu genießen. Das kann man mittags schon ab 4,90€ tun.

 

Lange Reihe 62

 

 

 

 

Vagueira

 

Mit 12 Jahren kam er aus Portugal nach Deutschland, mit 16 zog er von zuhause aus und kämpfte sich alleine durch. Als gelernter Speditionskaufmann ging Joel Valente (28) für ein Jahr nach Amerika und arbeitete ab dem Tag seiner Ankunft als Filialmanager in der Restaurantkette seines Onkels. Nach elf Jahren eifrigen Sparens folgte dann endlich die lang ersehnte Eröffnung des Restaurants in der Langen Reihe, welches der Self-made Man liebevoll von Hand auf selbst renoviert. „Leider bin ich nur Pächter. Vor kurzem stand der Laden zum Verkauf, doch bevor ich zuschlagen konnte, wurde er hinter meinem Rücken schon wieder an andere gegeben.“ Ein harter Schlag, über den ihn die Planung eines Projekts in Portugal hinweg tröstet. Von seinen Heimatreisen bringt er den Gästen landestypische Weine mit, die es in Deutschland nur hier gibt. Dazu werden in dem gemütlichen Familienunternehmen hauptsächlich portugiesische Gerichte und Snacks geboten.

 

 

 

 

Lange Reihe

 

Bella Roma

 

 

 

In theoretisch perfekter Lage liegt seit 1997 das Restaurant Bella Roma. „Auf der riesigen Baustelle zwischen uns und dem Real-Markt soll eine Bürofläche für den Einzelhandel entstehen. Jetzt kommen auch schon hauptsächlich Geschäftsleute  in der Mittagspause oder abends hierher, bei Fertigstellung wären es noch mehr. Das bleibt aber erstmal ein Traum. Das Gebäude sollte schon fertig sein, aber seit dem Abriss ist hier nichts mehr passiert.“ Bei 5,90 für ein Gericht und einen Softdrink nach Wahl zur Mittagszeit.

Adenauerallee 46

 

 

 

 

Frau Möller 

 

Alles andere als südländisch wird in diesem rustikalen Örtchen gekocht. Abends quillt in der bestbesuchten Kneipe der Langen Reihe bei Hausmannskost das Leben aus allen Ecken. Argument genug für uns, den Grund dafür in der Mittagspause zu ertesten. Zwischen Holz, Billardtisch und tropfenden Kerzen auf grünen Milchglasflaschen bestellen wir das, was die Speisekarte dominiert: Bratkartoffeln. Sofort wird klar, warum auf diesen Renner gesetzt wird. Kross und kartoffelig mit Schinken und Zwiebeln und Würze wie bei Mutti, dazu wahlweise das saftigzarte Kotelett für nur 5,90€. Den Großteil der Gerichte wie Croques, Salate, belegte Brote und warme Kleinigkeiten bekommt man hier für ein Fünfeuroscheinchen. Auf den Hund gekommen ist übrigens die Belegschaft kurz vor der Eröffnung in den 70ern: Wauwaudame des Besitzers, Frau Möller, stellte großzügig ihren Namen zur Verfügung

 

 

 

Lange Reihe 96

 

 

 

 

Trattoria da Giovanni

 

 

 

 

Familiär ist ohne Frage dieses kuschelige Restaurant, das sich in einer Seitenstraße des Steindamms versteckt. „Durch den Laden haben mein Mann und ich schon viele Freundschaften geschlossen. Neben den Stamm- und Messegästen kommen hauptsächlich Touristen aus England, Australien und aus Teilen Deutschlands zu uns. Man erkennt sie wieder und freut sich, wenn jemand nach drei Jahren erneut vor einem sitzt. Einige greifen sogar zum Telefon und kündigen uns ihren Besuch an, damit wir abends was unternehmen können. Schöne Urlaubsangebote gibt es da natürlich auch.“ Woanders leben möchte Beate (47) aber nicht, höchstens als Rentnerin mit ihrem Mann in seiner alten Heimat, Italien. „Giovanni habe ich vor ca 30 Jahren importiert“, scherzt sie. „Seit 5 Jahren sind wir selbstständig, er am Herd und ich hier vorne zur Betreuung der Gäste.“ Zum Fototermin wird Giovanni (47) schnell herbeigeklingelt. Erster Satz, den er stolz an uns richtet: „Wir zwei sind seit 28 Jahren zusammen, hat sie das schon erzählt?“ Na, bei so viel Idyll speist man doch gerne.

 

 

 

Pulverteich 18

 

 

 

 

Casa Romana

 

 

 

Gerade mal seit Mitte Februar gibt es den neuen Italiener Anfang der langen Reihe. Bedient wird man hier unter anderem von Roy. Als gebürtiger Engländer aus Southhall mit indischen Eltern hat er nun Deutschland zu seiner Wahlheimat erklärt. Er selbst wohnt in Rahlstedt und findet auch St Georg wegen den unterschiedlichen, stets gut gelaunten Leuten faszinierend. Seinen Arbeitsplatz schätzt er wegen der schönen Atmosphäre, die durch die riesige, helle Fensterfront entsteht. „So Licht durchflutet und gut sichtbar ist kein anderes Restaurant der Langen Reihe.“, meint er. Reizvoll klingen auch die große Weinauswahl und der Mittagstisch mit Kalbsfleischgerichten und Safran-Risotto.

Lange Reihe 12a

 

 

 

 

La Famiglia 

 

Inhaber Antonio Fillipone kam mit 19 Jahren aus Kalabrien nach Deutschland und führt den italienischen Familienbetrieb seit 1975 und steht mit seiner Frau Sara noch selbst am Herd. Sohn Giovanni hilft Papa bei der freundlichen Bedienung. Die liebevolle Inneneinrichtung sowie die herzliche Begrüßung laden schon beim Eintreten zum Wohlfühlen ein. Kein Wunder also, dass das Ristorante stets gut besucht ist und eine Auszeichnung von der Initiative zum Schutz der authentischen, regionalen italienischen Küche erhielt.

 

 

 

Böckmannstraße 14

 

 

 

 

 

Interessantes in St Georg:

 

 

 

 

 

An- und Verkauf

 

 

Neugierig gehen wir in den ersten An- und Verkaufladen, von denen vor allem die Gegend um den Hansaplatz bevölkert ist. Vor einem Interview besteht hier eine gewisse Scheu… oder Angst? Also gehen wir schon weniger neugierig in den Zweiten. Und den Dritten. Und den Vierten. Und den Fünften… Irgendwas macht hier irgendwer falsch.

 

 

 

 

Pharmacie Internationale

 

Die Apotheke am Hauptbahnhof ist ein Zulauf für Einheimische und Touristen. Ausschlaggebend dafür sind die freundlichen Angestellten aus allen Teilen der Welt mit entsprechenden Sprachkenntnissen. Afghanistan, Türkei, Vietnam, Russland, Portugal, Togo und Nigeria sind unter anderem vertreten. Neben den alltäglicheren Kunden sind auch Prostituierte und Drogenabhängige oft gesehen. „Es ist viel spannender hier als in anderen Apotheken zu arbeiten, da zu uns, von normal bis extrem schräg, jeder kommt. Bisher ist aber zum Glück noch nichts Schlimmes passiert, abgesehen von gelegentlichen Schreiattacken.“ erzählt die sympathische Sarah (36) aus Ghana. „Natürlich ist es anfangs gewöhnungsbedürftig, wenn Typen Riesenkondome bestellen um damit zu prahlen. Aber nach 10 Jahren hier ist man bei so was nicht mehr verlegen.“ Mit vier Jahren kam sie nach Deutschland, begann später die MTA-Schule, brach sie ab und machte ihre Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen-Assistentin. „Mir ist plötzlich aufgefallen, dass ich keine fremden Menschen anfassen mag. Hier in der Apotheke ist der Tresen dazwischen.“, gesteht sie mit breitem Lächeln. 

 

 

Adenauerallee 1

 

 

 

 

Seventh Heaven

 

 

Von der Brötchentheke vor das Dildoregal: „Egal, was man verkauft. Es geht immer um das Produkt, nicht um dich selbst.“, erläutert Frau Rohde gut gelaunt ihre Einstellung zum Arbeitsplatzwechsel in einen Sexshop. „Da ich nach vielen Jahren Berufserfahrung ein gutes Gespür für Menschen, ihre Bedürfnisse sowie Befindlichkeiten habe und schon immer gut verkaufen konnte, wurde ich hier angeworben. Zuerst noch in der alten Filiale neben dem Penny am Steindamm, die jetzt mit einer weiteren zu diesem neuen Geschäft zusammengelegt wurde. Dadurch haben wir endlich Platz, als einziger Shop des Steindamms zusätzlich zu Kino, Stoffwäsche und Kabinenlandschaft eine Fetisch-Ecke anbieten zu können. Für die oberen Stockwerke gibt es auch schon Pläne, wie zum Beispiel eine Sauna. Mehr wird aber noch nicht verraten.“ Höchstes Ziel ist, dass sie Kunden das Geschäft glücklich verlassen, selbst wenn gerade nichts für sie dabei war. Ausnahmen bestätigen die Regel: „Wenn jemand herkommt und Illegales verlangt, renne ich der Person auch auf die Straße nach und schreie „Kinderschänder“ Davon abgesehen denke ich aber nicht darüber nach, wer was warum kauft. Was ist schon normal?“ 

Steindamm 24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterwegs getroffen:

 

 

Der 18. März bringt die lang ersehnten warmen Temperaturen und Sonnenschein in die Hansestadt. Gut gelaunte Menschen tummeln sich auf den Straßen St. Georgs. Für uns ein Grund mal ein paar anzusprechen und zu fragen was sie hier gerade machen…

 

 

 

 

 

Marc Florian (22):

„Ich wohne hier in St. Georg und bin auf dem Sprung, um noch ein paar Sachen zu besorgen.“

 

 

 

 

Kathrin (24) und Nathalie (24):

 

„Wir wollen heute noch die Pop-Life Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle bestaunen.“

 

 

 

 

Antonio (35):

 

 

„Bei dem schönen Wetter war ich gerade noch Frühstücken und warte nun auf meinen Bus.“

  

Sergo (22):

 

 

„Eigentlich war ich gerade auf dem Weg zum Friseur, überlege aber das gute Wetter noch ein bisschen auszunutzen.“

 

 

 

 

Joschka (25): 

 

 

„Ich komme gerade aus der TU Harburg, wo ich die unverständliche Technikvorlesung eines Freundes besucht habe.“

 

 

 

 

Uteg (22): 

 

 

„Ich bin gerade auf dem Weg zum Supermarkt, ein paar Sachen einkaufen.“

 

 

 

 

Maren (29):

 

 

„Mit meinem Fahrrad schlendere ich gerade durch die Lange Reihe und gehe gleich mit einer Freundin Kaffee  trinken.“

 

 

 

Kathrin (23) und Franzi (24): 

 

 

„Das Wetter muss genutzt werden, deshalb gehen wir gleich gemütlich Kaffee trinken. Nebenbei haben wir gerade auch noch ein Paket abgeholt.“

Zuletzt geändert am: 13.01.2012 um 15:22:58

Zurück