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MOTUS - Elektro Popkultur

Story >>

Motus, das sind Frontmann Arne Tödt (28), Rhythmusmaschine Nils Zim­mer­mann (23) und Klampfer Robin Ko­witz (29). Seit einem Jahr arbeiten die OXMOX HAMBURG BAND­CONTEST-Ge­winner an ihrer Vision, „elektronische Musik als ebenso aus­drucks­vollen Stil wie Rock oder Klassik stark zu machen“. Dabei hatte vor drei Jahren alles ganz anders an­gefangen: Im Duo mit Keyboarder Mike widmete sich Arne den rein elektronischen Klängen von Keyboard, Synthesizer und Co. „Man ver­steckt sich hinter einem Haufen technischer Gerätschaften und verwirklicht sein Kopfkino. Ich gestehe, dass ich mich erst öffnen musste.“ Dies geschieht, als sich Nils der Band anschließt und den Sound mit seinem druckvollen Schlagzeugspiel opti­miert. Ein erstes Repertoire wird aus­ge­arbeitet und Motus sammeln Live-Erfahrung - bis Keyboarder Mike die Band verlässt. „Das war ein herber Rückschlag. Wir haben überlegt, wie wir die Lücke füllen können und kamen darauf, dass eine Gitarre ein neues kreatives Input für die Melodie-Elemente und die Büh­ne wäre. Robin war ein echter Glücks­griff!“ Dabei musste sich der Müns­ter­aner erst mit den elektronischen Klang­wän­den an­freunden. „Ich komme aus der Hard­rock-Ecke. Dream Theater sind bei mir ganz weit oben - von dem Gitarrenstil habe ich mir eine Menge abgeguckt.“ „Das war bei mir ge­nau­so“, ergänzt Nils, der mit den Rock­ern von deva erste Banderfahrung sam­melte und schlag­zeug­technisch von Ma­chi­ne Head be­einflusst wurde. „Nils und Robin haben mich mit ihren Ideen und Einflüssen zum Um­denk­en gebracht“, so Arne, der seine Wurzeln im Synthie-Pop der 80er und 90er (Erasure, Depeche Mode) sieht.

 


 

 

                                                                                                                         „Wir wollen zusammengeklatschen Soundmüll vermeiden!“

 

 


 

 

 

Packende Gesangsmelodien, ergreifende At­mos­phären und treibende Grooves - als vierter „Mann“ des Hamburger Trios fungiert die Elektonik, die den Motus-Sound kom­plett macht. Ihren ersten Titel „Leave“ haben die HAMBURG BAND­CONTEST Ge­win­ner auf dem Sampler „Elektrisch²!“ ver­öf­fent­licht. Seit 2008 ist auch die Debüt-EP „Light“ über diverse On­line­plattformen er­hältlich. Besonders live entfaltet das musi­ka­lische Spektrum des Elektro Pop-Trios seine ganze Wucht: In den Fußstapfen großer Helden, wie z.B. Muse, nehmen Arne, Nils und Robin die Bühne ein und erweisen sich als leiden­schaft­liche Performer mit Mut zur großen Geste. Höchste Zeit, die Öffent­lichkeit daran teil­haben zu lassen!

 

Der HAMBURG BAND­CON­TEST ist mir schon länger ein Begriff. Als ich Ende 2007 nach Hamburg gezogen bin, dachte ich: Jetzt machst du da mal mit!“, erinnert sich der gebürtige Bielefelder Nils. „Der Wettbewerb war aufregend für uns. Wir haben viele positive Erfahrungen ge­sam­melt und eine Menge gelernt. Wenn ich nur an das minutiöse Timing denke. Oh mein Gott!“, lacht Robin, der aus einer Musikerfamilie stammt. „Dadurch, dass das Publikum neben der Jury abstimmt, mussten wir anfangs ganz schön die Kurbel drehen - und haben im Endeffekt viele neue Leute dazugewonnen! Das hat sich irgendwann verselbstständigt, und plötzlich waren in der nächsten Runde auch die Freunde der Freunde der Freunde da, die sich von der musikalischen Vielfalt und Qualität haben überzeugen lassen. Ich fand es jedenfalls noch nie so leicht Karten zu verkaufen, wie für das Finale!“, lacht Nils.  

 

 

Das Span­nende waren für mich besonders die wechselnden Bühnen­situ­ati­onen. Vom Ku­kuun über den Ballroom bis zur Markt­halle. Auf der weitläufigen Bühne zu stehen, mit Lichteffekten, Nebelmaschine und vor großem Publikum - das war schon krass! Wir haben einen kleinen Proberaum oben am Flughafen. Dort haben wir versucht, uns auf die Situation vor­zu­bereiten. Was auf den wenigen Quadrat­metern sehr lustig war!“ In Zukunft wollen sich die Trockenakrobaten „nicht auf unseren Loorbeeren aus­ruh­en. Wir möch­ten neue Aufnahmen machen, die ab­bilden wie wir live klingen. Viele, die nur unsere Musik kennen, können sich nicht vorstellen, wie wir live funktionieren“, erklärt Arne, der u.a. Stu­dio­erfahrung als Sänger einer Produktion für die deutsche Synthie Pop-Band And One („Krieger“) sammelte.

 

 

 

 

 

 

 

 

„Bei uns geht alles durch drei Filter…“

 


Und was machen die Drei, wenn sie sich nicht „für mehr Niveau und Stil in der Pop­kultur“ einsetzen? Robin kommt aus Müns­ter und lebt seit zwei Jahren in Ham­burg. „Da gibt es die Jovel Music Hall von Steffi Stephan (Panik­orchester). Dass er beim HAM­BURG-BAND­CONTEST in der Jury saß, war ein toller Zufall!“ Wenn der 29-jährige nicht gerade im Schweinske arbeitet, besteigt er 3000er Berge in den Dolomiten. Nils kommt aus dem flachen Bielefeld, lebt seit 2007 in Hamburg und hat Arne bereits am zweiten Tag in der Stadt kennengelernt. „Ich hatte eine neue Band, noch bevor ich eine neue Woh­nung hatte“, lacht das 23­jährige Bandküken. Der sportliche Schlag­zeu­­ger stu­diert im 5. Semester Biologie und Spanisch auf Lehramt - was sich auf der Bandhomepage motustheband.com nieder­schlägt, die auf Deutsch, Englisch und Spanisch verfügbar ist! Bleibt noch der blondgelockte Motus-Motor Arne, dem schon in frühen Jahren Karrieretauglichkeit beschei­nigt wurde. „Wenn es nach meiner Gesangslehrerin gegangen wäre, wär ich klassischer Sänger geworden“, lacht der ge­bürtige Schweriner, der zu Schulzeiten in einer Beatles-Band aktiv war. „Ich habe Geschichte und Jura studiert, und arbeite als Online-Redakteur. Nebenbei versuche ich Stadt­läufe zu absolvieren - ein Halb-Marathon ist mein nächstes Ziel!“. Bleibt eine Frage offen: Sind die sympathischen Sieger noch zu haben? „Prinzipiell ja!“ Angebote nimmt die OXMOX-Redaktion entgegen…                                                         Stefanie Ohl

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