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PIASTA

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 13.01.2012
Uni >>

International Welcome Week
Dieses Semester vom 4.10-8.10.2011 Damit ihr perfekt ins Studium startet, laden wir alle StudienanfängerInnen zur International Welcome Week (IWW) ein. Auch zum Start des Wintersemesters 2011/12 organisiert das PIASTA-Team ein vielseitiges Programm, bei dem ihr Hamburg und die Universität kennenlernen, alle wichtigen Informationen rund um die Themen Studium und Leben in Hamburg erhalten und Eure MitstudentInnen kennenlernt. In der International Welcome Week wichtigsten Anlaufstationen und Kontakte an der Universität kennenzulernen und Hamburg zu entdecken. So könnt ihr mit Spaß und ohne Stress ins Studium starten! Anmeldung: Da wir oft viel mehr Interessenten als Plätzen haben, solltet ihr Euch für die Veranstaltungen der IWW möglichst frühzeitig anmelden. Die Anmeldung für die IWW ist seit dem 26.09. für die meisten Kurse online möglich – einfach auf die Veranstaltung klicken. Für die Freizeitveranstaltungen mit Selbstbeteiligung ist leider keine Online-Reservierung möglich. Anmeldung und Ticketverkauf: 04.10. – 07.10., 12–17 Uhr im Café International (Rothenbaumchaussee 36, 20148  Hamburg, in Raum 08 im Erdgeschoss) Ein neues Zertifikat für Studierende der Universität Hamburg - Certificate Intercultural Competence Experience – Knowledge – Awareness (CIC) wird ab dem Wintersemester eingeführt. Es ist ein extracurriculares Angebot der Universität Hamburg und wird Studierenden ausgestellt, die sich in besonderem Maße mit interkulturellen Themen beschäftigen.

Es besteht aus vier Bausteinen, von denen mindestens drei absolviert werden sollen und umfasst ein interkulturelles Training sowie die Teilnahme an Sprachkursen, international ausgerichteten Lehrveranstaltungen, internationale Erfahrung und interkulturelles Engagement. Das Zertifikat kann von deutschen und internationalen Studierenden der Universität Hamburg erworben werden. In der Einführungsphase, die im WS 2011/2012 startet zunächst von Bachelor-Studierenden der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft und den Fachbereichen Sprache Literatur und Medien (SLM I + II).

Warum sollte ich es machen?

Es macht Spaß. Wer sich interkulturell einbringt, gestaltet sein Leben spannender. Zudem ist es eine Anerkennung für interkulturelles Engagement und eine zusätzliche Auszeichnung für Studierende. Und auch für die Bewerbung ist es sinnvoll seine Softskills wie interkulturelle Kompetenz zu belegen.

Angebote für Promovierende der
Universität Hamburg

PIASTA bietet ein abwechslungsreiches Programm für Studierende und deutsche sowie internationale Promovierende an. Das PIASTA-Promotionsteam bietet Infos, Beratung, Training und Coaching sowie Freizeitangebote für Promovierende und Interessierte der Universität Hamburg an. Promotions-Wichtig ist der interkulturelle und interdisziplinäre Austausch von Promovierenden aller Fakultäten. Sei es beim Computerkurs „LaTeX for Beginners“, beim Infoabend „Rund um die Finanzierung“, beim Workshop „Wie manage ich das Projekt Promotion erfolgreich?“ oder beim gemeinsamen Theaterbesuch. www. u n i - h ambu rg . d e / p romot i on International Welcome Week - dieses Semester vom 4.10-8.10.2011

Text: Julia Rath





















HALLO DEUTSCHLAND



Vera Makarenko

Die ehemalige PIASTA-Stipendiatin und UNI-EXTRARedakteurin Vera Makarenko erzählt von ihren Erfahrungen im Ausland. Vera Makarenko (24) aus Sotschi/Russland hat 2010 das Leistungsstipendium für internationale Studierende der Universität Hamburg erhalten und bei PIASTA mitgewirkt.

Warum ein Auslandsstudium?
Ich hatte immer Interesse an anderen Kulturen und Sprachen. Zu meinen Schulzeiten besuchte ich eine Klasse mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen. Dann fing mein Anglistikstudium  an der Uni in Sotschi an. Ich hatte ein paar Brieffreunde aus Westeuropa und wollte unbedingt Erfahrungen im Ausland machen. Meine Wahl fiel auf Deutschland, weil die Bedingungen für Studenten hier im Vergleich zu anderen Ländern besonders gut sind.


Wie hattest Du Dir Deutschland vorgestellt?
Mir war klar, dass Deutschland ein Verwaltungsdschungel ist. Ich habe mir ein demokratisches Land vorgestellt, das eine Frau an der Regierungsspitze hat. Leider ist meine Heimat weit davon entfernt. Demokratische Prinzipien werden oft umgangen. Auch wenn die Kluft zwischen Arm und Reich ein globales Problem ist, hat sie in Russland bereits extreme Größen erreicht.


Was ist für Dich „typisch Deutsch“, was „typisch Russisch“?
Modern Talking, Romy Schneider, Karl Lagerfeld, Märchen der Gebrüder Grimm, Currywurst... Typisch Russisch sind für mich der Rote Platz, Juri Gagarin, Belka und Strelka, die Staatliche Universität Moskau, die Masleniza- Woche (Butterwoche)…


Wie war die erste Zeit hier?
Ich habe in einem Studentenwohnheim in Essen/NRW gelebt. Auf meiner Etage wohnten ca. 25 weitere Studenten. Kein einziger Deutscher war darunter. Viele kamen aus China, Russland, aus der Türkei, Ukraine... Vormittags habe ich einen Deutschkurs besucht und abends erforschte ich chinesische, afrikanische und türkische Kochkünste in  der gemeinsamen Küche. Damals habe ich
Gerichte wie Schweinefleisch in Karamell und gebratene Bananen probiert. So habe ich Deutsch gelernt (lacht). Als mein Sprachkurs nach einem Jahr zu Ende war, habe ich mich um einen Studienplatz im Fach Germanistik an mehreren Unis beworben. Am Schönsten fand ich Hamburg.


Was für Schwierigkeiten gab es?

Zuerst war die Verständigung mit Menschen wegen fehlender Deutschkenntnisse sehr schwierig. Wenn ich versucht habe, zum Beispiel im Supermarkt etwas auf Englisch zu fragen, hat mich meistens keiner richtig verstanden. Oft habe ich mich in der Stadt verloren, bin an falschen Haltestellen ausgestiegen oder habe mich in einen falschen Bus gesetzt. Es hat damals trotzdem richtig Spaß gemacht.  Abgesehen von Problemen mit der Wohnungssuche (die hier viele haben) gibt es heute keine großen Schwierigkeiten für mich.


Wer hat Dir besonders geholfen?

Meine Familie hilft mir sehr viel, auch finanziell. Ich habe hier sehr gute Freunde gefunden, die mich mit Rat und Tat unterstützen.

Welche Tipps hast Du für internationale
Studierende?

Sehr wichtig ist Deutsch zu lernen und Termine bei der Bewerbung an der Uni einzuhalten. Man sollte sich im Vorfeld über Fristen für die Bewerbung, Prüfungen und Veranstaltungen informieren.


Wie sind Deine Erfahrungen bei PIASTA?

Im Rahmen meines Stipendiums bei PIASTA habe ich viele spannende Freizeit- und Kulturveranstaltungen besucht und mitgestaltet. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, mit denen man nützliche Tipps rund um das Studium und Leben hier austauschen kann. Ich denke, dass das PIASTA-Team eine sehr gute Beratung anbietet und den international Studierenden hilft, sich hier wohlzufühlen.






BYE, BYE BRASILIEN



Damares Zimmermann

„Nicht aufgeben!“ ist das Motto von Damares Zimmermann (23) aus Brasilien, die an der Uni Hamburg BWL studiert und vor Kurzem ihr Bachelor-Studium absolviert hat. Sie hat viel Erfahrung mit der PIASTA-Organisation: 2010-2011 war sie bei PIASTA als Stipendiatin und Tutorin für BWL tätig. Heute ist sie akademische Mitarbeiterin dort und erzählt UNI-EXTRA von ihrem Leben in Deutschland und ihrer Tätigkeit bei PIASTA.


Wie bist Du auf die Idee gekommen,
auszuwandern?
Ich wollte ein Auslandssemester machen und habe mich besonders für Deutschland und die Schweiz interessiert. Schon in meiner Heimat konnte ich Deutsch sprechen, da meine Großeltern aus Deutschland kommen und bei uns zu Hause viel Deutsch gesprochen wird. Mit dem Studium hat`s in Deutschland besser als in der Schweiz geklappt und so bin ich mit 19 hergekommen.


Wie haben deine Eltern reagiert?
Meine Mutter hat mich von Anfang an ermutigt. Mein Vater war zuerst dagegen und meinte, ich sei zu jung dafür. Aber nachher hat er mich auch unterstützt.


Wie hattest Du Dir Deutschland vorgestellt?
Ich dachte, dass hier vieles nach starren Vorschriften abläuft. In meinen Vorstellungen war Deutschland ein Land mit stark ausgeprägter Bürokratie, und auch ein sehr gut organisiertes Land... im Gegensatz zu Brasilien (lacht). Diese Erwartungen haben sich dann bestätigt.

Was ist für Dich „typisch Deutsch“?
Dass Leute ziemlich zurückhaltend sind. Mit der deutschen Kultur verbinde ich Sachen wie Berge, Schnee, Milka-Schokolade, Bier, Dirndl und das Oktoberfest natürlich. Auch hohe und sichere Technologie wie Flugzeuge und Schiffe.


Und „typisch Brasilianisch“?
Z. B. Gelassenheit. Leute halten ihre Termine nicht an. Auch Freundlichkeit ist für Brasilianer kennzeichnend, andererseits auch Oberflächlichkeit. Auch wenn Menschen sehr freundlich sind, sind sie sehr wettbewerbsorientiert.  Sie arbeiten viel und versuchen sich zu beweisen. Mit der brasilianischen Kultur assoziiere ich Karneval, unseren letzten Präsidenten Lula, Gisele Bündchen, Ronaldo


Wie war Deine erste Zeit hier?
Mein erstes Jahr hier habe ich in einer netten Familie als Au-pair gearbeitet und einen Deutschkurs besucht. Anschließend habe ich mich um einen Studienplatz im Fachbereich BWL beworben.


Was für Schwierigkeiten gab es bei
Deiner Bewerbung?

Es war nicht leicht. In Brasilien hatte ich das BWL-Studium bereits angefangen und wollte es hier fortsetzen. Für die Anrechnung meiner Studienzeit in der Heimat brauchte ich eine Übersetzung aller Studienpapiere aus Brasilien und das waren 100 Seiten Text auf Portugiesisch. Eine Übersetzerin war viel zu teuer für mich, denn das hätte ca. 2.000 – 2.500 Euro gekostet. Also habe ich meine Dokumente selbst übersetzt. Am Anfang wurde ich abgelehnt. Dagegen habe ich Widerspruch eingereicht und einen Monat am Semesteranfang verpasst. Mir wurde noch kein Studienplatz und kein STINEAccount zugeteilt, wo alle Veranstaltungen verzeichnet sind, die ich besuchen muss. Das heißt, ich wusste nicht, welche Kurse ich belegen muss. So lief der erste Monat meines Studiums. Ich habe viele Freunde gefunden, auch wenn ich am Anfang niemanden hier kannte. Mit Wohnung und Visum hatte ich auch kein Problem. Nur mit der Jobsuche ist es nicht einfach hier.


Wer hat Dir besonders geholfen?

Bei meiner Bewerbung an der Uni hat mir die Studienkoordinatorin für BWL, Frau Zimmermann sehr geholfen und viel Rat und nützliche Tipps gegeben. Dafür bin ich ihr sehr dankbar. Meine Gastfamilie hat mich sehr viel unterstützt, auch finanziell, wenn es mal eng wurde.


Wie war es auf Deutsch zu studieren?

Ich hatte keine großen Schwierigkeiten mit der Sprache, bevor ich angefangen habe zu studieren. Die Fachbegriffe in der Uni kannte ich natürlich überhaupt nicht. Zwar konnte ich mich gut mit Menschen verständigen, aber ich hatte Schwierigkeiten mit Mentalität und Bürokratie, mit strengen Vorschriften an den Behörden und der Uni.


Welche Tipps hast Du für international
Studierende?

Fleißig Deutsch lernen, denn sonst kommt man nicht weiter. Sie sollten alle Angebote annehmen: Sprachkurse, Freunde aus Deutschland suchen, PIASTA-Veranstaltungen besuchen.


Wie sind Deine PIASTA-Erfahrungen?
Dort habe ich ganz viele nette Menschen kennengelernt. Das Besondere ist, dass sich ausländische sowie deutsche Studierende engagieren und ihr Interesse für andere Kulturen zeigen. PIASTA ist die einzige Stelle an der Uni, die Interkulturalität fördert. Da kriegt jeder Hilfe. Man ist dort gut aufgehoben und bekommt kompetente Beratung, denn die Mitarbeiter wissen, dass ausländische Studierende andere Sorgen haben als die deutschen. Ich denke, PIASTA hat ein tolles Team. Die Mitarbeiter sind freundlich, offen und immer hilfsbereit. Sie wissen, was sie tun.








 

Zuletzt geändert am: 13.01.2012 um 10:16:19

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