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RIHANNA

Story >>

Im Alter von 15 Jahren gründete Rihanna zusammen mit zwei Klassenkam­era­dinnen eine Band und stattete dem New Yorker Produzenten Evan Rogers während seines Karibikurlaubs einen Be­such ab. „Von der Minute an, als Rihanna den Raum betrat war es, als würden die anderen beiden Mäd­chen nicht existieren“, erinnert sich dieser und nimmt vier Songs mit dem jungen Ge­sangs­talent auf. Über ein Jahr zieht sich dieser Prozess, denn Rihanna geht vorbild­lich weiter zur Schule (hier wird sie 2004 zur Miss Combermere School gewählt) und nur in den Ferien ins Studio. Das fertige Demo findet den Weg zum bekannten Def Jam-Label, und in die Hände von Produzent (und Beyoncé-Ehe­mann) Jay-Z, der das junge Talent sechs weit­eren Interessenten vor der Nase weg­schnappt. Nach einer Zusam­men­arbeit mit Rapper Memphis Bleek („The One“) de­bütiert Rihanna im August 2005 mit ihrem Album „Music Of The Sun“, welches sich bereits in der ersten Woche 69.000 Mal verkauft. Unge­bremst legt das angehende It-Girl ein halbes Jahr später die nächste Platte vor, „A Girl Like Me“. Diese erreicht Goldstatus in Deutsch­land, während die Single-Aus­kopp­lungen „Unfaithful“ und der Partyknüller „SOS“ direkt auf Platz 1 der Singlecharts springen.

Neben dem bahnbrechenden Er­folg unken auch böse Stimmen, die die Säng­erin lediglich als Beyoncé Knowles-Duplikat abtun. Tatsächlich inspirierte ein TV-Auftritt der Gruppe Destiny’s Child die Barba­die­r­in zum Start ihrer Karriere, die sie als Idol genau so schätzt wie beispiels­weise Mariah Carey, Madonna oder Jan­et Jackson. Letztere ist für sie „...eine der ersten weib­lichen Popikonen, zu der ich mich verbunden fühlte.“ Mit Vorbildern, wie der Nipplegate-Protagonistin, kommt der ange­streb­te Image­wechsel von der braven Kari­bik­exotin zur punkigen Fashion-Ikone im Zuge des dritten Albums „Good Girl Gone Bad“ nicht un­erwartet. Die CD und dazugehörige Tour sind ein voller Erfolg. Während Kritiker von zu berechenbarer Möchte-gern-Sexiness sal­ba­dern, sprechen die Fakten eine andere Sprache: Die Dance-Auskopplung „Umbrel­la“ hält sich zehn Wochen auf Platz 1 der UK-Charts und löst damit Wet Wet Wet’s Single „Love Is All Around“ als „longest-running number-one single“ ab

Souverän gelingt es Rihanna, ihr­en Erfolg und den damit einhergehenden Zeit­druck mit der Liebe unter einen Hut zu bringen. Nach anfänglichem Desinteresse lässt sie sich schließlich auf R’n’B Sänger Chris Brown („Run It!“) ein - ein Fehler, wie sich später herausstellt. Ihn bezeichnet sie als ihre erste große Liebe, in der Öf­fent­lichkeit können die beiden die Finger nicht vonein­an­der lassen. Alles scheint perfekt, bis unerwar­tet der gemeinsame Grammy-Auf­tritt im Feb­ruar 2009 abgesagt wird. Ein Streit im Auto der beiden eskaliert - Brown schlägt und beißt zu! Alarmierte Nachbarn rufen die Polizei und nehmen Fotos von der misshandelten Sängerin auf, die den 21-jährigen vor Gericht als schuldig ausweisen und ihn 50.000$ sowie die Beziehung kosten.

 Das Erlebte ver­arbeitet Ri­han­na mit einer Flucht nach vorne: Auf ihrem vierten Album „Rated R“ zeigt sie sich von einer neuen, ungewohnt aggres­siv­en Seite. „Never a failure, always a lesson“ (z.dt. es gibt keine Fehler, nur Lektionen) hat sie sich in Spiegelschrift unter das Brustbein stechen lassen, um sich mit jedem Blick in den Spiegel daran zu erinnern. Damit zieren nun schon 13 dezent platzierte Bilder ihren Körper. „Ich bin fasziniert von Tattoos. Das ist eine eigene Kultur und ich studiere sie“, gesteht die selbst­be­ken­nende Körperkunst­süch­tige, die bereits spon­tan selbst zur Nadel griff, um dem Täto­wier­er ihres Vertrauens kleine R`s und Regenschirme zu verpassen. Der Sternenschauer auf ihrem Rücken und die Drachenklaue an ihrer Hand, die ein Beweis der Freundschaft zwischen ihr und Chris Brown waren, teilt sie mit ihm. Auch das „Shhh...“ auf ihrem rechten Mittelfinger tragen neben ihr noch Lily Allen und Lind­say Lohan. Mit dem Arabischen Schrift­zug „Freiheit ist Gott“ an der Seite des Brust­korbs demonstriert sie ihre tiefe Glaubens­ver­­bun­denheit. Für Sittenwächter gilt Ri­han­na dennoch als ein schlechtes Vorbild - nicht zu letzt wegen ihrer knappen Outfits. Krit­ische Stimmen sind für die hübsche Säng­erin nichts Neues. Schon in der Schule wurde sie aufgrund ihrer helleren Hautfarbe gehän­selt.


Heute sieht die Situation anders aus: Barbados ist stolz, sich mit einem internationalen Superstar rühmen zu können. Der 21. Februar wurde zum nationalen Fei­er­tag, dem Rihanna Day erklärt - und mit ihm die junge Künstlerin zur Botschafterin für Kultur und Jugend. Diese Ehrerbietung beruht auf Gegenseitigkeit - Rihanna setzt sich geschickt für das Marketing der Insel ein. Darüber hinaus gründet sie 2006 ihre Believe Foundation für unheilbar kranke Kinder, unterstützt die Aktionen Fashion Against AIDS sowie Stand Up To Cancer und modelt zum guten Zweck u.a. für Gucci. Neben diesem ehrenamtlichen Engagement findet Rihanna immer Zeit, sich um ihre Fans zu kümmern: Am 1. Mai kommt Ham­burg in den Genuss, den trend­sicheren Vamp für ein von OXMOX präsen­tier­tes Konzert live zu erleben. Hits wie „Russian Roulette“ oder „Pon De Replay“ versprechen einen mehr als unter­halt­samen Abend in der neuen O2 World (Ex-Color Line Arena)!

                                                                                                                             SaM


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