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Hamburgs großes Studi-Mag bietet Informationen rund ums Studentenleben von A bis Z. Außerdem erfahrt Ihr Neues vom ASta, wo man am Besten frühstücken kann und welche neuen Bücher es gibt.
Der unsterbliche „King Of Pop"
Für Fans wird dieses Weihnachten ein Fest - die zahlreichen postumen Veröffentlich-
ungen sind so bunt, wie das Leben des wohl „größten Künstlers der Welt“: Das neue Album „Michael“ wird..



UPDTAE - DEUTSCHLANS EINZIGES
KULTUR-MAGAZIN MIT SATIRE-TEIL

UNI-EXTRA: HAMBURGS STUDI-MAG
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RUBEN COSSANI |
| Veröffentlicht von Administrator (admin) am 13.01.2012 |
Dem Goldenen Zeitalter des Pop haben sich Michel van Dyke (48), Konrad Wissmann (25) und Leo Lazar (24) seit ihrer Bandgründung 2007 verschrieben. Der Produzent und die Multiinstrumentalisten traten mit dem Debütalbum „Tägliche Landschaft“ in die großen Fußstapfen legendärer Beat-Gruppen wie The Beach Boys („California Girls“) oder The Walker Brothers („The Sun Ain`t Gonna Shine Anymore“), und trafen mit ihren beseelten Popsongs den Nerv der Zeit. „Ich denke nicht, dass die 60ies ein Revival feiern - das ist einfach Musik, die überlebt hat“, erklärt Konrad und beobachtet das Treiben im Eimsbütteler Straßencafé Gloria. Auch auf Ruben Cossanis` zweitem Album („Alles Auf Einmal“) liefern original Rickenbacker-Instrumente (Anm. die halb-akustischen Gitarren wurden in den 60ern durch die Beatles berühmt.) und perfekter Satzgesang den Soundtrack zum Lebensgefühl: „Das Feuer, das die Kulturrevolution der 60er ausgelöst hat, hält in der Popmusik bis heute an!“ „Ein Mann muss nicht tun, was ein Mann tun muss, doch er tut es trotzdem.“ Beim wöchentlichen Freizeitkicken Hamburger Musiker lernte der holländische Libero van Dyke den Linksaußen Konrad Wissmann und den quirligen Mittelfeldspieler Leo Lazar kennen: „Wir haben einen Kunstrasenplatz hinter der Kaifu. Hier kicken einmal die Woche solche Berühmtheiten wie Sasha, Mark Tavassol von Wir Sind Helden oder Simon Triebel von Juli.“ Nicht nur auf dem Platz stimmt das Ballverhältnis - im Studio treffen drei gleichberechtigte Lead-Stimmen auf ausgefeilte Arrangements voll überraschender Einsätze von Glockenspiel, Mandoline und Chembalo. „Als Multiinstrumentalisten können wir regelmäßig expandieren“, lacht Leo. Was nichts an der ursprünglichen Trio-Besetzung ändern soll. „Die meisten Bands bestehen aus Solosängern und Mietmusikern - häufig sind die Rollen sehr einfach verteilt, was die Musiker ersetzbar macht. Bei uns ist die gesamte Band der Sänger!“, lacht Michel. „Das war schon bei den Beatles so“, ergänzt der erklärte Fan von The Rutles, den sogenannten Pre Fabfour einer Monty Python-Parodie. „Ruben Cossani sind livehaftiger…“ Aufgenommen in Michels` Eimsbütteler Tonstudio schaffen die Songs der neuen Platte - den Titel wählten die Fans - den virtuosen Balanceakt zwischen Nostalgie und einer festen Verankerung im Hier und Jetzt. „Auf dem ersten Album war noch sehr viel programmiert. Der aktuelle Sound ist livehaftiger“, erklärt der niederländische Komponist. Hinzu kommen Texte, die zwischen sanfter Ironie und bittersüßer Poesie mit der Musik zu einem stimmigen Gesamtbild verschmelzen. Die Musik der frisch gekürten VDKD (Verband der deutschen Konzertdirektionen)-Preisträger ist eben „Alles Auf Einmal“: Charmant und witzig, handwerklich hervorragend und dabei äußerst entspannt. Das unterstreicht nicht zuletzt der selbstironische Dresscode mit Beatles-Anzügen und Rollkragenpullover. „Diese stille Sehnsucht nach den 60ern ist immer da - bei manchen Songs habe ich das Gefühl, jemand hätte sie damals geschrieben und bis heute in einer Schublade aufbewahrt. Das sollten wir auch machen - jetzt einen Song schreiben, den dann 50 Jahre zurückhalten und wenn es nur noch Piep-Piep-Musik gibt, groß damit rauskommen!“ „We Are The World´ im Stadtpark.“ Bevor die Cossanis ihre Songs in Schubladen verstecken, geht es auf Tour: Mit Kicker-Kollege und Pop-Charismatiker Sasha teilen sich Michel, Konrad und Leo am 20. September die Stadtpark-Bühne. „Wir waren schon einmal gemeinsam unterwegs. Am letzten Abend standen wir alle zusammen auf der Bühne. So richtig „We Are The World“-mäßig. Das war witzig, und das würden wir im Stadtpark gern wiederholen. Richtung Herbst wird es dann eine eigene Tour geben. Etwas Ähnliches wie im Club Atlantic können wir uns gut vorstellen. Da gab es übrigens eine geile Situation während der Probe. Udo Lindenberg kam rein und meinte: „Lasst euch nicht stören!“ Dann setzte er sich ans Schlagzeug und hämmerte drauflos. War gar nicht so einfach, sich davon nicht stören zu lassen…“ www.rubencossani.de - Die Stimmen von Ruben Cossani - Michel van Dyke - Geboren 1961 in den Niederlanden, arbeitet und lebt er seit 1985 in Hamburg - u.a. mit Felix De Luxe („Taxi Nach Paris“) in einer Wohngemeinschaft. Anfang der 90er tourte Michel als Solokünstler („Womanchild“) mit Oasis und den Simple Minds, und verhalf Echt („Wo Bist Du Jetzt?“) zum Sprung in die Charts. Er komponierte die Filmmusik für „Anatomie“ und „Crazy“. Ruben Cossani ist die erste Band des Niederländers, der am liebsten bei Wieckenberg im Eppendorfer Weg isst: „Da gibt es neue deutsche Küche auf zwei Sterne-Niveau!“ www.myspace.com/michelvandyke Konrad Wissmann - Der 25jährige Multiinstrumentalist, Sänger und Komponist absolvierte nach dem Abitur in seiner Heimatstadt Hamburg ein Gesangsstudium an der School Of Music und war bis 2007 Frontmann der Funk-Rockband Twain. Außerdem wirkte Konrad bei Franz Wittenbrinks Theaterprojekt „Café Amazonien“ im St. Pauli Theater mit. „Mein Lieblingsitaliener ist die Trattoria da Rocco in der Wohlwillstraße auf St. Pauli!“ www.myspace.com/ilovetwai Leo Lazar - Geboren in Frankfurt am Main und aufgewachsen in Kiel, wurde der 24-jährige Leonard Valentin Lazar 1997 Schlagzeuger des schleswig-holsteinischen Landesjugendorchesters. Bei „Jugend musiziert“ gewann er 2001 den ersten Preis. Leo studierte an der Hamburger School of Music und spielte u.a. als erster Schlagzeuger der HAMBURG-BANDCONTEST Gewinner Space Off. Er lebt in Ottensen und liebt den Portugiesen Ribatejo in der Bahrenfelder Straße. www.myspace.com/leonardvalentinlazar
Keine Parodie, vielmehr eine Hommage („Serge“) an den Französischen Chansonnier Serge Gainsbourg („Je T´Aime…“) zählt zu den Highlights der 14 neuen Songs. „Ich war zu jung um mitzusingen, doch alt genug um zu wissen, was mir entging“, singt Michel, während eine überirdische Orgel die Reminiszenz an einen der größten Skandale der Popgeschichte perfekt macht. „Gainsbourg hat 1969 eine Platte veröffentlicht, die „Année Érotique“ hieß und eine Anspielung auf die 69er Stellung war. Viele machen sich noch heute über das Gestöhne in dem Song lustig - aber ich hab das immer ernst genommen. Ein unglaublich schöner Titel mit einem intelligenten Text, der weit über das Porno-Niveau hinausgeht. Eine Französin hat mir das mal erklärt…“, schmunzelt der blonde Niederländer. Apropos freie Liebe: „Ich mag den flotten Vierer mit Annett am liebsten!“, spielt Lazar auf „Das Kann Man Nicht Vergleichen“ mit der Hamburgerin Annett Louisan („Teilzeithippie“) als Gastsängerin an.
Zuletzt geändert am: 13.01.2012 um 12:07:51
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