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Online oder stationär? Einkaufen im Jahr 2015

Der Online-Handel boomt – vor allem Smartphones, Spielekonsolen und Kleidung werden zunehmend im Internet gekauft. Da helfen oft Vergleichsportale, welche die günstigsten Anbieter in einer Übersicht zusammenstellen. Doch kann der Komfortfaktor der virtuellen Shops die Fachberatung im stationären Handel ablösen? Und sind Online-Angebote wirklich günstiger?

Das virtuelle XXL-Schaufenster

In der Innenstadt Hamburgs muss man schon eine Weile gehen, um das gesamte Warensortiment der Geschäfte in den Schaufenstern zu begutachten. Im Internet dagegen reicht meist ein Klick, um die gewünschten Produkte in einem Shop zu lokalisieren. Darüber hinaus locken Anbieter wie Rabattzauber.de mit Gutscheincodes für sämtliche Online-Shops – beim Erreichen eines bestimmten Bestellwertes wird der Preis für die Ware reduziert oder der virtuelle Einkaufswagen von Versandkosten befreit – Spritgeld, Parkgebühren und schlechtes Wetter können so umgangen werden.

Wechselspiel der Verkaufskanäle

Obgleich das Netz mit Internet-Ratgebern und zahlreichen Shops inzwischen zum alltäglichen Leben gehört und der Online-Kauf eine bequeme Variante zum Einzelhandel ist, hat eine Studie von Roland Berger und der ECE gezeigt, dass jeder Fünfte beide Verkaufskanäle nutzt, um am Ende die passende Ware zu finden. Viele stationäre Händler befürchten, dass sich das Kundenverhalten so entwickelt, dass man sich im Laden beraten lässt, um in Internet anschließend ein womöglich günstigeres Angebot zu finden. Doch laut der Studie nutzt die Mehrheit das Internet, um sich zu informieren, Preise zu vergleichen oder Waren zu reservieren, die sie dann im Laden kaufen. Grund dafür ist die fehlende Fachberatung im Netz, was besonders bei Waren wie neuen Turnschuhen oder Haushaltsgeräten zu einem Nachteil werden kann.

Ist das Internet günstiger?

Markenhändler und große Einkaufsketten nutzen innovative Verkaufsstrategien und vertreiben ihre Ware inzwischen auch im Internet – und steigen somit in das Online-Geschäft ein. Das Resultat: Egal, ob Kunden kaufen oder sich nur informieren, entsteht ein interner Gewinn. Kleine Läden mit individuellem Warenangebot oder Second-Hand-Shops feiern ohnehin ein Revival und sind auf das Internet nicht angewiesen. Doch Fachgeschäfte im Einzelhandel hingegen sind von der Entwicklung gefährdet, da große Portale ähnliche Waren in großer Menge anbieten. Auch Elektromärkte befürchten ein Verkaufstief, da besonders Handys, Tablets und Spielekonsolen den Ruf haben, im Internet zu günstigeren Preisen verkauft zu werden. Doch ist das wirklich so? Ein Hamburger Vergleichsportal hat rund 5000 Elektronikartikel aus dem Einzel- und Onlinehandel miteinander verglichen. Und tatsächlich sind im Netz Spielekonsolen zum Teil bis zu 20 Prozent, Handys bis zu zehn Prozent günstiger. Bei allen anderen Geräten wie Digitalkameras ist jedoch kein Unterschied auszumachen. Darüber hinaus birgt das Internet oft undurchsichtige Kostenfallen: Neue Handymodelle zum auffällig günstigen Preis werden nicht selten als Hehlerware identifiziert und der Kauf von B-Ware oder Gebrauchtartikeln ist grundsätzlich mit einem Risiko verbunden. Letztlich muss also jeder selber entscheiden, wo er sich beim Einkaufen am wohlsten fühlt.

Bild: © istock.com/PonyWang

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