Interview mit

Interview mit “Yesterday”-Regisseur Danny Boyle

11. Juli 2019

Paul und Ringo mochten die Idee.“

Er machte Ewan McGregor zum Junkie und Star (in „Trainspotting“). Dann ließ er Leonardo DiCaprio zum Hippie-Kiffer mutieren (in „The Beach“). Mit dem Melodram „Slumdog Millionaire“ holte Danny Boyle schließlich superlative acht Oscars. Der Brite beherrscht die Genre-Klaviatur bestens: Ob mit dem Zombie-Schauerstück „28 Days Later“, dem Science-Fiction „Sunrise“ oder dem Überlebensdrama eines verschütteten Wanderers in „127 Hours“. Nun präsentiert der Brite mit „Yesterday“ eine ziemlich verrückte Komödie: Ein junger Musiker wird mit Beatles-Songs berühmt – weil sich kein Mensch mehr an die berühmteste Pop-Band der Welt erinnert. Mit dem Regisseur unterhielt sich unser Mitarbeiter Dieter Oßwald.

Mister Boyle, wer in den 70er oder 80er Jahren aufwuchst, musste sich oft entscheiden: Beatles oder Stones? Stand diese Frage für Ihren Film auch zur Debatte?

Boyle: Die Stones sind düsterer als die Beatles, das hätte zur optimistischen Stimmung unseres Films nicht gepasst. Die Beatles zelebrieren das Leben und die Liebe, gleichzeitig gibt es in den Texten auch diese melancholische Komponente der poetischen Art – das würde man bei den Stones nicht finden.

Wie haben Sie die Beatles damals erlebt?

Boyle: Beim Durchbruch der Beatles war ich sieben Jahre alt. Wenn unsere Eltern die Songs auf dem Plattenspieler spielten, habe ich oben im Kinderzimmer mit meiner Zwillingsschwester die Beatles nachgemacht. Wie alle Mädchen damals, war sie völlig in Paul verknallt und hat dessen Part übernommen. Ich war natürlich John Lennon. Und unserer vierjährigen Schwester überließen wir den Rest der Band. Später war ich allerdings nie der ganz große Fan, mich haben mehr Bowie und Led Zeppelin begeistert. Da weiß ich von jeder Platte, wo und wann ich sie gekauft habe.

Welchen gesellschaftlichen Stellenwert haben die Beatles für Sie?

Boyle: Die Beatles haben die Welt verändert. Sie sagten, wir gehen nicht in eure Armee. Wir machen nicht die Jobs, die ihr uns vorschreibt. Wir leben lieber unser eigenes Leben, mit Liebe und Vergnügen. Die Beatles waren regelrecht besessen von der Idee des Friedens.

Wie sah die Zusammenarbeit mit den Beatles aus?

Boyle: Paul und Ringo mochten die Idee des Films und sie sahen keine Gefahr darin. Viel mehr Sorgen macht ihnen, wenn ihrer Musik auf den Webseiten irgendwelcher Politiker auftaucht. Nach dem sie ihre Zustimmung gaben, konnten wir mit den Rechteinhabern über das Geld verhandeln.

Was sagen die Beatles zu dem Film?

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Interview mit "Yesterday"-Regisseur Danny Boyle
[KS]
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