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Interview: Prof. Dr. Karina Reiss und Prof. Dr. Sucharit Bhakdi

Prof. Dr. rer. nat. Karina Reiss und ihr Ehemann Univ.-Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi stehen mit ihrem Buch „Corona Fehlalarm?“ seit Wochen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.

OXMOX-Herausgeber Klaus Schulz führte noch vor der Veröffentlichung des Buches ein exklusives Interview mit Sucharit Bhakdi.

Sie bringen jetzt auch gemeinsam mit ihrer Frau ein Buch heraus …

Das Witzige ist, dass das Buch noch gar nicht lieferbar ist (Liefertermin ist eigentlich 28. Juni). Aber das Buch erschien auf der Amazon Page und innerhalb von 24 Stunden hat es den ersten Rang von allen Amazon Büchern gemacht und war eine Woche lang Platz 1 der Amazon Bestseller. Dasselbe übrigens bei Thalia.

Aus Ihrer Sicht, was ist die Kernaussage dieses Buches?

Die Kernaussage dieses Buches ist, dass ein Killervirus-Spuk fast den Untergang dieser Gesellschaft, überhaupt vieler Nationen verursacht hat.

Also, der Untergang kann noch kommen …

Der Untergang kommt, aber nicht durch das Virus, sondern durch uns selbst. Ich habe ein erstes Video gemacht das mit dem Satz endete, dass all diese überbordenden Maßnahmen selbstzerstörerisch sind – kollektiver Selbstmord. Das ist das, was jetzt läuft. Die Selbstzerstörung wegen eines Killervirus-Spuks, der nicht existiert. Es ist das erstaunlichste Phänomen in der Geschichte der Menschheit.

War diese Erkenntnis der Antrieb für Sie überhaupt das Buch zu machen? Sie sind ja eigentlich schon im Ruhestand, sie müssten ja gar nicht so eine riesige Fleißarbeit auf sich nehmen.

Das ist korrekt. Es war einfach so, dass wir, ich und meine Frau Karina Reiss, die dieses Buch hauptsächlich geschrieben hat, die Situation nicht mehr ertragen konnten. Wir haben nicht ertragen, dass Dinge gemacht wurden, die wissenschaftlich nicht begründet waren und Maßnahmen verhängt wurden, die die Grundrechte der Menschen so begrenzt haben. Wir haben gemeint, dass das Ganze verfassungswidrig war und wollten darauf aufmerksam machen.

Denken Sie, das war ein Fehlalarm oder denken Sie, da ist doch etwas dran und das ist nur falsch gelaufen?

Wir sind natürlich sicher, dass es ein Fehlalarm war, sonst hätte ich nicht gesagt, dass das ein Spuk war. Aber wir wollten mit diesem Buch den anderen, die das nicht glauben, etwas in die Hand geben, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können. Ein Buch ist etwas Bleibendes und kann immer zur Hand genommen werden. Das Buch ist mit 200 Quellen versehen, deswegen wird niemand später sagen können: „Ich habe das nicht gewusst, ich habe das nicht realisiert.

Es werden ja zur Begründung des Lockdowns unzählige Zahlen genannt. Am Anfang sagte das Robert Koch Institut, Millionen Tote seien zu erwarten und nur wenn man strenge Maßnahmen durchführt, dann wären das evtl. nur 100.000 und in Wirklichkeit merken wir, dass täglich ständig neue Zahlen, die die ursprünglichen Prognosen in keinster Weise bestätigen, genannt werden. Gibt es irgendwo valide Zahlen inzwischen als Begründung für den Lockdown?

Nein. Es gibt keine. Die hat es auch nie gegeben und das wird im Buch auch erklärt, wo die irreführenden Zahlen herkommen. Wenn Sie das Buch gelesen haben gibt es keine Fragen, die offen bleiben.

Corona-Infizierte“: Viele wissen gar nicht, was das bedeutet. Heißt das jetzt, dass man irgendeinen Virus mit sich rumträgt, den man vielleicht gar nicht bemerkt hat? Heißt das jetzt, dass man totkrank ist und beatmet werden muss? Oder heißt das auch schon, dass das die Zahlen der Toten sind? Wie geht man denn damit um?

Corona-Viren kursieren wie Grippeviren seit Menschengedenken bei Menschen und Tieren. Beide Virusarten unterliegen einem ständigen Wandel durch Genveränderungen (Mutation). Es gibt zwei Arten der Mutation. Wenn Sie unseren Körper betrachten, dann haben wir Hände, wir haben Füße, wir haben einen Kopf. Ein Virus hat auch Hände zum Andocken an die Zellen, die es infizieren will. Dann den Körper, der bestimmt wie gut- oder wie bösartig das Virus sein wird. Nun ist es so, dass kleine Änderungen dazu führen, dass die Form der Hand vielleicht ein bisschen anders wird. Der Finger wird dann vielleicht ein bisschen länger etc. oder der Körper wird ein bisschen dicker an einer Stelle. Das ist trivial, das sind sogenannte Punktmutationen, wo im Gen kleine Austausche sind. Das passiert die ganze Zeit, bei Grippeviren und bei Coronaviren. Aber Grippeviren haben eine zusätzliche Möglichkeit. Bei ihnen sind die Gene für die einzelnen Teile aneinander gekoppelt, und diese Kupplungsstellen können aufgehen, wie bei Zügen, bei Waggons. Wir haben also einen Waggon für die Hand, einen Waggon für den Fuß, einen Waggon für den Körper, einen Waggon für den Kopf. Das ist bei Corona nicht der Fall. Dadurch haben die Grippeviren einen Vorteil über allen anderen. Nehmen wir zwei Viren: Sie sind ein Virus, ich bin ein Virus, die gehen in ein Zimmer. Das ist ein Wirt, z.B. dieses Zimmer ist eine Zelle vom Schwein. Das Schwein kann mehrere Grippeviren beherbergen. Dann können wir in diesem Zimmer unsere Hände austauschen. Und zwar nur unsere Hände, nicht unsere Körper. So kann es sein, dass ein Grippevirus, das in das Zimmer reingegangen ist, mit den Händen eines anderen Virus herauskommt. Diese Hände braucht das Virus, um an eine Zelle anzudocken. Mit unseren Antikörpern versuchen wir, die Hände abzubinden und den Eintritt der Viren in unsere Zellen zu verhindern. Kommt ein Virus mit bekannten Händen vorbei, haben wir entsprechend passende Antikörper. Wenn ein Virus mit stark veränderten Händen kommt, klappt es möglicherweise gar nicht gut und wir werden vielleicht schwer krank.

Das ist bei Coronaviren anders, weil solch große Veränderungen (Hände-Tausch) nicht stattfinden können. Die meisten Mitglieder dieser Großfamilie zeigen große Ähnlichkeiten untereinander. Wenn wir immun werden gegen Coronavirus A, sind wir automatisch auch teilweise geschützt gegen B, usw. Das erklärt Folgendes: Das erste Jahr im Kindergarten ist schrecklich: Das Kind bekommt eine Erkältung mit Husten, Schnupfen und Fieber nach der anderen. Bis in den Frühling. Schuld daran sind sehr oft Coronaviren, die bei allen Kindern und auch bei Erwachsenen zu Hause sind.

Was passiert nun im ersten Kindergartenjahr? Das Kind bekommt vom kleinen neuen Freund Virus A und wird krank. Und das Immunsystem reagiert indem es zwei Dinge macht. Erstens werden Antikörper gebildet gegen die Hände von diesem Coronavirus. Aber zweitens – und das ist das, was kaum jemand weiß: …

Wir sind jetzt im Zimmer, wo Virus A eingedrungen ist und produziert wird. Während der Produktion fallen Abfälle vom Virus an – Diese Abfälle, kleine unfertige Teile vom Virus, werden auf die Außenseite der Zelle angebracht – wie Schilder an die Tür des Zimmers. Die Schilder zeigen unserem Immunsystem an, dass das Virus sein Unwesen im Zimmer treibt. Das Wunderbare: sogenannte Killerlymphozyten sehen die Schilder, greifen an – und bringen die Zelle um. Die Virusfabrik ist zerstört. Der Brand ist gelöscht. Und die Killerzellen haben eine Trainingsstunde gehabt und sind bereit für den nächsten Einsatz, wenn ähnliche Schilder – von Coronaviren also – an einer Tür erscheinen.

Wenn ein nächstes Coronavirus kommt, dann kann es sich zwar ein bisschen geändert haben, aber nicht so wahnsinnig viel. Es gibt immer eine sogenannte Kreuzimmunität. Das heißt, wenn ich gegen A Antikörper mache und gegen den Körper von A Killerzellen habe, dann werden diese Arme des Immunsystems auch B erkennen, wenn auch nicht so gut. Wenn B jetzt reinkommt, werde ich vielleicht doch auch krank, aber nicht ganz so krank. Wenn C kommt, werde ich auch krank, aber nicht ganz so krank, weil ich gegen A und B die Antikörper und Killerzellen habe und es gibt immer Kreuzreaktionen. Das ist der Grund weswegen je länger ein Kind im Kindergarten ist, desto breiter wird die Immunität gegen die verschiedensten Coronaviren. Im nächsten Jahr wird das Kind weniger häufig krank. Auch wenn die Viren reingehen in die Zellen und sich vermehren, kommen die Killerzellen und bringen die Zellen rechtzeitig um, sodass das Kind nicht schwer krank wird. Schwer krank wird man nur, wenn sich die Viren stark vermehren und sich entsprechend im Körper ausbreiten. Das heißt, beide Säulen des Immunsystems werden überrannt. Das geschieht immer weniger und immer weniger. Deswegen ist es so, dass wir Erwachsene relativ selten auch an der Sommergrippe erkranken. Wenn wir erkranken, ist es nicht ernst – mit Husten, vielleicht Fieber und Gliederschmerzen.

Dass jetzt immer stärkere Wellen kommen können, ist jetzt also gar nicht möglich?

Wieviel Prozent der infizierten Menschen mit dem neuen Coronavirus sind nicht sehr krank geworden? Die Antwort ist: Mindestens 80, wahrscheinlich 90% sind nicht schwer krank geworden. Aber sie waren infiziert, das heißt sie haben das Virus reingelassen, genau passende Antikörper hatten sie zwar nicht, weil das Virus etwas veränderte Händchen hat. Dennoch reichte die Kreuzimmunität aus, um die Invasion in die Zellen zu mindern und anschließend die kleinen Brände zu löschen. Das bedeutet, dass die deutsche Bevölkerung zu 90% eine ausreichende Herdenimmunität hat. Dasselbe gilt für praktisch alle Länder Nordeuropas. Eine zweite, stärkere Welle kann und wird nicht kommen.

Was bedeutet diese Aussage? Es bedeutet, dass alles andere z.B. mit dem Impfstoff vergessen werden muss.

Und es müssen nicht 90% mit Masken laufen …

Null! Bei den Masken ist die rote Linie wirklich überschritten. Erstens die Tatsache, dass die Bundesregierung sich selbst ermächtigt hat, alle diese Dinge zu erlassen. Die Menschenrechte einzugrenzen, ist ein Skandal. Das Infektionsschutzgesetz wurde in Windeseile überarbeitet, hat am 25. März den Bundestag passiert und trat in Kraft. Und dieses neue Infektionsschutzgesetz besagt, wenn eine Epidemie von nationaler Tragweite wäre, dann wäre das Gesundheitsministerium befugt, alle Maßnahmen zu ergreifen, die es für notwendig hält. Diese wurden katalogisiert. Was nicht drin war, war eine Maskenpflicht. Wann gibt es „eine epidemische Lage von nationaler Tragweite“? Eine Epidemie ist das zeitlich und örtlich begrenzte Auftreten einer großen Zahl einer Infektionskrankheit.

Und die gibt es seit Anfang Mai definitiv nicht. Das ist für jeden in den Statistiken (z.B. Euromomo) einsehbar. Wenn die Epidemie aber vorbei ist, kann es keine epidemische Lage geben. Also ist jede Fortführung der Freiheit-begrenzenden Maßnahmen schlichtweg verfassungswidrig.

Es ist irrwitzig, dass nicht nur die sofortige Aufhebung aller Maßnahmen nicht stattfindet, sondern außerdem das Rennen um die Impfstoffentwicklung befeuert wird.

Ein validierter Impfstoff kann so schnell gar nicht herbei gezaubert werden …

Die Impfstoffentwicklung ist doch sowieso sinnfrei und muss gestoppt werden. 90% Herdenimmunität ist ja schon da. Diejenigen, die vielleicht von einer Impfung profitieren könnten, sind die älteren, vorerkrankten Menschen. Aber gerade bei solchen schlagen Impfungen generell nicht gut an, und außerdem sind Gefahren von schlimmen Nebenwirkungen stark erhöht.

Eine Reihe von Impfstoffkandidaten basieren auf Gentechnik. Wir haben bereits gesehen, dass unser Immunsystem trainiert ist, Zellen mit Virusschildern an der Tür zu töten. Wenn also durch Gentechnik unsere Zellen dazu gebracht werden, Virusteile zu produzieren, möchte ich nicht an die möglichen Folgen denken.

Auch nicht an die Folgen für die Politiker und Behörden, die eines Tages für das Ganze zur Rechenschaft gezogen werden.

Herr Professor Bhakdi, wir bedanken uns ganz herzlich für das interessante Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrer Frau größtmögliche Verbreitung des neuen Buches.

Prof. Dr. rer. nat. Karina reiss forscht und lehrt am Quincke-Forschungszentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie ist seit über 15 Jahren auf dem Gebiet der Biochemie, Infektion, Zellbiologie und Medizin tätig.

Ihre fachliche Qualifikation ist durch über 60 Publikationen in internationalen Fachzeitschriften belegt, für die sie zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten hat.

Univ.-Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi ist Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie. 22 Jahre lang leitete er das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Johannes-Gutenberg-Universität und war in der Patientenversorgung, Forschung und Lehre tätig. Mit Stipendien an den Max-Planck-Gesellschaft, sowie der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg. Acht Jahre war Bhakdi Professor für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Gießen, außerdem von 1995-2003 Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft für das Fach Mikrobiologie und Immunologie, der National Science Foundation (USA), der Canadian Science Foundation und der Israel Science Foundation und seit 2009 Sprecher des Sonderforschungsbereichs 490 der Deutschen Forschungsgemeinschaft “Invasion und Persistanz bei Infektionen”. 2010 gründete er das Thai Infectious Disease Network (TIDN). Seit 2012 ist er im Ruhestand. Mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten der Immunologie, Bakteriologie, Virologie und Herz-Kreislauferkrankungen hat er veröffentlicht. Neben zahlreichen Preisen wurden ihm der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.

OXMOX-Herausgeber Klaus Schulz ist Deutschlands dienstältester Zeitschriften-Chefredakteur. Buchveröffentlichungen: DIE GRÜNEN, Hamburg, 1981;  HAMBURG  LIVE – alle Bands-alle Clubs, 1982

Über den Autor:

Univ.-Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi,

geb. 1946, in Washington, USA, ist Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie. 22 Jahre lang leitete er das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und war in der Patientenversorgung, Forschung und Lehre tätig. 1972 erhielt er ein Stipendium der Max-Planck-Gesellschaft, 1974 von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg. Acht Jahre war Bhakdi Professor für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Gießen, außerdem von 1995-2003 Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft für das Fach Medizinische Mikrobiologie und Immunologie, der National Science Foundation (USA), der Canadian Science Foundation und der Israeli Science Foundation und seit 2000 Sprecher des Sonderforschungsbereichs 490 der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Invasion und Persistenz bei Infektionen“. 2010 gründete er das Thai Infectious Disease Network (TIDN). Seit 2012 ist er im Ruhestand. Über 300 wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten der Immunologie, Bakteriologie, Virologie und Herz-Kreislauferkrankungen hat er veröffentlicht. Neben zahlreichen Preisen wurde ihm der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.

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