Suzi Quatro im Interview mit OXMOX

Suzi Quatro im Interview mit OXMOX

15. April 2019

Die Performance macht mich high“

Suzi Quatro (“Can The Can“) ist die unge­krönte Rock-Queen der 1970er Jahre und hat­te in den 1990ern großen Einfluss auf weib­liche Grunge-Bands wie L7 oder Hole. Bis heute hat die zierliche Sängerin und Bassistin im schwarzen Lederoutfit über 50 Millionen Platten verkauft. Olaf Neumann traf die 69-Jährige, die eigentlich Suzanna Kay Quatrocchi heißt, für OXMOX und sprach mit ihr über das überraschend frische Come­backalbum “No Control“, die #MeToo-Be­wegung und eine seltsame Begegnung mit Iggy Pop.

Die Single “No Soul/No Control” hat fol­gende Botschaft: „Gib dich niemals für je­mand anderen auf“. Ist dies ist Ihr per­sönliches Mantra?

Ja, ich war schon immer sehr selbstbewusst. Ganz gleich, was in meinem Leben passiert: Ich werde mich niemals von jemandem kon­trollieren lassen. Denn das wäre gefährlich. Es gab in meinem Leben auch kein Idol, dem ich blind nacheiferte. Ich bin immer ich selbst geblieben. Das ist eine wichtige Botschaft. Ich musste meinen Platz unter fünf Geschw­istern finden. Ich war die zweitjüngste. Das hat mir dabei geholfen, mich selbst zu finden. Ich habe Suzi gefunden, obwohl ich in dieser Gruppe auch leicht hätte übersehen werden können. Dass es mich als Künstlerin heute noch gibt, hat etwas mit meiner Kindheit zu tun.

An wen ist der Song “Macho Man” adres­siert?

Mir sind in meinem Leben eine Menge Machos über den Weg gelaufen. Ich habe mit ihnen vielleicht drei Minuten meiner Zeit verbracht. Der Song ist aber nicht böse ge­meint, weil ich glaube, dass Machos Opfer des Männlichkeitswahns sind. Sie haben sich selbst in etwas eingeklemmt. Das finde ich unheimlich schade.

Elvis Presley war Ihr größtes Idol. War er nicht auch ein großer Macho?

Der Philosoph Khalil Gibran hat “The Pro­phet” geschrieben, eines der besten psycholo­gischen Bücher überhaupt. Es hat mit Männ­lichkeitswahn nichts zu tun. Elvis las darin immer vor dem Einschlafen. Er hatte zwar ein Macho-Image, aber in Wirklichkeit war er sehr gläubig und hatte ein inniges Verhältnis zu seiner Mutter. Elvis hat “Love Me Tender” gesungen! Ist das etwa ein Macho-Song? Ein Mann kann sich wie ein Macho benehmen und gleichzeitig die Fähigkeit haben, zu wei­nen. Mein Ehemann zum Beispiel kann das.

Was haben Sie sich von Elvis Presley abge­schaut?

Seine Qualitäten als Entertainer. Ich wollte immer Menschen unterhalten. Mit sechs Jahr­en sah ich Elvis im Fernsehen in der Ed Sul­livan Show. Meine neunjährige Schwester fing an zu kreischen, was ich im ersten Mo­ment gar nicht verstand. Aber dann hat mich der Bildschirm magisch angezogen und ich hatte eine Eingebung: “Ich will das machen, was dieser Elvis macht!” Das war 1956.

1977 haben Sie seinen Song „All Shook Up“ aufgenommen. Elvis war begeistert und lud Sie nach Graceland ein. Wie kam es dazu?

.. Na, seid ihr gespannt, wie es weiter geht? Das komplette Interview: Im aktuellen April-OXMOX! Viel Spaß beim Lesen!

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[KS]
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