ASta

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6. November 2018

Du hast Probleme im Uni-Alltag oder mit den Profs? Oder du hast ein cooles Projekt und willst eine Initiative an deiner Uni gründen? Dann wende dich an den AStA!

OXMOX konnte für euch exklusiv mit dem ersten Vorsitzenden Karim sprechen und in Erfahrung bringen, wie er und der AStA sich im vergangenen Semester gegen Rassismus eingesetzt haben und was für das kommende Semester in Planung ist.

Der A(llgemeine)St(tudierenden)A(usschuss) ist dafür da, dich zu unterstützen, ist die Interessenvertretung der Studierenden an der Uni Hamburg und das Sprachrohr der rund 43.000 Studierenden gegenüber der Stadt, der Univerwaltung und der Öffentlichkeit. Der AStA bietet zusätzlich ein buntes Kulturkursprogramm und kostenlose Rechts-,Sozial-, Studien- und BAföG-Beratungen an.

Der AStA setzt sich aus acht sogenannten Referaten zusammen, die sich um unterschiedliche Themengebiete kümmern und jeweils von einer Referentin oder einem Referenten geleitet werden. Dazu kommen dann noch zwei Vorsitzende, die den AStA und dessen Arbeit koordinieren und ihn nach außen vertreten.

Karim, woran habt ihr im letzten Semester hauptsächlich gearbeitet?

Im letzten Semester haben wir unseren Fokus stark auf antirassistische Arbeit gelegt. Dafür haben wir im Sommer einen Anti-Racist-Congress organisiert, dafür ist beispielsweise Professor Freerk Huisken aus Bremen nach Hamburg gekommen, um hier zwei Workshops zu geben, wie man argumentativ der AfD beikommen kann und wie man neue Rassen-Ideologien erkennen kann und hat dann einen Überblick dazu gegeben. Wir hatten für einen anderen Workshop auch noch eine Journalistin, Veronika Kracher, eingeladen, die über Geschlechter-Ideologien sowohl im Allgemeinen, als auch in der neuen Rechten, berichtet hat. Wir möchten in diesem Bereich Aufklärungsarbeit leisten und so verdeckte oder schwer erkennbare Rassismen, die tief im Denken der Menschen verwurzelt sind, aufdecken und sichtbar machen.

Und woran arbeitet ihr gerade und warum?

Grade treibt uns vor allem das Projekt „Campus-Card“ um, daran arbeiten wir gerade sehr intensiv. Die „Campus-Card“ soll all das in sich vereinen, das gerade noch in Studierendenausweis, Fahrkarte, Bibliothekskarte und Zugangskarten aufgeteilt ist. Momentan befinden wir uns dafür in Gesprächen mit dem Uni-Präsidium, denn ohne die Uni können wir sowas natürlich nicht einfach einführen. Das Präsidium ist auch tatsächlich offen für die Idee. Wir bemühen uns in diesem Fall besonders um den Datenschutz, der auf der Karte gespeicherten Daten.  Wir möchten sicherstellen, dass niemand Daten ausliest, die ihn nichts angehen und so möglicherweise gegen die Studierenden verwendet. Da gibt es schon an einigen anderen Unis tolle Modelle, die wir eventuell adaptieren können. Außerdem legen wir Wert darauf, dass eine solche Karte am Ende nicht aus Plastik ist, sondern aus nachhaltigen, nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Bambus.

Auch anlässlich der anstehenden Europawahlen hat der AStA ein Projekt in Aussicht. Wir sind gerade dabei, für das nächste Semester eine Veranstaltungsreihe zum Themenkomplex Europa zu machen. Europa liegt uns am Herzen und wir möchten, dass die Wahlbeteiligung für die kommende Wahl wieder steigt. Deshalb finden wir es unerlässlich, auch hier Aufklärungsarbeit zu leisten. Wir haben uns da ganz verschiedene Themengebiete gesucht, unter anderem europäische Wirtschaftspolitik oder ob ein vereinigtes Europa der Regionen ein zukunftsfähiges Modell darstellt. Und für den Januar oder Februar möchten wir die Kandidierenden zum Gespräch einladen, damit man ihnen Fragen stellen kann.

Und was macht ihr sonst so?

Was auch noch interessant ist, ist, dass wir daran arbeiten, einen Tarifvertrag für studentische Angestellte zu bekommen. Denn in Berlin beispielsweise wurde gerade einer abgeschlossen, da gab´s ne relativ starke Bewegung, die das gefordert hat. Die Gewerkschaften haben das koordiniert und konnten es dann letztendlich durchsetzen. Das ist natürlich ein Riesenerfolg, dass jetzt auch studentische Angestellte nach Tarif bezahlt werden. Und genau das wollen wir jetzt auch für Hamburg!

Vielen Dank!

[KS]
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