Review: Gloryhammer, 04.01., Knust

5. Januar 2018

Eines der ersten Konzert-Highlights in diesem jungen Jahr servierten uns die Power-Metaller um den Schweizer Frontmann Thomas Wink­ler (32) aka „Angus McFife“. Nachdem die Jungs bisher lediglich als Support anderer Gruppen (Stratovarius, HammerFall) fung­iert­en, wurde es Zeit für die erste Headliner-Tour. Fans schienen schon ganz heiß auf ihre Lieblinge gewesen zu sein: Die Show war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Der Abend wurde von der britischen Metal-Kombo Dendera eröf­fnet, ehe Civil War das Zepter würdig über­nahmen.

Als das Intro „Infernus Ad Astra“ ertönte und das Quintett die Bühne betrat, gab es im rappelvollen Club kein Halten mehr. Während „Rise Of The Chaos Wiz­ards“ dargeboten wurde, entzündeten sich die ersten Mosh-Pits, die bis zum Schluss in Wal­lung blieben. In den kommenden 1 ½ Stunden wurde die komplette zweite Platte „Space 1992: Rise Of The Chaos Wizards“ (2015) performt – die Menge sog jede Sekunde auf und veranstaltete eine riesige Power Metal-Party, die durch die berühmten “Hoots”-Schlachtrufe ergänzt wurde.

Doch wer gedacht hat, dass er bloß für den reinen Musikgenuss ange­tanzt ist, hat sich getäuscht: Es musste auch für die Band – genauer gesagt für den Gitarristen „Hootsman“ – gearbeitet werden: So meldete sich „Hansi Sebastian“ als Freiwilliger. Via Stagediving musste er die Bar erreichen, ein Bier ordern und dieses über die Köpfe der Fans hinweg zur Bühne transportieren. Die Aufgabe meisterte er mit Bravour!

Sehr zur Freude des Publikums fanden sich auch Stücke vom ersten Album „Tales From The Kingdom Of Fife“ in der Setlist wieder. So beendeten u. a. „Quest For The Hammer Of Glory“ und „Ang­us McFife“ den fulminanten Auftritt unter großem Applaus!

Justine Stock / OX 2018

 

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