Imagine Dragons

Review: Imagine Dragons, 22.04., Barclaycard Arena

25. April 2018

Mit der aktuellen Platte “Evolve” im Gepäck, statteten die US-amerikanischen Rockstars um Frontmann-Schnuckel Dan Reynolds (30) dem überwiegend jungen, weiblichen Publikum einen Besuch ab. Dieser war offensichtlich längst überfällig: die Halle war Ruckzuck ausverkauft und platzte aus allen Nähten.

Nach einem längeren Intro, bestehend aus klassischer Musik, entzündete sich ein Kreisch-Konzert, als das Quintett mit “I Don’t Know Why” und Konfetti die Bühne enterte. Daraufhin folgte eine zweistündige Dragons-Zeitreise der musikalischen Extra-Klasse – die Stimmung war am Siedepunkt.

Schon am Anfang wurden mit “Believer” und “It’s Time” zwei beliebte Titel serviert – das Hit-Pulver war aber noch längst nicht verschossen. Feuchte Augen gab es, als Reynolds den Alphaville-Song “Forever Young” performte und diesen in einer emotionalen Ansprache dem kürzlich verstorbenen Avicii (Tim Bergling) widmete.

Der Gute-Laune-Zug nahm mit “Whatever It Takes” und “Yesterday” wieder volle Fahrt auf, ehe sich der Sänger wieder mit einem ernsten Thema an die Fans wandte: Depressionen. Er selbst, so sagter er, litt selbst unter der tückischen Krankheit und holte sich professionelle Hilfe – ein Appell an alle, die selbst mit den inneren Dämonen kämpfen. So wurde es beim nächsten Track “Demons“, der von diesen dunklen Zeiten handelt, besonders gefühlvoll.

Nun aber Schluss mit Worten, die unter die Haut gingen: Das Marley-Cover “Three Little Birds” und “On Top Of The World” transportierten fröhliche Töne – und die Zuschauer transportierten große Luftballons. Dann verschwand die Band. Aber nur, um auf der kleinen Bühne, die mitten im Saal stand, unter tosendem Applaus ein Akustik-Set zu performen, das aus u. a. “Next To Me” und “I Bet My Life” bestand – ein Geburtstagsständchen für ein Mädchen aus dem Publikum gabs auch noch.

Auf der großen Stage zurück, rückte das Ende des grandiosen Konzert-Abends näher. Nach dem Trio “Thunder” (feat. K.Flay), “Walking The Wire” und dem abschließenden Über-Hit “Radioactive” blieben allerdings auch keine Wünsche mehr offen, weshalb die Menschenmasse die Halle mit einem Lächeln auf dem Gesicht verließ.

Justine Stock

[KS]
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