Jazzahead

Review: Jazzahead!

15. Mai 2017

27. – 30.04. in den Bremer Messehallen

Der inzwischen weltweit größte Branchentreff der internationalen Jazzszene, die Jazzahead! in Bremen, hatte in diesem (ihrem 12.) Jahr mit einem Rekord von 17.600 Besuchern am Wochenende, Finnland als musikalisches Schwerpunktthema. Neben der Messe mit unterschiedlichen Ausstellern und Fachteilnehmern aus 60 verschiedenen Nationen – dazu zählen auch Stände ganzer Länder, die das Spektrum ihrer jeweiligen Jazzszene präsentieren – gab es natürlich umfangreiche Musikprogramme. Über die ganze Stadt verteilt gab es in insgesamt 40 Spielstätten Konzerte und in der Messehalle liefen über alle Veranstaltungstage praktisch pausenlos Showcases, die größtenteils alle ausverkauft waren. Auch hier gab es mit u.a. dem European Jazz Meeting oder der German Jazz Expo unterschiedliche Schwerpunkte.

Da bei so vielen Konzerten nachvollziehbar viele erwähnenswerte in den unterschiedlichsten Jazzrichtungen und auch Besetzungen gegeben wurden, seien hier stellvertretend 2 genannt:

Trio ELF, das mit dem Bremen Jazz-Award 2016 im letzten Jahr ausgezeichnete Trio in klassischer Besetzung Schlagzeug, Bass und Piano, rechnet man inzwischen zu der neuen deutschen Jazzgeneration, weil Jazz-fremde Grooves in die eigene Soundwelt aus kreativer Improvisation und origineller Komposition eingefügt werden. Ihnen wird die Revolution des klassischen Piano-Trios nachgesagt und genau das haben sie in ihrem Showcase zur German Jazz Expo eindrucksvoll bewiesen.

Julia Hülsmann ist seit Jahren ein echtes Schwergewicht in der deutschen Jazzszene und ebenfalls im letzten Jahr mit einem Jazzpreis ausgezeichnet, und zwar dem SWR-Jazzpreis 2016 als Musikerin, die dem Jazz in Europa richtungsweisende Impulse gibt. Als Julia Hülsmann Trio mit der Besetzung Piano (Hülsmann), Schlagzeug und Bass konnten sie, die mit „Good Morning Midnight“ ein bemerkenswertes Album mit Roger Cicero aufgenommen ebenfalls mit ihrem Showcase auf der ausverkauften German Jazz Expo begeistern.

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