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Datenschutzprobleme bei Google – FBI bekommt Zugriff auf G-Mail

Dass es in den Vereinigten Staaten von Amerika mittlerweile nicht mehr weit um den Datenschutz bestellt ist, weiß man spätestens seit den letzten Wahlen. Was ein Gericht im amerikanischen Philadelphia jetzt allerdings entschied ist mehr als skandalös. Das US Gericht gewährte jetzt dem FBI das Recht, auf alle Googlemailkonten zuzugreifen. Was nun im ersten Moment als „normal“ gelten dürfte ist tatsächlich ein wenig skandalös, denn bisher konnten die US-Ermittlungsbehörden lediglich auf inländische G-Mail Konten zugreifen, wenn sie diesen Zugriff beantragten.

Dass es den US Geheimdiensten nun auch möglich ist, Konten aus allen anderen Ländern ebenfalls abzurufen, dürfte vielleicht in Kombination mit einer Zahl interessanter und konkreter werden. 25.000, das ist die Anzahl der Anträge die das FBI jedes Jahr an Google stellt die Zugriffsdaten für G-Mail Konten zu bekommen. Das bedeutet, dass das FBI täglich knapp 70 neue G-Mail Konten einsehen, verwalten und verwenden will. Da ist es natürlich fraglich inwieweit sich diese Zahl potentieren wird sobald der Zugriff auf ausländische Konten offiziell genehmigt sein wird.

Bei der aktuellen Politik der Vereinigten Staaten ist anzunehmen, dass man als „Ausländer“ bald grundsätzlich unter Generalverdacht gestellt wird. Damit dürften Gesinnungstests, wie sie die Regierung Trump bereits ins Gespräch gebracht hat, bald an der Tagesordnung sein. Man gibt bei der Einreise sein Handy ab, Facebook, Twitter und G-Mail Konten werden automatisiert nach Schlüsselwörtern gescannt und selbst privateste Informationen gegen einen Verwendet. So erfahren amerikanische Geheimdienste bereits von Anfang an, was die Menschen denken, schreiben, sprechen, wie oft sie zum Beispiel Pornoseiten besuchen oder in online casinos unterwegs sind und vieles mehr.

Dank Googles Datensammlungstechnik erfährt man zum Beispiel auch, was die Menschen privat reden, erhält Dank zugriff auf Googlemail komplette Bewegungsprofile, App-Daten und vieles mehr. Glaubt ihr nicht?

Wir empfehlen euch einfach mal zu checken was Google zugibt, das man über euch gesammelt hat. Schaut mal nach was Google unter Google Activities gespeichert hat. Hier werden zum Beispiel alle Auslösungen von Googles Spracherkennung („OK Google“) gespeichert, egal, ob es sich um eine absichtliche Auslösung handelt oder ein Versehen. Erst wenn ihr nachgeschaut habt was Google alles gespeichert hat, erfahrt ihr, was Google wiklich weiß. Jede einzelne besuchte Website wird gespeichert, jedes gesprochene aufgenommene Wort, ein komplettes GPS Bewegungsprofil erstellt und komplette Daten gespeichert. Ein Eldorado für jeden Geheimdienst und ab sofort dürften theoretisch amerikanische Geheimdienste auf komplette Daten zugreifen, egal ob ihr Deutsche seid, Österreicher, Schweizer, Spanier, Ägypter, Türken oder Amerikaner.

Immerhin 18 Billionen Android Konten sind jetzt davon betroffen. Natürlich hat Google sofort Berufung gegen dieses Urteil eingereicht, alleine aufgrund der Tatsache, dass die Glaubwürdigkeit des US Konzerns auf dem Prüfstand steht. Man kann nicht einfach so 18 Billionen Mobiltelefone einem Geheimdienst ausliefern bei dem man die Nutzer zur Nutzung der eigenen Dienste zwingt!

 

 

 

 

 

 

 

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