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Die Sondervorführung von COLONIA DIGNIDAD – ES GIBT KEIN ZURÜCK lässt Opfer und Hinterbliebene hoffen

Wenn es um die Colonia Dignidad, die berüchtigte Sekte Paul Schäfers in Chile ging, hielt sich das Auswärtige Amt mit offiziellen Stellungnahmen zu den Vorfällen in den Siebziger- und frühen Achtzigerjahren und der Rolle der deutschen Diplomatie bislang zurück. Zahlreiche Akten der deutschen Botschaft in Santiago de Chile zu den Geschehnissen in dieser Zeit sind bis heute beim Auswärtigen Amt unter Verschluss. Nun gibt es berechtigte Hoffnung, dass sich diese Haltung ändert: Am 26. April lädt Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen, zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion zum Thema in den Weltsaal des Auswärtigen Amts. Gezeigt wird Florian Gallenbergers COLONIA DIGNIDAD mit Emma Watson, Daniel Brühl und Michael Nyqvist in den Hauptrollen. Unter den geladenen Gästen werden auch Opfer und Zeitzeugen der berüchtigten Sekte sein. Laut Medienberichten wird Steinmeier an diesem Abend in seiner Rede im Anschluss an die Filmvorführung erstmals auf die Rolle seines Ressorts in der fraglichen Zeit eingehen. Damit ist Regisseur Gallenberger, der für seinen packenden Thriller – eine fiktive Geschichte angesiedelt vor wahrem Hintergrund – mehr als fünf Jahre recherchierte, etwas gelungen, was über Jahrzehnte unmöglich war: Der Eintritt in einen offenen Dialog, der in Verbindung mit der Offenlegung der Akten
endlich die umfassende historische Aufarbeitung möglich macht.

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