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Fortschritt 4.0: Startups und Industrie rücken enger zusammen

Auch die Industrie ist einst durch Pioniergeist entstanden. Es ist deswegen nur konsequent, dass die Innovationsvielfalt der Startup-Szene inzwischen auch auf die Industrie übergreift. Hamburg ist wie immer am Puls der Zeit und untermauert seine Vorreiterrolle.

Einfache Rechnung: Steigender Wettbewerb erhöht die Performance

An Dynamik mangelt es der Startup-Welt sicher nicht. Alleine die Hamburger Szene macht das deutlich. In Wettbewerben wie The Ramp treten Startups sogar im direkten Duell gegeneinander an. Der Gewinn, nämlich 10.000 Euro Startkapital, ist dort allerdings nicht der einzige Anreiz zur Teilnahme. Mehr denn je geht es in der Startup-Szene um Vernetzung und neue Inspirationen; Events wie The Ramp bieten den perfekten Rahmen dafür. Das Potenzial solcher Zusammenkünfte ist schließlich offensichtlich, denn wie die Kooperation von cambio und LifeThek zeigt, werden Synergieeffekte gerne genutzt. Diese ermöglichen weiterhin schlanke Strukturen beim gleichzeitigen Ausbau des Leistungsportfolios und genau dieser Ansatz zeichnet den heutigen Zeitgeist aus.

Parallel profitiert auch die etablierte Industrie vom technischen Fortschritt. Beispiele dafür gibt es in allen Bereichen. Die Herstellung moderner Lagersysteme geschieht dank neuer Erkenntnisse in den Materialwissenschaften effizienter als je zuvor, automatisierte Vorgänge erleichtern alle Prozesse, vor allem das Qualitätsmanagement hat ein neues Niveau erreicht. Ähnlich sieht es in der Verpackungsindustrie aus. Fakt ist schließlich: Eine möglichst geringe Fehlerquote ist gerade im produzierenden Gewerbe ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Startups aus allen Bereichen folgen dieser Devise und minimieren damit die Opportunitätskosten.

Schlankere Kostenstruktur öffnet neue Türen

Die Annäherung von klassischer Industrie und Startup-Geist hängt direkt mit der Industrie 4.0 zusammen. Früher war das kaum denkbar, denn industrielle Gründungen folgten stets demselben Muster: Intensiver Kapitaleinsatz, sowohl bei den menschlichen als auch bei den maschinellen Ressourcen, waren die Voraussetzung, um deutlich später erste Gewinne einzufahren.

Das ist heute anders: Die digitalen Möglichkeiten haben auch die Industrie erfasst und gerade in Deutschland wird dieser Wandel gerne angenommen. Über Jahrzehnte galt die Bundesrepublik als Aushängeschild für fortschrittliche Ingenieurstechnik, das Prädikat Made in Germany ist auf der ganzen Welt anerkannt, die Vorherrschaft global handelnder Industrieunternehmen sticht bis heute ins Auge. Speziell das Automotive-Segment (VW, BMW, Audi, Porsche, Mercedes-Benz, Opel) ist eine wichtige Stütze der Wirtschaft und die digitale Revolution kann diesen Status Quo noch stärken. Beispiele dafür kommen vor allem aus dem Ausland, allen voran aus den USA, wo Tech-Unternehmen wie Apple und Google bereits jetzt in den Automarkt vordringen, sei es mit eigenen Entwicklungen (Stichwort selbstfahrende Autos) oder mit moderner Software, die das Innenleben des Autos revolutionieren soll.

Wandel in Sicht: mehr Chancen für Startups in der Industrie

Dass dieser Quantensprung auch einen strukturellen Wandel nach sich zieht, liegt auf der Hand. Der Trend geht weg vom traditionellen Großkonzern, denn der Personalbedarf ist dank Hochtechnologie auch in der Industrie stetig gesunken. Der Höhepunkt dieser Entwicklung ist noch lange nicht erreicht; die Wirtschaft steht erst am Anfang eines umfassenden Wandels, der sich direkt auf die Gründungsmöglichkeiten auswirken wird – und das bereits heute tut. Die Last wird dadurch auf mehrere Schultern verteilt, gleichzeitig sind Kooperationen und Joint Ventures einfach umzusetzen, sodass kurzfristige Aufstockungen ohne großes Investment möglich sind.

Man darf gespannt sein, wie schnell diese Entwicklung flächendeckend um sich greift; Hamburg ist dabei nah am Geschehen und wird weiterhin zu den ersten Städten mit aufsehenerregenden Resultaten gehören.

Bild 1: ©istock.com/chinaface

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