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Glücksspielstaatsvertrag – Was ihr in 2016 wissen solltet

Seit 2012 besteht zwischen den 16 deutschen Bundesländern (Schleswig-Holstein kam erst knapp ein Jahr später dazu) der Vertrag, mit welchen von nun an deutlich reguliert wird, wo Glücksspiele stattfinden dürfen und wo nicht. Daraufhin hat man sich geeinigt, dass Lizenzen an private Wettanbieter verteilt werden – der Hauptsitz der Vergeber ist in Hessen. Jene Buchmacher, die eine Lizenz erhalten haben, dürfen ihre Glücksspiele fortsetzen, allerdings mit einigen Auflagen: Sie müssen den Jugendschutz gewährleisten, sodass man erst mit 18 Jahren teilnehmen darf. Desweiteren müssen Lizenznehmer Hinweise auf Hilfsangebote zur Bekämpfung von Spielsucht sichtbar hinterlegen – wer besonders glänzen will, widmet dem Thema teilweise ganze Seiten. Zu guter Letzt müssen 5 % Steuern pro Gewinn gezahlt werden. Für den Bereich “Sportwetten” wurden insgesamt 20 Online-Lizenzen verteilt und zwar an folgende Buchmacher:

Cashpoint, Admiral Sportwetten, Deutsche Sportwetten GmbH, Mybet, Betfair, Racebets, Albers Wettbörsen, ODDSET, Oddsline, Primebet, Bwin, Intermedia GmbH, Wettbüro Goldesel, RULEO Alpenland, Digibet, Bet at Home, Ladbrokes, Bet90, Bet3000, Star.

Den Buchmachern haben diese Auflagen allerdings nicht geschadet, denn gerade z. B. bwin zählt seit einigen Jahren zu den Erfolgreichsten Sportwetten-Anbietern.

Für Offline-Casinos verhält es sich ähnlich: Nur die Spielbanken, die eine Lizenz erhalten haben bzw. als eingetragene Spielothek gelten, dürfen ihren Betrieb, unter den oben genannten Auflagen, weiterführen.

Was der Vertrag Offline hervorragend regulieren kann, ist Online kaum zu bändigen. Denn wenn ein Buchmacher z. B. seinen Sitz außerhalb von Deutschland hat, so kann der Deutsche nach wie vor auf die Website kommen und dort Wetten, ohne dass es rechtliche Schritte zur Konsequenz hat – das passiert nämlich nur dann, wenn sich der Buchmacher auf deutschem Boden befindet. Ein Beispiel ist Casino Club. Diese und noch weitere Lücken und Schwierigkeiten bringt das Internet mit sich – eine neue Regelung muss her.

Auch im Bereich der Online-Lotterien gibt es bestimmte Anbieter, die aufgrund der Rechtslage Deutschland den Rücken kehrten. Ein gutes Beipiel ist hier ist Tipp24.de, damals noch in Hamburg ansessig. Zum 1. Januar 2009 musste Tipp24 aufgund des in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrages die Vermittlungstätigkeit einstellen und siedelte sich in London an. Von den damals noch 154 Mitarbeitern wurden insgesamt 139 entlassen.

 

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