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LPT-Demo: Hamburgs bunter Protest für den Tierschutz

Die Undercover-Enthüllungen von SOKO Tierschutz und Cruelty Free International über Versuche in einem LPT-Labor vor den Toren Hamburgs haben tausende Menschen für den Tierschutz mobilisiert.

Bei einer ersten Großdemonstration im Oktober gingen in Neugraben zur LPT-Zentrale und dem Versuchslabor im Ortsteil Mienenbüttel insgesamt rund 10.000 engagierte Tierfreunde auf die Straße (OXMOX 11/19). Die folgende Veranstaltung im November aktivierte in Hamburg noch mehr Teilnehmer zu der wahrscheinlich größten Tierschutz-Demo in der deutschen Geschichte! Ca. 15.000 Menschen jedes Alters und jeder Herkunft protestierten gemeinsam und ließen sich vom Schmuddelwetter die Stimmung nicht verderben.

Der friedliche und kreative Protestzug bewegte sich vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt. Selbstgebastelte Plakate, laute Sprechgesänge und Musikgruppen wie die Drums over Knives verliehen der allgemeinen Forderung Ausdruck: LPT SCHLIESSEN! JETZT! FÜR IMMER! „Menschen aus ganz Europa klagen die Untätigkeit der Politik und die Unfähigkeit der Behörden an. Das Ziel ist die Schließung aller Tierlabore des LPT und ein Ende der grausamen und veralteten Tierversuche“, erklären die SOKO Tierschutz Organisatoren. Der unermüdliche Einsatz zeigt erste Erfolge. Nach der Aufdeckung von Rechtsbrüchen und dem Verdacht auf Betrügereien des LPT-Konzerns, sowie beeindruckenden Protest-Aktionen und Mahnwachen, steht das Labor für Affen, Hunde und Katzen in Mienenbüttel vor der Schließung.

Das Schicksal der stationierten Tiere ist aktuell noch unklar. SOKO Tierschutz und weitere Beteiligte fordern die Übergabe der Vierbeiner an den Tierschutz. „Es gibt für jedes Tier einen Platz. Die Zivilbevölkerung wird nicht zulassen, dass diese Tiere, die im LPT teilweise seit vielen Jahren leiden, verschachert oder getötet werden“, so Friedrich Mülln. Darüber hinaus vermutet SOKO Tierschutz hinter der angekündigten Schließung des Labors in Mienenbüttel einen Bluff, um die Behörden zu beschwichtigen und die Proteste abzuschwächen. LPT soll mit diesem Manöver versuchen, von den anderen Standorten in Neugraben und Löhndorf abzulenken. Dort plant man angeblich sogar Expansion. In einem internen Schreiben soll u. a. von einem weiteren Ausbau der Aktivitäten die Rede sein.

Die bisherigen Proteste waren ein Meilenstein. „Wir haben in wenigen Wochen große Erfolge erzielt und werden nicht innehalten, bis das Leid an allen LPT-Standorten beendet ist“, so Friedrich Mülln. Weitere Aktionen für den Tierschutz sind in Planung und die Forderungen klar:

– Wir fordern eine sofortige Schließung des Labors in Mienenbüttel und das Ende aller weiteren LPT-Standorte.

– Wir fordern die Freilassung aller Versuchstiere. Für Hunde, Katzen und Kleintiere wurden Plätze organisiert.

– Wir fordern einen Ausstiegsplan aus den sinnlosen Versuchen und moderne Forschung ohne Tierleid.

Weitere Informationen: www.soko-tierschutz.org

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