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St. Paulis Kult-Gastro & der Winter

Wie kommt Hamburgs Gastronomie gesund durch den Winter?

Im Bezirk Altona mussten die Gastronomen lange kämpfen, damit eine Erweiterung der Außenflächen durch Nutzung von Parkplätzen genehmigt wurde. Auf St. Pauli ging dies relativ schnell. Aber sind diese Außenplätz eine effektive Möglichkeit für die wirtschaftliche Gesundung eines

Betriebs unter Lockdown-Bedingungen? Diese Frage lässt sich ganz klar für diverse  gastronomische Betriebe beantworten: NEIN!

Das Statement des Roschinsky’s:

Die Einnahmen, welche die aktuellen Außenflächen unter neuen Polit-Regeln ermöglichen, helfen dass die Schulden – die wir durch das Aufnehmen von Krediten haben – nicht noch mehr wachsen. Und dass wir Miete, Ware oder Löhne zahlen können. Wohingegen zum Beispiel der Inhaber des Roschinsky´s keine Einkünfte hat und von seinen Rücklagen lebt. Denn selbst mit Nutzung der Außenfläche können wir deutlich weniger Gäste bewirten, als vor der „Pandemie“.

Allein mit den Flächen innerhalb der gastronomischen Betriebe verzeichnen viele Gaststätten ein Minus, da die mögliche Gästeauslastung nicht die Fixkosten decken kann. Was bei der durch die Politik viel kommunizierten HILFE für die Gastronomie durch jene Sondernutzungen auch vergessen wird, ist dass diese aufgrund der klimatischen

Verhältnisse keine ganzjährige Lösung ist. Warum sollen zum Beispiel an regenkalten Herbsttagen alle nur outdoor sitzen dürfen und nicht drinnen im Warmen?

Der Sommer geht – Corona bleibt.

Der Herbst kommt. Wir haben eine Verlängerung der Nutzung von Außenflächen beantragt und Ideen, wie wir auch im Winter mit zusätzlichen Plätzen die dringend notwendigen Einnahmen generieren könnten. Eine Verlängerung der Nutzung wurde genehmigt. Nicht genehmigt ist, dass wir unsere Sommerterrasse winterfest machen. Die Begründung: Es ist eine Sommerterrasse und darf nur als solche bewirtet werden. Das Aufstellen eines Gastrozeltes, um die Gäste vor Regen und Wind zu schützen, wäre eine „Gefährdung für die Sicherheit der Leichtigkeit des Verkehrs“?

Was genau ist diese Leichtigkeit des Verkehrs? Der Begriff der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs hat zum Ziel, dass kein Verkehrsteilnehmer gefährdet (Sicherheit) oder mehr als nach den Umständen unvermeidlich behindert oder belästigt wird (Leichtigkeit). Die Sicherheit hat also die Abwendung von Gefahren für den Verkehr und einen möglichst ungehinderten Verkehrsfluss im Blick.

Gefährdet ein Zelt über der Außenfläche die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs? Ein Zelt, das ausschließlich den Bereich abdecken würde, welchen wir jetzt nutzen? Ein Bereich, der aktuell nicht die Leichtigkeit des Verkehrs behindert! Ein Zelt, welches sich hinter den Absperrungen zur Straße befindet, die Sicht auf der Straße nicht vermindert, die Einsicht auf die nächste kreuzende Straße weder für Fußgänger oder Radfahrer noch für Kraftfahrzeuge mindert. Ein Zelt, das uns und unseren Mitarbeitern dabei helfen könnte, trotz Pandemie-Einschränkungen den Winter zu überleben, das Arbeitsplätze sichert, das hilft die gastronomische Vielfalt der Stadt Hamburg zu erhalten und das die Kassen der Stadt nicht belastet, weil wir unsere Mitarbeiter nicht in erhöhte Kurzarbeit schicken müssten …

Liebe Mitarbeiter in den Bezirksämtern, lieber Hamburger Senat, wir laden Sie herzlich dazu ein auf unserer Sommerterrasse, bei Regen und Wind Ihr Getränk zu genießen. Wir sind gespannt, ob Sie danach immer noch der Meinung sind, dass so etwas bei „Hamburger Schietwetter“ die Gastronomie gesund durch den Winter bringt.

Das Roschinsky´s

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