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Von St. Pauli in die Welt

In Deutschland weiß inzwischen jedes Kind, dass es sich beim FC St. Pauli nicht um einen gewöhnlichen Fußballclub handelt. Hier geht es um die Leidenschaft für die Mannschaft und den Fußball. Hier haben Rassismus, Sexismus und Homophobie keinen Platz. Hier lebt der Rock’n’Roll, hier ist alles echt. Die Fans zeigen immer wieder mit tollen Aktionen, was diesen Verein so besonders macht. So wie bei der legendären „Retter-Kampagne“ im Jahre 2003, in dessen Rahmen der Verein mithilfe der Fans in drei Monaten aus dem Nichts fast zwei Millionen Euro auftrieben und den Club somit vor dem Absturz in die Oberliga Nord bewahrte.

Einmalig ist auch die Tatsache, dass der FC St. Pauli der weltweit erste Profi Club ist, der eine stadioninterne KiTa installiert hat. Im „Piraten-Nest“ kümmert man sich um den Pauli Nachwuchs, während die Eltern ihr Team anfeuern. Ebenso einmalig ist sicherlich auch die Auszeichnung mit dem PETA Progress Award als „tierfreundlichstes Fußballstadion“ aufgrund der großen Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten.

Sportlich gesehen ist die Geschichte des Clubs eine ziemliche Achterbahnfahrt. Von Amateurliga bis zur 1. Bundesliga war alles dabei. In der gerade abgelaufenen Saison ist man relativ knapp dem Abstieg in Liga 3 entgangen. Deshalb dürften auch die Wetten für einen Aufstieg in die 1. Bundesliga in der kommenden Saison nicht so rosig stehen, bzw. wird man bei Anbietern wie Sportingbet wahrscheinlich fantastische Gewinnquoten vorfinden.

Die Einzigartigkeit dieses Clubs hat sich aber inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen und der Verein mit der Totenkopf-Flagge genießt bei passionierten Fußballfans weltweit Kultstatus. Bei Fußballfans, denen es um den Sport geht und die keine Lust auf Kommerzialisierung und Kapitalisierung haben. Echte Fans eben. So wie eine Gruppe Fußballverrückter in Yorkshire/England, die sich im Jahr 2011 zusammengetan haben, um den Fanclub „Yorkshire St. Pauli“ zu gründen. Hier trifft man sich zu allen Spielen des FCSP in einem kleinen Club in Leeds, um unter Gleichgesinnten die Spiele zu schauen, ein paar Bier zu trinken und anschließend über das Spiel zu diskutieren. Und im Land der Wettverrückten werden sicherlich auch ein paar Wetten platziert.

Um Mitglied bei Yorkshire St. Pauli zu werden, muss man vor allem die Grundsätze, Werte und Ethos des Vereins verinnerlicht haben, wie z.B. jegliche Form von Diskriminierung nicht zu tolerieren. Einer der wichtigsten Aspekte ist auch in Punkt 4 der vereinsinternen Leitlinien sehr treffend festgehalten worden: „Der FC St. Pauli vermittelt ein Lebensgefühl und ist Sinnbild des authentischen Sports. Dies ermöglicht eine Identifikation mit dem Verein, unabhängig von etwaigem sportlichen Erfolg. Wesentliche Merkmale für diese Identifikationsmöglichkeit sind dabei besonders zu fördern und zu schützen.“

Der komplette Leitfaden ist wirklich bemerkenswert und wahrscheinlich einmalig im Profifußball.

Ein weiteres Ziel des Fanclubs Yorkshire St. Pauli ist es, dass bei den Treffen und beim gemeinsamen Fußballschauen wirklich jeder willkommen ist, solange er die Grundsätze des Vereins achtet und respektiert.

Dieser kleine aber feine englische St. Pauli Fanclub ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Hamburger Kiezclub es durch seine Leidenschaft und Überzeugung immer wieder schafft neue Freunde und Fans zu gewinnen. Und das auch ohne überragende sportliche Erfolge und Titel.

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