Review: Depeche Mode, 11.01., Barclaycard Arena

12. Januar 2018

Nach ihrer gefeierten Stadion-Tour im letzten Jahr, fingen Dave Gahan (55, Ges.), Martin Gore (56, Git.) und Andrew Fletcher (56, Key.) ihren „Spirit“ wieder ein und brachten ihn in die Hansestadt. Dort erwartete das Trio, das an diesem Abend durch einen Drummer und Bassisten ergänzt wurde, ein ausverkauftes Haus mit 13.000 euphorisierten Zuschauern.

Als das Licht ausging und der Beatles-Klas­siker „Revolution“ als Intro ertönte, riss es die Menge von den Sitzen – die Party fing an. Zunächst dominierten düstere Töne in Form vom u. a. aktuellen „Going Backwards“. Ga­han zeigte sich in gewohnter Bestform und posierte fleißig für seine treue Anhängerschaft – diese verehrt den Briten nach wie vor wie ihren Messias.

Das erste Highlight servierten Mode mit dem 2005er Hit „Precious, bei dem fehlerfrei mitgesungen wurde. Daraufhin zeig­te sich die Setlist in einem eher melan­cholisch-ruhigerem, wenn nicht sogar „lang­weil­igem“­ Gewand. Als dann das be­rühm­te In­tro von „Stripped“ ertönte, folgte ein Kreisch-Konzert der Extraklasse. Von da an folgte Hit auf Hit: „Enjoy The Silence“ und „Never Let Me Down Again“ trieben die Stimmung an den Siede­punkt.

Als Zugaben wurden u. a. „Question Of Time“ und der Über-Hit „Personal Je­sus“ gewählt, der gleichzeitig das Ende mark­ier­te. Die Jungs zeigten sich zwei Stunden lang in Topform und machten deut­lich, dass mit Depeche Mode noch lange nicht Schluss ist.

Justine Stock / OX 2018

 

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