HSV oder St. Pauli?
Welcher Club bewegt die Fans im Stadion und auch die eigene Stadt? Eine neue Analyse zeigt, dass sich die Wirkung von Heimspielen auf die Innenstadt selbst innerhalb derselben Metropole unterscheidet. Entscheidend ist dabei nicht, wie viele Zuschauer ins Stadion kommen, sondern welchen Weg die Fans nehmen. 2.071 Heimspiele der 1. und 2. Bundesliga wurden über vier Saisons untersucht. 137 fest installierte Sensoren in 34 Städten erfassten dabei die Passantenströme im öffentlichen Raum.
Heimspiele des HSV sorgen für ein Plus von 6,1 Prozent der Passantenfrequenz in der Innenstadt. Beim FC St. Pauli beträgt er 2,7 Prozent. Der Unterschied liegt weniger in der Größe der Fanbasis als darin, wie sich die Anhänger durch die Stadt bewegen. Viele HSV-Fans reisen über den Hauptbahnhof und passieren auf dem Weg zum Stadion zentrale Bereiche. Bei St. Pauli konzentriert sich ein größerer Teil um das Stadion und den Kiez. „Volle Stadien bedeuten nicht volle Innenstädte – Entscheidend ist, wie Fans sich durch die Stadt bewegen.“ lautet das Fazit des Prof. Schlereth (WHU).






