Hamburgs StadtMagazin OXMOX hatte schon vor 35 Jahren, das Festival präsentiert, als andere Medien noch kein Interesse zeigten. Und 2026 waren wir wieder mit großem Aufgebot vor Ort: Klaus M. Schulz, Sven „der Lange“ Hartwig, Claudia von Bihl, Andreas Kimmich, Alexander Stock, Eddi Kante, Toni Gunner, Kristina Meintrup und Pia Knudsen.
Seit 35 Jahren ist es das Festival, die Pilgerstätte schlechthin für Metalfans weltweit – das Wacken Open Air. Was als kleines Festival auf einem Acker begann, hat sich zu einem gigantischen Bollwerk an hochrangigen Bands und mehr als 80.000 Besuchern gewandelt.
Zwischen Tradition und Wachstum hat sich das Festival fest im Kalender verankert und auch in diesem Jahr pendeln die Fans aus aller Welt voller Vorfreude in den Norden. Je weiter man auf der Autobahn gen Küste fährt desto mehr Autos mit dem bekannten Schriftzug „W.O.A“ sind auf der Bahn zu entdecken. Spätestens dann weiß man: Es ist wieder an der Zeit für Heavy Metal!

Versank das Festival im vergangenen Jahr noch im Schlamm, hatte der Veranstalter Vorkehrungen getroffen, Bodenplatten verlegt, Wege mit Holzschnitzen geebnet und viele weitere Neuheiten in das umfangreiche Sicherheitskonzept eingebaut.
In diesem Jubiläumsjahr meinte es der Wettergott allerdings mehr als gut mit den Besuchern und bescherte ihnen Sonnenschein satt. Deutlich mehr überdachte Sitzplätze auf dem weiten Festivalgelände sowie Sonnencremespender ermöglichten zusätzlichen Schutz vor den kräftigen Sonnenstrahlen. Überall auf dem Gelände wurden die Besucher mit Wasserpistolen oder Wassersprengern erfrischt.
So konnte traditionell am Mittwoch das Infield geöffnet werden und die Fans konnten endlich wieder den Boden des Holy Ground unter ihren Füßen spüren. Das Festival changiert zwischen Tradition und Neuerungen, die zu Traditionen werden. So ist eine der Traditionen der Auftritt der Wacken Firefighters zur Eröffnung des Festivals.
Am Mittwoch begeisterten Electric Bassboy mit ihrem DJ-Set und konnten so dem Festivalmotto „Party on!“ alle Ehre machen. Als Headliner schlossen Hämatom den Abend gebührend ab. Als Überraschungsgast teilten sie die Bühne mit Alea von Saltatio Mortis.
Auch der Donnerstag versprach bei allerbestem Sommerwetter ein traumhafter Festivaltag zu werden. Nach einem Bummel auf dem Farmers Market oder über die Wacken-Plaza ließ es sich wunderbar unter zahlreichen sonnengeschützten Plätzen verweilen.
Auch das Wackinger Village war mit seinen zahlreichen Ständen einen Besuch wert. Musikalisch traten an diesem Tag u.a. Bands wie P.O.D., Storm Seeker, Europe und Kupfergold auf. Ein Hauch von Nostalgie wehte bei den hochumjubelten Auftritten von Savatage und Def Leppard über das Festival.

Auch das Line-Up m Freitag hatte es in sich. Die Auswahl zwischen den zahlreichen Bands auf den vielen Bühnen ist riesig und lässt das Herz der Metal-Fans höher schlagen. Ob auf den Bühnen auf dem Festivalgelände selbst, oder auch im Dorf – überall locken vielversprechende Bühnenauftritte. So konnten am Freitag mitunter Paradise Lost, Dead by April, Any given Day und Subway to Sally ihre Fans begeistern.
Heiß ersehnt waren die Auftritte von Bands wie In Flames und Sepultura. Als Headliner wurden Judas Priest von der riesigen Fanmenge bejubelt und gefeiert. Ihre letzte finale Show gab die Power-Metal-Kombo Running Wild auf der Faster-Bühne. Mit ihren Texten rund um reale Verbrechen und einer feinen Abstimmung aus elektronischer Musik überzeugte Skynd aus Australien am Abend die Fans. 
Am letzten Festivaltag, dem Samstag, verwöhnte das Wetter die Besucher der Jubiläumsauflage des Wacken Open Air erneut mit bestem Wetter. Gute Laune, Headbangen und hochkarätige Musik inklusive! Heavysaurus sind schon lange kein Geheimtipp mehr sondern fester Bestandteil der Wackenfamilie und überzeugten erneut die Besucher. Lamb of God, Hardline, Airbourne, Vended oder The Other waren nur einige der vielen musikalischen Gäste am Samstag.
Alestorm, Triptykon und Bleed from Within begeisterten ihre Fans. Sehnlichst herbeigesehnt war auch der Auftritt von Arch Enemy, die rund um ihre neue Sängerin Lauren Hart eine feurig-mitreißende Performance darboten. Neben Powerwolf waren auch Sabaton als Headliner an dem finalen Abend zu Gast. Beide Bands begeisterten mit detaillierten Bühnenbildern, einer mitreißenden Performance und musikalischer Finesse und Leidenschaft.
Waren die ersten Bands in den Vorjahren immer mit einer Show am letzten Festivalabend verkündet worden, wurden in diesem Jahr jeden Tag einige Bands für das Wacken Open Air 2027 verkündet. Als Headliner wurden Helloween, Five Finger Death Punch und Electric Callboy bestätigt.
Das diesjährige Festival hat nach 35 Jahren auch wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, warum es so beliebt ist: Mit seiner großen Bandauswahl werden groß und klein – generationenübergreifend – angesprochen. Wacken ist immer ein „Nach-Hause-kommen“. In diesem Sinne: Auf die nächsten 35 Jahre!






