CDs der Woche

CDs der Woche

25. Juni 2018

Nine Inch Nails – Bad Witch EP

„Die böse Hexe“ schließt nun nach zwei Jahren die EP-Trilogie der US-Amerikanischen Indus­trial/Dark-Metaller um Mastermind Trent Re­z­nor (53) ab. Zuvor begeisterten be­reits „Not The Actual Events“ (2016) und „Add Vio­lence“ (2017) die Fans. Die finalen sechs So­ngs kommen in einem sehr düsteren Gewand daher – es überwiegen vor allem verquirlte In­dustrial-Töne (u. a. „Shit Mirror“), die ab und an mit psychedelischen Elementen versehen wurden (z. B. „Go Break Down The Door“). Am 02.07. spielen NIN ihr einziges Deut­schland-Konzert in Berlin. (The Null Corporation)

JS

 

Kissin‘ Dynamite – Ecstasy

Was die im Jahre 2006 damalige Schülerband auf ihrem mittlerweile sechsten Album den Fans bietet, ist Rock vom allerfeinsten, ein­gängige Melodien kommen druckvoll und gut gesungen aus den Boxen. Highlights unter den 13 Songs sind das vorab veröffentlichte „I’ve Got The Fire“, die Rocknummern „You’re Not Alone“, „Waging War“ oder „One More Time“. Getoppt werden diese noch vom treibenden „Placebo“ und dem mächtigen Abschluss „No Time To Wonder“. Dass sie auch ruhiger kön­nen, beweisen die Mannen um Sänger Han­nes Braun mit der Powerballade „Heart Of Stone“. (Sony)

AS

Tremonti – A Dying Machine

Der Creed– und AlterBridge-Gitarrist mit seinem vielseitigsten und anspruchsvollsten Solo-Projekt bisher. Die Handlung der SciFi-Konzeptstory spielt zum Ende des nächsten Jahrhunderts und erzählt von Menschen er­schaffenen, künstlichen Wesen. Musikalisch reicht die Bandbreite von deftigen Krachern wie „Bringer Of War“ oder dem bulligen Titellied über majestätische Hymnen wie „From The Sky“ und Nachdenkliches („Trust“, „As The Silence Becomes Me“) bis hin zu Ohrwürmern à la „The First, The Last“. Alles veredelt von Tremontis unverwechselbaren Spiel und seinem variabler denn je klingenden Gesang. Anspieltipps: das melodische „Throw Them To The Lions“, das deutlich härtere „The Day When Legions Burned“ und das epische „Desolation“. (Napalm/Universal)

OKu

Hoobastank – Push Pull

Anstelle der gewohnten 90er-Grunge- und Alt­er­native-Klängen geben sich die Herren um Sänger Doug Robb auf ihrem sechsten Album deutlich poppiger. Los geht‘s mit dem lockeren Fingerschnipper „Don’t Look Away“, der längst nicht die einzige klar von klassischem Soul und Funk inspirierte Nummer bleibt. Bes­tes Beispiel: Das Titelstück. Dazu hat Produ­zent Matt Wallace (Faith No More) der Grup­pe einen sommerlich-leichten Sound verpasst, der perfekt zum neuen Stil passt. Mehr in Rich­tung ihrer älteren Werke gehen da schon das exzellente Cover des TearsForFears-Hits „Head Over Heels“ und der ohrwurmver­dächtige Breitwand-Rocker „True Believer“. (Napalm/Universal)

OKu

5 Seconds Of Summer – Youngblood

Auch das dritte Album der Schulfreunde aus Sy­d­ney versetzt die Anhänger mit einer Misch­ung aus purem Pop und knackiger Punkrock-Energie in Ekstase. Das Ganze ist supermodern produziert und klingt fantastisch. Das soul-infizierte „Want You Back“ sowie der Stadion­rocker „More“ profitieren am meisten vom exzellenten Sound. Aber auch die ruhigeren Lieder, wie „Lie To Me“ oder „If Walls Could Talk“ begeistern. Weitere Highlights sind der Hit-Kandidat „Valentine“, das majestätische „Babylon“, die Gute-Laune-Nummer „Talk Fast“ und das melancholische „Ghost Of You“. (Universal)

OKu

[KS]
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