Close
Skip to content

Henning Wehland: Gedanken am Tresen des Lebens

# 29 – Geschichte wiederholt sich – nicht – oder?!

Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem Schuld sein soll …“ (Verfasser unbekannt)

Während ich diese Zeilen schreibe, ist die Landtagswahl in Thüringen schon wieder fast vergessen, weil alle auf Hamburg schauen. Das Bewusstsein, Demokratie mit einer Stimme zu prägen, verschwindet hinter dem Vorhang der Sensation, des Unglaublichen.

Wir sind Zaunkönige, auf der Grenze von schwarz und weiß, wir wissen alles besser aber haben keine Lösung für das Problem mit der Wahrheit. Wir vergessen unsere eigene Stimme, weil wir vielmehr damit beschäftigt sind eine allgemeine Meinung zu bilden, die keinem und vor allem uns nicht schadet.

Gebannt schauen wir auf die Hochrechnungen und sind empört über die Ergebnisse. Uns fehlt das Bewusstsein, dass WIR diejenigen sind, die Veränderung in Gang bringen können. Uns fehlt das Bewusstsein für Demokratie.

Das neue Jahrzehnt hat mit einem Paukenschlag begonnen. Die Freiheit, die wir uns in mehr als 70 Jahren erkämpft haben, steht auf dem Spiel. Jeder von uns ist schuldig, dass es so weit kommen konnte.

Das Gute ist: jeder von uns kann es ändern. Denn: Demokratie bedeutet, dass jeder eine Stimme hat, dass jeder gehört wird, dass jeden Tag jeder Mensch die Möglichkeit hat, die Gesellschaft zu verändern.

Das Schlechte ist: diese Möglichkeiten hat auch jeder Gegner der Demokratie. Diese finden wir nicht nur in Parteien, Marken, Wirtschaft, Bewegungen, sondern in unser aller Denken, in uns selbst.

Wir können die Welt verändern, davon bin ich fest überzeugt. Es gibt unzählige Beispiele aus allen Schichten. Das Entscheidende ist: wir müssen damit anfangen …

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt!“ (Mahatma Gandhi)

(Foto: Ricarda Spiegel)

InstaStory

OXMOX ABO AKTION

das Durchblick-Abo

Werbung