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Henning Wehland: „Zuhause ist, wo ich Freunde finde“

DER LETZTE AN DER BAR

Gedanken am Tresen des Lebens  von Henning Wehland

#39 – Reise Reise

Heute möchte ich mich bei der OXMOX Redaktion bedanken. Vor genau vier Jahren hatten wir die Idee zu der Veröffentlichung meines ersten Soloalbums „Der letzte an der Bar“ diese Kolumne zu schreiben. Wie schon so oft in meinem Leben habe ich sofort „jaaaa“ geschrien, ohne zu wissen, wie schwierig es ist, jeden Monat Gedanken in Worte zu fassen.

Meine Frau Kira hat mich in diesen Jahren begleitet, Blut, Schweiß und Tränen investiert, um mich zu einem Kolumnisten zu machen. Dafür bin ich dankbar und stolz, dass diese fast 40 Texte tatsächlich veröffentlicht wurden.

Ich habe ein besonderes Verhältnis zu Hamburg. Meine Mutter Moiken und ihr Bruder Kay sind im Tieloh in Barmbek aufgewachsen und zur Schule gegangen. Ich habe oft meine Ferien bei meiner Großmutter Omo verbracht, die selber Künstlerin, Malerin, war und Puppen gestaltet hat. Von diesem Zweig aus Hamburg habe ich viel mitbekommen. Ich kann mich auch daran erinnern, wie Omo und ich morgens in den Supermarkt gefahren sind und zwei Toastbrote gekauft haben, um sie dann an der Alster an die Enten zu verfüttern. Wie ich heute weiß, ein Unding, aber das ist eine Kindheitserinnerung, die mich mit meiner Familie, aber auch mit Hamburg verbindet.

Genauso, wie diese Geschichten, die ich in den letzten vier Jahren im OXMOX aufschreiben durfte.

So schwer es mir fällt, ich bin ein Reisender. Ich muss unterwegs bleiben. Deshalb ist es für mich jetzt an der Zeit neue Horizonte zu entdecken. Die Erfahrungen der letzten vier Jahre im Gepäck und mit dem Wissen, dass ich Freunde in der Stadt an der Elbe habe, setze ich die Segel und schaue, was der Horizont mir 2021 offenbaren kann.

Vielleicht darf ich ja in den nächsten Jahren nochmal den ein oder anderen Beitrag zu diesem großartigen Magazin beisteuern, aber jetzt muss ich erstmal weiterziehen. Und sage „Danke“ an Alle, die mir diese Möglichkeit gegeben haben.

In Zeiten wie diesen ist es nicht selbstverständlich, dass es eine Redaktion gibt, die aus Menschen besteht, die so viel Herzblut in ein Magazin wie dieses stecken. Dafür bin ich sehr dankbar. Vor allem, weil ich das Gefühl habe, welches ich im Tieloh 41 bei meiner Großmutter Omo hatte: Zuhause zu sein. Hamburg ist für mich auch ein Stück Heimat und Ihr, liebe OXMOX Redaktion, habt daran einen großen Anteil. Vielen Dank.

Ihr seid zu Freunden und zu Familie geworden. Danke für diese Reise.

…Unser Leben ist ein Segelboot, irgendwo zwischen Heimweh und Seenot ist unsere Heimat der Horizont… „ (aus dem Song „Segelboot“ von Henning Wehland)

(Foto: Ricarda Spiegel)

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