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NKULEE DUBE: Südafrikas Reggae-Prinzessin

Wenn die Nkulee Dube (33) auf der Bühne performt, merkt man ihr kaum an, dass sie schüchterner Natur ist. Dass sie immer wieder über ihren Schatten springt, ist ihrer Leidenschaft für Musik und Tanz zu verdanken. Die wurde ihr quasi in die Wiege gelegt, denn ihr Vater ist der Reggae-Sänger Lucky Dube (✝43), der 2007 starb. Nun folgt Nkulee seinen Spuren und spielt beim Sunshine Reggae Festival (18.-20.6.21, Roeschwege).

Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Meine Musik ist eine Mischung aus all meinen Lieblingsgenres: Jazz, Afro-Pop, Country, Dancehall – alles unter einer Decke des Reggae, weil mich mein Vater dazu inspiriert hat. Ich habe beschlossen, sie AfroRaga zu nennen

Welche Musik hast du gehört, als du aufgewachsen bist?

Ich habe damals viele Country gehört, u. a. von Brook Benton und The Dixie Chicks. Als professionelle Tänzerin bin ich mit vielen unterschiedlichen Einflüssen in Berührung gekommen und das hat mir geholfen, meinen eigenen Sound zu kreieren.

Warst du ein Fan der Musik deines Vaters und wie hat er dich inspiriert?

Ich kann nicht sagen, dass ich ein „Fan“ war, weil ich sehr jung war als er anfing. Ich habe seine Musik lieben gelernt, als ich älter war. Er wollte früher nicht, dass wir zu seinen Shows kamen. Dann sagte er immer „Wenn ich ein Arzt wäre, würdet ihr dann auch mit zu meiner Arbeit kommen wollen?“. Er hat seinen Job und die Verbindung mit seinen Fans respektiert und wollte nicht, dass wir da Unordnung reinbringen (lacht). Er wollte sein Familien-Leben privat halten und hat uns von seiner „Arbeit“ ferngehalten.

Ich bin in Johannesburg bei meiner Mutter großgeworden. Mein Vater wusste nicht einmal, dass ich seine Tochter war. Wir beide fanden es heraus, als ich ein Teenager war. Meine Mutter konnte ihm nicht von mir erzählen, weil er viele Monate unterwegs war und dann ist sie für einen Job von Newcastle nach Johannesburg gezogen. Ich hatte eine tolle Kindheit mit meiner Mutter und meinem Bruder und dann ein gesegnetes Erwachsenen-Leben mit meinem Vater – bis zu seinem letzten Tag. Mein Vater hat mir Noten für einige meiner Songs geschrieben als ich gerade mein zweites Album aufnahm. Wir spielten Jam-Sessions an Sonntagen nach dem Lunch. Ich habe viel durch ihn gelernt, das ich in meine Musik einbringen konnte.

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Du hast mal erzählt, dass es viele Jahre gebraucht hat, bis du dich auf der Bühne wohlgefühlt hast. Woran lag das und wie hast du das Gefühl überwunden?

Ich bin von Natur aus eine schüchterne Person (lächelt). Daher war es so schwer für mich auf der Bühne vor so vielen Leuten zu stehen. Ich habe mit talentierten Künstlern wie Lebo Mathosa gearbeitet, die meine Mentorin war und außerdem der Grund, weshalb ich mich meinen Ängsten stellen konnte. Sie gab mir Mitten in der Show ihr Mikro und forderte mich auf, zu singen. Ich war komplett verängstigt (lacht). Das war meine erste Erfahrung auf einer großen Bühne und seitdem habe ich mich nicht mehr auf meine Angst fokussiert.

Gibt es eine Stadt, in der du sehr gerne spielen würdest?

Definitiv Vanuatu Island, weil ich da das erste Mal mit der Band meines Vaters war. Damals war ich noch sehr jung und habe noch nicht meinen „Nkulee Dube“-Sound präsentieren können, wie ich ihn jetzt ausgereift habe – als Künstlerin, die ihre Reise besser versteht.

Was ist deine lustigste Story?

Das war in San Diego als wir kurz davor waren, die Bühne zu betreten. Ich war dabei mich anzukleiden als der Reißverschluss meiner Hose ist abgefallen ist. Mein Manager Mark Miller musste durch den Club rennen und irgendeine Klammern auftreiben. Ich ging auf die Bühne mit diesen Klammern, die mich während der gesamten Konzerts piecksten und als wir die finale Tanz-Sequenz aufführten, gaben sie nach und ich stand fast nackt vor den Leuten (lacht).

Wie sieht deine Zukunftsplanung aus?

Ich plane für die kommenden Monate, noch mehr Musik zu releasen. Das Album ist fertig und heißt „The Journey” Eine Single namens „I am Woman“ haben wir bereits veröffentlicht.

Was sollen unsere Leser noch wissen?

Ich möchte euren Leser für ihre Unterstützung und Liebe, die sie der Reise meines Vaters all die gegenübergebracht haben, danken. Diese Liebe gab uns als Familie die Stärke, uns aufzuraffen und nicht in unserer Trauer zu versinken. Ich verspreche, seinen Nachlass am Leben zu erhalten!

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