FINALE 2012 HAMBURG BANDCONTEST

FINALE 2012 HAMBURG BANDCONTEST

10. Oktober 2012

Das Finale des 27. OXMOX HAMBURG BANDCONTESTS präsentierte mit 10-Sieger-Bands und Special-Guest Vorjahressieger Nixuntertreiben einen bunten Querschnitt von Pop über Elektronik bis Rock, moderiert vom Goldenen Gniechel.

Hunderte Bands beteiligen sich vorwiegend aus dem Kulturgroßraum Hamburg (Norddeutschland). Die Hamburger Magic-Markthalle war bestens gefüllt. Die Bands in der Reihenfolge ihres Auftretens:

[:smu:t]

Der Indie-Rock Band aus Hamburg mit engagierten deutschsprachigen Texten kam die undankbare Aufgabe der Eröffnung mit. Mit „Ahoi!“ – Rufen wurde hanseatisch motiviert und mit viel Spaß an der Sache gerockt bis es alle kapiert hatten: der Contest hatte begonnen.

Pure Tonic

Auf diese Stimmung konnten Pure Tonic aus Bremervörde nur aufbauen und holten sich mit traditionellem, energiegeladenem Hardrock und mit ihrem kräftig losröhrendem Sänger den dritten Platz.

Drag Strip

Die Band der fünf Hamburger Jungs gibt es schon seit über zehn Jahren. Sie bezeichnet ihren Musikstil als „Boostrock“, welcher sich der großen, glücklichen Familie des abwechslungsreichen Rock härterer Gangart mit Metaleinflüssen zuordnet. Showgeschäfterfahren steht hier insbesondere der Sänger im Vordergrund.

Get The Last Cap

Die Rockschiene wurde nun weiter aufgefächert und durch Reggae, Rap und jede Menge Partystimmung erweitert. 6 Jungs und 1 Mädel sangen, tanzten, spielten und übertrugen so ihre gute Laune auf das Publikum, was ihnen den zweiten Platz brachte.

Kerry Fay

Die gebürtige Ukrainerin füllte mit fünf weiteren Musikern und zwei Tänzern die Bühne und präsentierte sehr professionell Pop und jede Menge Soul sowie mit viel Einsatz ihre körperbetonten Reize. Diese Show brachte einen gut durchgestylten Schwung Glamour in die Veranstaltung.

Rabaukendisko

Von Christoph&Christoph aus Grevesmühle kam Elektropop mit deutschen Texten auf die Bühne. Das Instrumentarium fand seinen Piltz auf einem Bügelbrett, partiell unterstützt von Bass und E-Gitarre. Sehr tanzbar, treibender Sound zwischen Kraftwerk und etwas Neuer Deutscher Welle. 2010 bereits als beste Newcomer Band aus Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Ihr Rezept ging auch beim tanzhungrigen Publikum in Hamburg auf und wurde mit dem 1. Platz gekürt.

Vakuumlator

Elektronisch wurde fortgesetzt. Ähnlich wie Rabaukendisko wird auf elektronische Loops und spannende Rhythmusprogramme gesetzt, allerdings wesentlich psychedelischer und massiv unterstützt von einer exzellent dazu passenden elektrischen Gitarre, die auf dem Elektropop rockende Variation mitgibt. Zusätzlich mischt sich sehr bereichernd und teils melancholisch noch eine geniale E-Violine. Das Publikum nahm gebannt von so viel Sphäre und Atmosphäre etwas Abstand zur Bühne. Es war gleich zu spüren das hier zwar kein Contest-Gewinner geboren wurde, jedoch eine Musik präsentiert wurde, die sich durch große Eigenwilligkeit und Phantasie auszeichnet. Die Band verlor sich völlig in ihrer musikalischen, sphärischen Welt mit nachdenklichen Texten in teils gerappten Stil und vergaß dabei leider unsportlicher Weise jegliches Zeitgefühl.

Schreiber

Back to Rock. Gut abgehender melodischer Deutschrock, dargeboten von der dynamisch aufspielenden Band von Christian Schreiber aus Bad Segeberg, die von einer gut vertretenden Fanbase angefeuert wurde und für die Schreiber natürlich die wirkliche Nummer 1 bedeutete. Rau, engagiert, herzlich und sehr selbstbewusst. Schreiber versuchte nach Kräften, nicht nur die eigenen Fans zu motivieren, die fleißige Chöre einstimmten.

Jan Pape Band

Es ging weiter mit poppigen Deutschrock: Jan Pape kann mittlerweile fast schon als alter Haudegen des Entertainments bezeichnet werden. In jedem Fall, was seinen Heimatort Pinneberg angeht. Schon seit 1991, damals mit der Band Royal Kings Of Space unterwegs, blickte er auf mehr Erfahrungen, als die meisten der Teilnehmer zurück. Einer der Musiker hatte sich die Hand gebrochen und konnte nicht auftreten: statt seiner stand eine gemalte Pappfigur auf der Bühne, die ihr bestes gab, um die Stimmung anzuheizen, und eine ganze rotte Mädels enterte die Bühne und tanzte da ihre Jan Pepe-Party.

Groovespire

Groovespire stand als letzter Contestteilnehmer um halb zwölf Mitternacht vor einem durch 9 vorhergehende Konzerte bereits schon leicht ausgepowerten Publikum, das trotzdem noch gut mitfeierte. Der Herr mit Hut und seltsamer Gesichtsbemalung ließ seine elektrische Gitarre schön rocken: zum Abschluss noch mal eine Portion von Mutters handgemachten Rock`n´Roll.

Nixuntertreiben

Während sich die Jury zurück zog, um die Stimmzettel des Publikums auszuzählen und ihre Jurywertungen abzugeben, gaben die Vorjahresgewinner als Special Guest ihre Elektro-Rap/Hip-Hop Performance zum Besten. Das machten sie mit vollem Einsatz, aber – wie gesagt – das Publikum war nun langsam an der Grenze der Aufnahmefähigkeit angekommen und wartete eigentlich nur noch auf Eins.

DIE SIEGEREHRUNG

Sämtliche Bands versammelten sich auf der Bühne. Die Preisverleihung wurde vom unermüdlichen Goldenen Gniechel vorgenommen, der mit Witz und Charme durch den Abend führte. Trotz angestimmter Schreiber-Chöre, gewannen zur freudigen Überraschung ihrer wilden Fan-Scharen, die mit Schildern „Wir tanzen bis zur Ohnmacht“  und Band-Shirts bestens ausgestattet waren: Rabaukendisko!!! Als Erstplatzierter durfte die junge Band auch als 1. einen der 10 heiß begehrten Preise aussuchen und entschied sich, ganz im Sinne einer weiterhin erfolgreichen Karriere im Music-Biz für den Center-Stage Auftritt beim Deichbrand Festival 2013. Get The Last Clap konnten ihr Glück kaum fassen, als sie als „nur“ Zweitplatzierter einem Scheck über fette 1.000,- Euro!!! erhielten. Den 3.Platz eroberten Pure Tonic, die mit einem langen Aufnahme-Wochenende im top modernen Tonstudio der 3G-Jungs, inklusive aller Extras und Personal belohnt wurden. Platz 4 eroberte die Hamburger Jan Pape Band, während Drag Strip es auf den 5. Platz schafften, was – wie auch alle restlichen Platzierungen der Finalisten – mit hochwertigen Preisen von Steinberg Cubase Tonstudio-Software, über Bandbus-Gutschein von Starcar, Clubplaner-Software. Thomann-Gutschein über 500,- Euro bis zu weiteren Gigs bei angesagten Festivals honoriert wurde. Letztlich gab es also nur Gewinner. Denn wer es ins Finale Geschafft hat, erhielt neben den teuren Preisen einen genialen Abend mit vielseitigen Bands und kann sich dazu damit rühmen, die große Markthalle gerockt zu haben.

[KS]
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