Im Takt, aus dem Takt. Über das Trainieren mit Lauf-Apps …

26. Oktober 2016

Wenn ich gefragt werde, wer oder was mich zum Laufen gebracht hat, könnte ich lügen und sagen: „Das war ›Pre‹ – Steve Prefontai­ne! So inspirierend, wie der ’72 in München die 5.000 Meter gelaufen ist …!“ Oder ich könnte antworten: „Erinnerst du dich an die Szene aus Forrest Gump? Wo Forrest von diesen Teenagern aufgemischt wird und Reiß­aus nimmt trotz seiner Beinschienen und sei­ne Freundin ruft ihm hinterher, Lauf, Forrest! Lauf!, und er läuft und läuft und läuft?“ Ich könnte auch an den Autor und Lauf-Enthu­siasten Haruki Murakami denken und sa­gen: „Ich glaube, das Laufen liegt mir ein­fach im Blut. Gegen andere anzutreten bedeu­tet mir nicht viel. Ich will lieber Ziele erreich­en, die ich mir selbst gesteckt habe. Deshalb ist Laufen der perfekte Sport für mich.“ Doch eigentlich müsste ich, wenn ich gefragt wer­de, wer oder was mich zum Laufen gebracht hat, ehrlich sein. Ich müsste mein Smartpho­ne aus der Tasche ziehen, den Bildschirm ent­sperren, eine App öffnen und sagen: „Das hier – das hat mich zum Laufen gebracht.“

Als Steve Prefontaine 1972 in München lief, hatte er noch kein Smartphone. Prefontaine hatte nur seine Beine und Bill BowermanNike-Mitbegründer und legendärer Trainer des Track-&-Field-Teams der University of Oregon. Doch damit konnte ich locker mit­halten, als ich meine ersten Runden am Rhein gedreht habe. Beine hatte ich auch. Und als Trainer Shalane Flanagan. Und Ashton Ea­ton. Und Sanya Richards-Ross. Und einige andere Weltklasse-Läufer, die bei Nike unter Vertrag sind. Sie alle haben mir in den ersten Wochen Feedback gegeben, haben mich ge­lobt und angespornt und mir Mut zugesproch­en für den nächsten Lauf. Sie alle waren als Testimonials Teil der Running-App, mit der ich meine ersten Läufe aufgezeichnet habe. Eine nette Spielerei? Nein, es war mehr als das. …

Heute sind mit Apps und Wearables Tech­nologien und Möglichkeiten für jedermann verfügbar, die lange Zeit Profi-Sportlern vor­behalten waren. Sie zeichnen Distanz und Tempo auf, können Runden und Intervalle messen, sie empfangen Daten von Pulsgurten und Schrittzählern, und neueste Geräte ermit­teln sogar Werte wie den Blutsauerstoff. Wo­für noch vor wenigen Jahrzehnten aufwendi­ge Untersuchungen nötig waren, das erledi­gen heute Smartphones oder Geräte von der Größe einer Armbanduhr. Alleine auf meinem Smartphone sind fünf Apps installiert, die ausschließlich mit dem Laufen zu tun haben. … Die Suche nach dem Stichwort Running ergibt alleine im App-Store von Apple mehr als 6.000 Ergebnisse. …

Den kompletten Artikel lest ihr im neuen OXMOX!

X