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OXMOX Leserbriefe Januar 2014

 

Betr. MoPo-Artikel suggeriert Mit­schuld der Live-Musik an der Esso-Räu­­­­­mung

Die zwangs­wei­se Schließung des Molotow ist ein schwer­­er Schlag für den Musikstandort Ham­burg. Die Mitarbeiter arbeiten derzeit un­ter Hochdruck, sämtliche Konzerte in an­de­re Clubs zu verlegen. Dies ist für das Mo­lotow gleichbedeutend mit dem Total­ver­lust aller Einnahmen. „Das Molotow und an­dere vergleichbare Live-Clubs besitzen nicht die Substanz, solche finanziellen Ausfälle au­ch nur annähernd kompensieren zu können“, sagt Terry Krug, 1. Vorsitzende des Club­kom­­­binats Hamburg e.V.. Leider ist bis heu­te nicht bekannt, ob es für diese „Be­triebs­­­schäden“ irgendeine Entschädigung ge­ben wird. Eine Insolvenz des Molotow wäre eine kulturelle Katastrophe. Dass die Ham­burger Morgenpost darüber hinaus titelt, „Lie­ßen sie die Esso-Häuser beben?“, und damit Spekulationen befördert, dass die Schall­­emissionen des Konzerts der Band Mad­­sen ursächlich mit der Räumung der „Esso-Häuser“ zusammen hängt, schlägt – in dieser kulturellen Notlage – dem Fass den Bo­den aus. Das Clubkombinat, das sich an den Bemühungen für eine Lösung des Mo­lo­tow engagiert, betont, dass diese Schlagzeilen für die notwendige Suche nach Ausweich­flächen zur alternativen Unterbringung des Molotow kontraproduktiv sind. Anstatt z. B. die Not und das Leiden der betroffenen Be­wohner in den Fokus der Esso-Räumung zu rücken, wird die Schuldfrage der Live-Musik öffent­lich debattiert. Die Politik muss sich nun – ne­ben dem nötigen Engagement für die be­trof­fenen Bewohner – auf allen Eben­en für das bedrohte Molotow einsetzen.

Clubkombinat Hamburg e.V.

 

OXMOX drückt dem Molotow die Daumen und bittet, angesichts der aktuellen Lage Ab­wei­ch­ungen im Ter­minteil zu entschuldi­gen

 

 

Betr. Silvester-Special

Vermisse das Silvester-Special in eurem Heft – oder wann kommt die neue Ausgabe? Even­tu­ell noch mit Kartengewinn-Chance?

Petra Berg

 

Verlost ihr im Januar-OXMOX wieder so vie­­le Silvester-Tickets? Ich würde mich freu­en, auch dieses Jahr Karten zu gewin­nen … Sebastian Ehrle

 

Nach dem Weihnachts- haltet ihr nun das Sil­ves­ter-OXMOX in den Händen – mit vielen tollen (Ticket-)Gewinnen für einen gelungen­en Start ins neue Jahr!

 

 

Betr. HAMBURG-BANDCONTEST

Meine Band würde sehr gern an dem Contest teil­nehmen. Könnt ihr mir schon sagen, für wann die Shows geplant sind?

Krystian Tegowski

 

Voraussichtlich findet das Viertelfinale im Ap­ril/Mai, das Halbfinale im Juni/Juli und das Finale im September 2014 statt. Wir freu­en uns auf eure Bewerbung!

 

 

Betr. Meine Flucht aus Libyen

Toll, dass ihr als – meines Wissens – erstes und bisher einziges Magazin in Nord­deutsch­land so viele Flüchtlinge selbst habt zu Wort kommen lassen. Ein sehr bewegender Report!

T. Schacht

 

Herzlichen Dank für die vielen ergreifenden Schick­­sals-Reportagen! OXMOX hat seinen Le­­sern damit einen interessanten Blick hinter die Kulissen gewährt. Sabine Scheuermann

 

Teile der Regierung und der Polizei scheinen da­­ran interessiert zu sein, Gewalt in unsere wö­­­chentlichen Demonstrationen hinein­zu­tra­gen. Seit Wochen umringt mehr und mehr Po­­lizei unsere friedlichen Proteste. Bei einer der letzten Demos wurden sogar Polizeihunde eingesetzt. Die Bereitschaftspolizei mar­sch­ier­­­te teilweise in Körperkontakt mit den Teil­nehmer/innen. Wir mussten die Demons­tra­tion unterbrechen, um die eskalierte Situa­ti­on zu klären. Auf dem Weg zurück kletterte ein Demonstrant, der sich von den Hunden pro­vo­ziert fühl­te, über die von der Polizei errich­tete Absper­rung. Obwohl er keine Gefahr für die Dut­zen­den Polizist/innen hinter der Ab­sper­rung dar­stellte, ließ ein Beamter seinen Hund von der Leine und er attackierte den De­mons­tranten. Die anderen Teilnehmer/­innen protestierten laut­­stark und die Polizei reagierte mit dem Ein­satz von Pfefferspray und Schlagstock. … Der aktuelle Senatsvor­schlag beinhaltet, dass wir Flü­cht­linge der Grup­pe Lampedusa in Ham­burg einzeln An­träge auf Aufenthalt stel­len und dann eine Dul­dung für die Dauer des Verfahrens erhal­ten sollen. Das Verfahr­en kann durch sämt­li­che gerichtliche Instan­zen und den Eingabe­aus­schuss bis zu drei Jah­ren dauern. … Zu­dem haben sowohl Be­hör­denvertreter als auch Senatsmitglieder und Oberbürgermeister Olaf Scholz immer wie­der betont, dass letzt­endlich für uns nur eine Abschiebung nach Ita­lien oder sogar in un­sere Heimatländer be­ab­sichtigt ist. Auch un­sere AnwältInnen sa­gen, dass der vom Senat vorgeschlagene Weg für die meisten von uns früher oder später zu einer Abschiebung fü­hrt. … Wir fragen uns wa­rum die politisch „Ver­antwortlichen“ ver­su­chen mit faktisch ni­cht durchführbaren Vor­schlägen bzw. nicht umsetzbaren Zu­sich­er­­ungen Verwirrung zu stif­ten.Auch 111 AnwältInnen aus Ham­burg haben auf einer Pres­sekonferenz und in einer Erklärung zum Ausdruck gebracht: „Wir fordern den Senat auf, hierfür (für die Gruppe Lampedusa in Ham­burg) das vom Ge­setzgeber zur Verfü­gung gestellte Instru­ment des § 23 Aufent­halts­­gesetz zu nutzen. Dies ist der einzige Weg, um den Betroffenen Gewissheit über ihr aufenthaltsrechtliches Schick­sal zu verschaf­fen und klarzumachen, ob ein politischer Wille besteht, die huma­ni­tä­re Notlage zu be­enden.Lampedusa in Hamburg

 

Auch im neuen Jahr wird OXMOX über – hof­­­­fentlich bessere Zeiten – zum Thema „Lam­­­pedusa in Hamburg“ berichten.

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