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SexarbeiterInnen fordern ihre Arbeit zurück

Nach vier Monaten Lockdown stehen beunruhigend viele kleine und mittelständische Unternehmen kurz vor der Schließung. Das Augenmerk lag bisher vor allem auf Künstlern und der Eventbranche – bis vergangenen Samstag. Da forderten rund 400 Prostituierte und Bordellbetreiber die Öffnung ihrer Arbeitsstätten, als sie sich mit zwei Meter Abstand und unkenntlich maskiert in der Herbertstraße auf St. Pauli aufreihten. Auf Schildern leuchteten in bunter Farbe Weckrufe an die Politik. Denn sollten die SexarbeiterInnen nicht bald wieder arbeiten dürfen, könnte die gefährliche Konsequenz bald sein, dass das Geschäft in die Illegalität abrutscht und sich Kontrollen und gesetzlichen Regelungen entzieht – eine Katastrophe besonders für die ArbeitnehmerInnen des ältesten Gewerbes der Welt.

Unsere Nachbarländer wie die Schweiz zeigen übrigens, dass es auch anders geht: Dort durften die Bordelle bereits vor einem Monat erfolgreich ihren Betrieb wieder aufnehmen. Ob, wie und wann das in Deutschland umgesetzt wird, steht noch aus.

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