5th Avenue

5th Avenue

18. Dezember 2013

Anfang der 90er fünf Mal in Folge beim Wacken Open Air dabei; 1994 und 1995 zum beliebtesten Hamburger Act noch vor Westernhagen und Blumfeld gewählt. 1995 löste sich die Band auf. Nach 17 Jahren stand 5th Avenue bei den Hamburger Metal Dayz 2013 wieder auf der Bühne …

Wie kam es zum Neustart?                               

Oliver Peters: Ich wollte im letzten Jahr einen Song neu aufnehmen und habe Ingo (Dr.) sowie Adrian (B.) gefragt, ob sie nicht Lust haben mitzumachen. Dann ging es ganz schnell und plötzlich standen wir im Kaiserkeller auf der Bühne.                                                                                                                                                                                                                                                                 

Warum dieser Bandname?         

Wir saßen in einer Bar und auf der Karte gab es einen Cocktail namens „Fifth Avenue“. Wir konnten uns nicht auf einen Namen einigen und der erste Auftritt stand an. Der Bandname tat  niemandem weh – es war der kleinstmögliche Nenner …

Ihr wart von 1990-1995 bei Wacken dabei. Und vorher beim OXMOX HAMBURG-BAND-CONTEST…

Uns gab es damals erst ein paar Monate. Wir hatten das erste Demotape ans OXMOX gesendet. Ich weiß noch, wie wir gejubelt haben als die Zusage kam, dass wir im Finale dabei  sind. Wir haben den 2. oder 3. Platz gemacht. Der OXMOX Bandwettbewerb war ein Meilenstein in unserer Bandhistorie.

Warum hattet ihr die Gruppe 1995 aufgelöst?

Es gab musikalische und persönliche Differenzen. Dadurch, dass unsere CD nicht erschienen ist, wurde es nicht einfacher. So wurden die Spannungen immer größer und Ende 1995 war Schluss.

Du wolltest damals nie wieder Musik machen? 

Als die Band sich aufgelöst hatte, fühlte ich mich unendlich leer: ich hatte zu jeder Zeit meine ganze Energie in diese Gruppe gesteckt. Die anderen fünf waren meine engsten Freunde, und es ging nicht einvernehmlich  auseinander. Das hat jahrelang Spuren hinterlassen und mir jegliche Freude an der Musik genommen.

Wie fühlt es sich an, nach so langer Zeit wieder die Bühne zu rocken?

Einfach geil. Die neue Formation hat eine ungeheure Energie – es macht einfach nur Spaß!

Was habt ihr in der Zwischenzeit getrieben?

Adrian hat mit den Jungs unter anderem Namen weitergemacht. Ingo ist bei der Band Jackbox eingestiegen, bei denen er heute noch spielt. Ich habe etwas  Studioarbeit gemacht  –  unter  anderem für zwei Kinderserien die Titelsongs aufgenommen.

Eine neue Platte ist in Planung?

Ja. wir arbeiten mit Hochdruck daran, haben auch mit vielen Plattenfirmen gesprochen. Es gab einige Anfragen, aber wir haben noch nichts unterschrieben. Wahrscheinlich werden Wir das Album selber herausbringen.

Gibt  es  musikalisch  Neues  zu  entdecken  oder wird dort weitergemacht, wo ihr aufgehört habt?

Wir spielen derzeit nur alte Songs aus der Phase bis 1994, aber sind dabei, neue Songs zu schreiben. Die neuen Titel sind echt gut. Ich bin sehr gespannt, diese bald live zu präsentieren.

Bei den Hamburger Metal Dayz wurdet ihr von Thomas Jensen (W:O:A) angekündigt – ist ein Auftritt beim nächsten Festival im Gespräch?

Thomas und Holger haben die Band immer unter — stützt und es war uns eine große Ehre, von Thomas persönlich vorgestellt zu werden. Ein Auftritt zum 25—jährigen Wacken-Jubiläum wäre natürlich der Hammer…

Am   13.  Dezember werdet ihr im Knust auf- treten. „Metal Monday Revival“ nennt sich die Veranstaltung, bei der auch die seit 20 Jahren bestehende Melodic Metal Band Chälice spielt. Als Newcomer sind Blind Man’s Gun dabei. 

Das war die Idee von Karsten Schölermann (Kunst—Betreiber). Es soll eine Hommage sein an den „Metal Monday“, der in den 90ern eine Institution im Knust war. Beide Bands sind Gruppen, die ich genial finde und ich freue mich darauf, mit ihnen zu rocken. Mit Châlice waren wir seinerzeit auf dem „Metal Monday“-Sampler vertreten. Damit nicht nur alte, dicke Männer auf der Bühne stehen, haben wir Nadine und ihre Jungs von Blind Man’s Gun gefragt. Soll ja kein Männerclub werden…

Kommen immer noch so viele Frauen zu euren Konzerten?       

Ja, merkwürdig. Das kann nicht an uns Protagonisten liegen, wir sind nicht mehr so hübsch wie früher. Bei uns stehen die  Frauen vorne und die Männer am Tresen. Das ist noch so, wie früher. Und wie sagt unser Gitarrist Andy so schön: „Es ist für einen Mann keine Schande, zu einem 5th Avenue Konzert zu gehen… “

 

5th Avenue sind: Oliver Peters — Gesang. Andy Pelzer Gitarre. Gesang. Yogy — Gitarre. Gesang.  Ingo Kahland  —  Schlagzeug. Adrian Marx Bass und Ansas Strehlow Orgel. Nächste Kon- zerrte:  06.12.2013  FLENSBURG    Roxy Music Hall. 13.12.2013 HAMBURG — Knust.www.5thavénue-hamburg.de

[KS]
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