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Sabaton im Interview

Als eine der erfolgreichsten Power Metal-Bands der Welt bespielen Joakim Brodén (Ges.), Pär Sundström (B.), Chris Rörland (Git.), Tommy Johansson (Git.) und Hannes Van Dahl (Dr.) derzeit europaweit die Bühnen großer Festivals (u. a. Wacken Open Air) – und feiern dabei ihr 20. Band-Jubiläum. Da die Schweden ungern mit leeren Händen kommen, haben sie ihr neuntes Studioalbum („The Great War“) im Gepäck, das dieser Tage veröffentlicht wird und die Geschichten des Ersten Weltkriegs erzählt. Im Interview mit OXMOX spricht Pär u. a. über historische sowie brandaktuelle Ereignisse …

Wie geht ihr an ein Album heran?

Pär: Zuerst entscheiden wir uns für ein Thema. Im letzten Sommer haben wir zusammengesessen und uns entschieden, im nächsten Album den Ersten Weltkrieg zu thematisieren. Sobald das steht, wird zweigeteilt. Ein Teil fängt schon an, Musik zu schreiben und der andere sucht derweil passende Geschichten heraus. Und kurz bevor es ins Studio geht, bringen wir die Demos und Themen zusammen. Wir hören alles durch und schauen, wieviel von den Geschichten zu unserer Musik passt. Dieses Mal, bei „The Great War“, war es relativ einfach alles schnell zusammenzubringen, weil es so viele Geschichten gab, die einfach nur vertont werden mussten. Und gerade im letzten Jahr ist dieser Krieg wieder stark in den Fokus gerückt, da man 100 Jahre Kriegsende feiern konnte. Normalerweise wird andauernd über den Zweiten Weltkrieg berichtet, weil er immer noch nah an uns dran ist. Aber wir fanden, dass es an der Zeit war, auch die Geschichten des Ersten Weltkrieges zu erzählen.

Wie sieht die Arbeitsaufteilung aus?

Pär: Die Fans schreiben mir und schicken mir Vorschläge. „Ich würde gerne mal einen Song hierüber hören, oder darüber.“ Das landet alles bei mir und ich sammele das. Ich selektiere also erst mal aus und gehe mit dieser Auswahl zu Joakim und diskutiere mit ihm darüber. Aber nicht alle Themen kommen von den Fans. Manche haben wir auch in unseren Köpfen. Wenn wir im Internet oder im Fernsehen auf gewisse Themen stoßen, dann macht sich jeder Notizen und gibt diese dann an mich weiter, weil jeder in der Band weiß, dass ich dieses Archiv verwalte.

Als ersten Song, der vor kurzem von euch veröffentlicht wurde, habt ihr „Bismarck“ gewählt.

Pär: Nun, ich würde sagen, dass die Fans seit knapp fünfzehn Jahren mit Themen an uns herantreten. Und Bismarck war tatsächlich das Thema, das immer und immer wieder auftauchte. Dieses Jahr feiern wir neben dem neuen Album auch zwanzig Jahre Sabaton.

Seit zwanzig Jahren behandelt ihr ein einziges großes Thema: Krieg. Was ist so faszinierend daran?

Pär: Ich kürze es einfach mal ab: Wir sind eine Band und schlussendlich muss man einfach über irgendetwas singen. Wir sind schließlich keine instrumentale Band. Und ich bevorzuge es, über reale Themen zu schreiben. Ich war nie ein Fan von diesem ganzen Mystik-Kram um Drachen und Elfen. Das sollen andere Bands machen. Ich finde Bücher oder Filme interessant, bei denen vorweg der Satz steht „Basierend auf realen Ereignissen“.

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