Selig

Selig – Lebensfreude & Lagerkoller

26. Mai 2011

Selig

Lebensfreude & Lagerkoller

 

Hamburgs Rock-Poeten reisen auf der Überholspur:

Wiedervereinigung 2008, erstes     Album      („Und Endlich Unendlich“)   2009,   zweites  Album („Von Ewigkeit  Zu Ewigkeit“).

Dazwischen Touren von Rock am Ring zum Hurricane und zurück.

Und 2011?

Jan    Plewka (Ges.),  Christian  Neander  (Git.), Leo Schmidthals (B.), Malte Neumann (Key.)  und   Stoppel Eggert (Dr.) lassen es ruhig angehen ,  schließlich  waren  Selig  Ende  der 90er ausgebrannt und fast für immer zerbrochen…

 

Die Tour zum aktuellen Album scheint viel Spaß gemacht zu haben…

Einen Riesenspaß!

Wir  waren zwei Monate unterwegs, haben in  Österreich  angefangen  und  uns durch  die  Schweiz  und  Deutschland zurückgearbeitet.

Ein Highlight war, als  wir  mit 20 Leuten in ein Ein- Mann—Theaterstück in  Frankfurt gegangen sind – was sehr witzig war.

Nicht nur, weil wir literweise Bier in Plastiktüten ins Theater geschmuggelt hatten… (lachen)

 

Achtet ihr mehr auf die Macken des Einzelnen, als früher?

Man  kennt  die  Macken,  aber  man weiß auch, was man an dem Anderen hat – das war früher nicht so.

Damals haben   wir   uns    gegenseitig   echt genervt.

Eigentlich  hatten  wir  uns deshalb vorgenommen, mehr Pausen zu    machen.

Wir    wollten    diesen Wahnsinn nicht noch einmal erleben.

Aber   irgendwie   wollte   das   neue Album ganz  schnell raus.

Vielleicht war es eine Art Stau, dass man so viel noch nicht gesagt hatte…

 

Schafft ihr euch Rückzugsmöglichkeiten?

Jan  schläft,  Malte  liest  („Krieg  & Frieden“),   Leo   macht   Sport   und wir  schauen  DVDs.

Zuletzt  „The IT Crowd“ –  eine  britische  Serie  über Nerds, die in einer Firma arbeiten und versuchen  Computer  zu  reparieren.

Sehr   empfehlenswert!

Die Stieg Larsson Trilogie ging natürlich auch reihum.

Irgendwann war sie vorbei – das war dann nicht so gut.

 

Welche Songs haben sich live besonders entwickelt?

Für  mich  (Jan)  hat  sich  „Wirklich Gute  Zeit“  entwickelt,  das  wir  am Anfang nicht so gut spielen konnten.

Bei „Von Ewigkeit Zu Ewigkeit” muss ich  immer Tränen der Selbstrührung unterdrücken. (lacht)

 

Welche Tour-Marotten habt ihr euch angewöhnt?

Wir kleben aus jeder Stadt einen Aufkleber auf die Koffer, und selbst wenn wir in unserer Heimat spielen, schlafen wir im Hotel.

 

Es ist doch schön,  wieder nach Hause zu kommen…

Klar, Hamburg ist schon schön geil! (lachen)

 

OX 05/11

 

[KS]
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