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Undercover für Tiere: Friedrich Mülln

Hamburger des Monats: Friedrich Mülln

2019 organisierte Friedrich Mülln mit seinem Verein SOKO Tierschutz in Hamburg eine der deutschlandweit größten Demos gegen Tierversuche (OXMOX war dabei und berichtete). Zwar konnten die berüchtigten LPT „Todeslabore“ in Mienenbüttel und Neugraben vorerst geschlossen werden, doch der Kampf für die Rechte der Tiere geht weiter. Mit der Wahl zum „Hamburger des Monats“ honorieren OXMOX-Leser den unermüdlichen Einsatz des 40-Jährigen.

Gebürtig stammt Friedrich aus dem Schwarzwald und lebt aktuell in München. „Hamburg zählt zu meinen Lieblingsstädten“, erklärt der Aktivist. „Die Metropole an der Elbe ist weltoffen. Aber leider auch ein Ort, wo ich um Tiere kämpfen muss – wie zum Beispiel im Fall des LPT.“ Das Laboratory of Pharmacology and Toxicology hat in Hamburg sein Hauptquartier sowie unter anderem einen weiteren Standort in der Nähe. Ein umfangreicher Undercover-Einsatz von SOKO Tierschutz und Cruelty Free Int. belegte ein erschreckendes Ausmaß an Gewalt, Grausamkeit und kriminellem Verhalten. Trotz großem Widerstand führt der brutale Betrieb seine umstrittene Arbeit aktuell wieder fort. Doch Friedrich Mülln und weitere Tierfreunde geben nicht auf.

Wenn Unrecht zu Recht wird,

wird Widerstand zur Pflicht.

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Ich habe schon als Kind Tierleid gesehen, was mich sehr nachdenklich und bereits mit 13 Jahren zum Veganer machte. Mich leitet ein starker Gerechtigkeitssinn. Ursprünglich wollte ich Journalist oder Rechtsanwalt werden. Jetzt praktiziere ich Teile aus beiden Berufen und kann mich ganz für die Tiere einsetzen“, erklärt Friedrich, der in diesem Sinne auch vor riskanten Aktionen nicht zurückschreckt. Dabei musste der sympathische Tierschützer schon Erfahrung mit Drohungen oder Rufmord gegen ihn machen. „Das passiert, aber da muss man durch … Meine Eltern haben mich immer unterstützt. Bei ihnen wechseln Stolz und Angst in Bezug auf das, was ich tue.“

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Der mit Preisen ausgezeichnete Aktivist ermittelt seit Jahrzehnten – häufig erfolgreich – gegen zum Beispiel Tierquälerei in Schlacht- sowie Milchviehbetrieben, bei der Stopf- oder Schweinemast, bei Lebendrupf oder Tiertransporten und -versuchen. Friedrich Mülln dringt dafür in eine Welt, welche die Öffentlichkeit nicht sehen soll – oder will. Er schaut hin, selbst wenn es wehtut, damit sich etwas ändert. Wie verarbeitet man die oft verstörenden Einblicke? „Als Veganer bin ich Teil der Lösung und nicht Teil des Problems. So kann ich das Leid von mir fernhalten. Auch wenn Tierschutz zum Teil frustrierend ist, darf man sich nicht entmutigen lassen oder aufgeben. Mich motivieren die kleinen und großen Erfolge. Wir gewinnen für dir Tiere, für die Umwelt und für unsere Kinder.“

2050 sind Fleischesser die Exoten – diese Industrie steht am Abgrund.

Was kann man dazu beitragen, das Tierleid zu mindern? „Fang bei deiner Ernährung an. Ein einfacher, aber wichtiger Schritt“, rät Mülln, der seit Langem verantwortungsvoll vegan lebt. „Mein Lieblingsgericht ist veganes Gulasch mit Knödeln. Ich mag Fleisch, aber lieber von Pflanzen.“ Kraft tankt Friedrich in der Natur. „Ich komme zur Ruhe, wenn ich nach altem Meerglas, schönen Mineralien oder leckeren Pilzen suche – und diese auch finde. Wohl fühle ich mich in tiefen Wäldern, beim Schnorcheln in den Meeren und auf Flohmärkten, wo ich nach alten Nintendo-Spielen suche, die ich sammle.“ Wenn der Tierschützer in die Zukunft schaut, sieht er diese positiv: „In 2050 sind die Tier-Fleischesser die Exoten. Diese furchtbare Industrie steht am Abgrund. Ich wohne dann gerne in Ruhe am Meer …“

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