Der HAMBURG-BANDCONTEST geht in die 33. Runde!

HAMBURG-BANDCONTEST Sieger 2018: #Arrested

15. Dezember 2018

Mit viel Leidenschaft und Power sangen und spielten sich die drei Jungs und drei Mädels von #Arrested dieses Jahr in die Herzen der Besucher unseres HAMBURG-BANDCON­TESTs. Für euch konnte OXMOX erfahren, welche Pläne es für das folgende Jahr gibt, wie die Band entstand und wie sehr die Winner-Band zusammengewachsen ist …

Vor nichts macht die junge Ausnahmeband Halt – Rock und Pop vereinen sie geschickt mit Hip-Hop und Funk! Mit doppelter Wo­manpower von Josephine Zietz (22) und Wencke Hübner (19) als Frontfrauen, Do­minik Noack (21) am Keyboard, Finn Klu­ge (19) an der Gitarre, Hannah Selk (18) an den Drums und Thore Kolms (20) an Bass und Posaune, liefern die in Lübeck statio­nierten Musiker Crossover vom Feinsten.

Dass wir die Band so kennen- und lieben ler­nen durften, wie sie jetzt ist, hat jedoch einige Zeit und Nerven in Anspruch genommen…

Wir sind durch das Coaching der Rock-Pop Schule in Lübeck entstanden. Beziehungs­weise die eigentliche Vorband, die sich dann nach und nach durch uns ersetzt hat. Es war nicht so, dass wir uns vorher kannten, sondern alle sind nach und nach dazugekommen. Wir haben so viel Glück, dass sich das alles so gefunden hat.

2016 war dann Schluss mit Bandfindung, Umbesetzung, wieder Einüben der alten Songs. Das fühlt sich erst in dieser Besetzung richtig stimmig an. Man hat sich wie ein Coaching-Projekt gefühlt, ist zur Probe, hat zwei Stunden gespielt, das gemacht, was der Coach gesagt hat, aber da war einfach nicht diese Verbindung. Und das haben wir jetzt auf jeden Fall. Durch unsere Erfahrungen, und Auftritte, wächst man einfach zusammen.“

Im Rahmen der Rock-Pop Schule in Lübeck hat sich nicht nur der Ursprung der Band gefunden, inzwischen beteiligen sich vor Ort alle am Bandcoaching Programm und das ein oder andere Mitglied sogar auch als Lehr­er in der Musikschule. Auf dem jährlichen Schul-Festival spielen #Arrested auch.

Auf die Frage, ob sie denn planen, irgend­wann hauptberuflich Musik zu machen, ant­worten die sympatischen Musiker bescheid­en.

Wir schauen, wie weit das geht. Wenn das passiert, dann passiert das. Aber wir haben alle noch so ein zweites Standbein. Ich hab mich entschieden, erst mal nicht in die Richtung zu arbeiten, weil man Musik gut nebenbei machen kann und man macht sich das auch schnell kaputt. Ich hab von einigen Musikstudenten gehört, dass die dann wirk­lich jeden Gig annehmen müssen, weil sie sonst am Ende des Monats kein Geld haben.“

Vor allem, dass viele Bands dabei nicht ent­scheiden dürfen, welche Songs sie dem Pub­likum präsentieren, schreckt #Arrested ab.

Ich will spielen worauf ich Bock hab und wenn ich keinen Bock darauf hab, dann spiel ich das halt nicht. Das ist das Coole daran, wenn man nicht darauf angewiesen ist. Dann kann man das wirklich rein aus Spaß machen und ich finde, das merken die Leute auch einfach. Ich hab mal in einer Coverband gespielt, wo dann eine Liste an Songs kam und wo dann auch gesagt wurde, die spielt ihr so, wie das auf der Studioaufnahme ist und nicht anders. Die Gigs waren gut be­zahlt. Da bekam man für zwanzig Minuten schon dreistellige Beträge. Aber es ist die totale musikalische Prostitution.“

Unterstützt wird die Nachwuchsband von Freunden und Familie, die es sich nicht nehmen lassen, der Band vor Ort zu zujubeln.

Wencke:„Sogar Hannah ist ja mittlerweile erwachsen. Ihre Mutter hat mir am Abend vorm Finale geschrieben, dass ich auf die kleine Hannah bitte aufpassen soll. Das fand ich echt sehr süß. Meine Eltern waren jetzt auch dabei und meine Mutter meinte am Anfang: “Ach das ist überhaupt nichts für mich”, weil sie eigentlich ganz andere Musik hört. Dann war sie auf dem unserem Konzert und sagte: “Ja also das war laut. Aber geil!”

Das familiäre Gefühl zeigt auch der eigens organisierte „Bretzel-Dienst“ für Band und Fans.

Anfang des nächsten Jahrs wollen wir auf jeden Fall unsere EP veröffentlichen!“.

Bis die Songs für die EP aufgenommen wer­den konnten, verging mehr Zeit, als geplant. Die sich stark unterscheidenden Terminpläne der Gruppe sind nicht einfach abzustimmen.

Wir haben halt unterschiedlich frei. Hannah hat Schulferien, wir haben jetzt beide Semesterferien, Josi muss sich Urlaub nehmen. Wenn wir alle gleichzeitig Sch­ulferien hätten, das wäre schön.

Um die Veröffentlichung der EP zu feiern, soll es ein großes Konzert geben und auch auf ein Musikvideo dürfen wir uns freuen.

[KS]
X