Close
Skip to content

Kulturschaffende zum Lockdown: Nur mit Kaffee überleben?

Alexander Schlüter | EDELFETTWERK

Wir vom EDELFETTWERK wurden im März von den Restriktionen genauso hart getroffen, wie viele andere Locations und Clubbetreiber. Wir gehen davon aus, dass die Folgen dieser Krise sich noch Monate oder sogar bis Ende 2021 auswirken werden. Den erheblichen Verlust wieder einzuspielen wird sehr lange dauern. Ein großes Problem besteht in den erheblichen Warenbeständen (Getränke), die wir hier lagern und die ein Mindesthaltbarkeitsdatum haben. Diese drohen abzulaufen …

Wir versuchen, diese Produkte an den Mann bzw. die Frau zu bringen, was sich nicht einfach gestaltet. Aber auch hier denken wir positiv. Hoffnungsvoll davon ausgehend, dass die Bundesregierung ab August Veranstaltungen bis ca. 1.000 Personen zulässt.

Alexander EDELFETTWERK 338x450 - Kulturschaffende zum Lockdown: Nur mit Kaffee überleben?


Dieter Roloff | Cotton Club

Leider wissen wir nicht, wann wir wieder öffnen dürfen. Dies werden wir erst wieder, wenn auch Live-Musik erlaubt ist.

IMG 1372 506x450 - Kulturschaffende zum Lockdown: Nur mit Kaffee überleben?


Heiko | Klangbar

Wir hoffen auf Open Air Livemusik im kleinen Stil. Tische mit Mindestabstand voneinander entfernt, usw.

Klangbar 450x450 - Kulturschaffende zum Lockdown: Nur mit Kaffee überleben?


Joy | Pony Bar

Wir sind schon immer tagsüber Café und dürften die ganze Zeit to go verkaufen. Nur lohnt sich das für uns nicht. Wir verkaufen online Gutscheine, machen Livestreamings und hoffen auf bessere Zeiten. Eine Totalschließung steht aktuell nicht an. Aber als Kulturort und Teil des Nachtlebens bis vermutlich Ende des Jahres nur mit Kaffee zu überleben, wird nicht einfach. Zumal wir ohne Studenten in der Uni sehr viel weniger Gäste haben …

Joy Pony Bar 600x450 - Kulturschaffende zum Lockdown: Nur mit Kaffee überleben?


Barbara | Roschinsky´s 

Fazit nach etwas über einer Woche, in der das Roschinsky´s jeden Tag geöffnet hatte: Ab heute werden wir vorerst nur noch Donnerstags, Freitags und Samstags öffnen. Um die Hygieneauflagen, die Kontaktdatenaufnahme und alle anderen Auflagen gewissenhaft Gewährleisten zu können, brauchen wir unter der Woche mehr Personal, als vor der Krise. Dagegen stehen aber weniger Gäste, da der Kiez zur Zeit wenig belebt ist und die Tatsache, dass wir nur noch ein Fünftel unserer eigentlichen Gästeanzahl in das Roschinsky´s lassen können. Das ist finanziell nicht zu stemmen. Wichtig für das Überleben der Hamburger Bar- und Kneipenkultur sind Gespräche, mit den Entscheidungsträgern, in denen die Regeln unter denen die Gaststätten öffnen dürfen und die Konsequenzen, wenn sie nicht öffnen können oder die Auflagen nicht umsetzten, genau festgelegt werden. Es müssen in der Kommunikation Wege erarbeitet werden, die ein Bar- und Kneipensterben aufhalten. Unter den jetzigen Bedingungen ist dies nicht Möglich. Dabei geht es uns nicht um ein Abschwächen der Auflagen zu Ungunsten der Gesundheit! Es geht darum realistische Überlebensentwürfe für die Bars und Kneipen und für die Mitarbeiter zu finden. Wir haben in den letzten Tagen viel Dankbarkeit, von den Gästen erfahren dürfen, die da waren. Gerade jetzt sind soziale Kontakte, wenn auch unter Auflagen unendlich wertvoll und das wird auch in Zukunft so sein. Wir hoffen, dass es zu Gesprächen und lösungsorientierten Ansätzen kommt.

IMG 20200520 WA0009 338x450 - Kulturschaffende zum Lockdown: Nur mit Kaffee überleben?

InstaStory

OXMOX ABO AKTION

das Durchblick-Abo

Werbung