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Skandal: Unterricht im Glaskäfig!

Inklusion zu Zeiten des Lock-Downs

Seit dem 25.05.2020 dürfen Kinder offiziell wieder den Unterricht besuchen.

Wie kann man „besonderen Kindern“ klar machen, dass es seine Freunde momentan nicht umarmen darf ? Der Lieblingslehrerin nicht die Haare bürsten darf?

Die Hamburger Musikerin Esther Filly macht mit ihrer Initiative: “Vergesst die besonderen Kinder nicht!“ auf die schwierigen Umstände zur Beschulung „besonderer Kinder“ aufmerksam und spricht in Interviews mit betroffenen Eltern. Völlig erschöpft durch die anstrengenden vergangenen Wochen, müssen Eltern von „besonderen Kindern“ jetzt feststellen, dass ihre Kinder zwar wieder zur Schule dürfen, aber durch Glaskäfige von ihren Mitschülern getrennt werden, um alle zu schützen. Die „gesunden Kinder“, „die normalen Kinder“ und natürlich auch „die besonderen Kinder“.

Viel schlimmer kann es nicht mehr kommen.

Nach vielen Jahren als Pflegemutter, habe ich auch gelegentlich „behinderte“ oder „besondere Kinder“ betreut. Einige auch über einen langen Zeitraum hinweg. Dass sich der Alltag und vor allem soziale Kontakte mit „besonderen Kindern“ für gewöhnlich anders gestaltet als mit „normalen“ Kindern, lernt man relativ schnell. Und auch der Freundeskreis und die Verwandten stellen sich zu meist darauf ein.

Wer fühlt sich selbst unsicher oder gar bedroht, wenn so ein niedlich grinsender kleiner Fratz laut lachend und vielleicht etwas ungelenk auf uns zu läuft um uns zu umarmen? Oder haben wir Angst um unsere eigenen Kinder? Angst davor, dass der kleine Junge, der sich eh nicht an Regeln halten kann, unseren eigenen Nachwuchs infiziert?

Es ist nicht richtig, die „besonderen Kinder“ von den „normalen Kindern“ abzuschotten und sie dadurch noch weiter an den Rand oder in den Glaskäfig der Gesellschaft zu rücken!

Wir müssen darauf aufpassen, dass wir uns selbst nicht zu einer „Hexenjagd“ hinreißen lassen. Es geht um das Wohl unserer Kinder, und auch das unserer „besonderen Kinder“!

CK

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