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AStA: Die soziale Lage der Studierenden

Die Öffentlichkeitsreferentin Sally Bohm hat exklusiv für das UNI-Extra mit den Referent*innen aus dem AStA über Probleme der Studierende und Projekte des AStA gesprochen!

Stefan Grotzeck ist im AStA Referent für Soziales. Zu seinen Aufgaben gehört es beispielsweise Anfragen von Studierenden zu beantworten. Er ist die Kontaktperson für Beratungen und den Infotreff und betreut den technischen Geräte-Leihservice. Er ist 24 Jahre alt und studiert im Bachelor Volkswirtschaftslehre.

Wie geht es den Studierenden aktuell nach nun fast drei Semestern Online-Lehre?
Grundsätzlich kann man sagen, dass Studierende unter einer Mehrbelastung durch die digitale Lehre und die fehlende Rücksicht, die es im Hinblick auf Prüfungen und Prüfungsvorbereitung gibt, leiden.

Außerdem sind Studierende finanziell nicht abgesichert wie reguläre Arbeitnehmer.
In Hamburg gibt es zwei Hilfsmöglichkeiten für Studierende. Einmal den KfW Kredit, bei dem Studierende bis Ende 2021 ein zinsloses Darlehen erhalten können. Studierende können hier bis zu 650 Euro im Monat bekommen. Allerdings beginnen die Rückzahlungen 18 Monate nach Erhalt der letzten Rate. Zum anderen gab es den Hamburger Hilfefonds für Studierende. Da waren allerdings nur Hamburger Studierende antragsberechtigt, die weniger als 500 Euro auf dem Konto hatten. Das zeigt ja eindeutig, dass viele der Hilfsangebote nur kurzzeitig gewährt wurden und an den eigentlichen Bedürfnissen vorbeigingen.

Was müsste sich ändern, um die Lage zu verbessern?
Zuerst einmal brauchen wir mehr Aufmerksamkeit für die Probleme der Studierenden. In den Texten der Ministerpräsidentenkonferenzen werden Hochschulen nicht einmal namentlich erwähnt, was die wahren Prioritäten der Politiker*innen zeigt.

Eine mögliche Unterstützung von Seiten der Politik wäre eine Öffnung des BAföGs, sodass künftig mehr als 18 % der Studierenden dieses in Anspruch nehmen können. Eine andere Möglichkeit wäre ein monatlicher Zuschuss von 900 Euro vom Bund, um die Studierenden finanziell abzusichern.
Abgesehen davon könnte die Universität Hamburg die Studierenden durch uniweite Prüfungsfreiversuche während Corona unterstützen. So hat es beispielsweise die HAW schon umgesetzt.

Wie unterstützt der AStA die Studierenden während der Pandemie?
Für schnelle und konkrete Hilfe bieten wir das sogenannte „SeTi“ (Semsterticket) Darlehen an, bei dem der AStA die Bezahlung des Semestertickets übernimmt und Studierende den Betrag in Etappen an den AStA zurückzahlen. Außerdem haben wir den sogenannten „Semesterticket Härtefallfond“ bei dem Studierende unter besonderen Umständen den Semesterticketbetrag erstattet bekommen können. Unsere verschiedenen Beratungsstellen sind auch während der Pandemie weiterhin über Telefon und E-Mail erreichbar. Genaue Infos gibt’s auf unserer Homepage asta.uni-hamburg.de.


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